Mit dem ersten Text beginnen

21. Dezember 2011

An unserem Ort lesen wir gemeinsam täglich einen Abschnitt aus der Bibel. Was sind Deine Gedanken zu den Texten?  Zum ersten Text hier klicken.

In zehn Schritten durch die Bibel – Falls Du in kurzer Zeit die Kernaussagen der Bibel entdecken möchtest, ist dieses Bibelstudium genau das Richtige für Dich. – 10 biblische Impulse PDF  (Verbesserungsvorschläge sind erwünscht)   Du bist eingeladen, Deine persönlichen Beobachtungen zu diesen Texten als Kommentar weiterzugeben und andere damit zu ermutigen.  hier klicken


Abraham – Glauben, ohne zu sehen

28. März 2021

Glaube ist ein inneres Wissen um Dinge, die man nicht sieht, welche sich im Leben bestätigen. Hebräer 11,1

Abraham – Glauben, ohne zu sehen, Montag 29. März, 14 Uhr, Radio Maria Schweiz

Wir beschäftigen uns mit der Charakteristik des Glaubens. Abraham ist ein Beispiel im Glauben. Was macht den Glauben von Abraham aus? Was sind die Unterschiede im Glauben von Juden, Christen und Muslimen?

  • Abraham wird persönlich von Gott angesprochen
  • Er entscheidet sich mit Gott unterwegs zu sein
  • Abraham glaubt, dass Gott alles vollbringt und nichts aus eigener Kraft geschieht
  • Abraham vertraut, ohne zu sehen
  • Gott ist nicht an einem bestimmten Ort
  • Abraham sagt Danke

https://www.obrist-impulse.net/abraham-glauben-ohne-zu-sehen


Abraham sieht voraus

19. März 2021
  1. Mose 15,13 Gott sprach zu Abram: Deine Nachkommen werden als Fremde in einem Land wohnen, das ihnen nicht gehört. Sie werden dort als Sklaven dienen und man wird sie vierhundert Jahre lang unterdrücken. …16 Erst die vierte Generation wird hierher zurückkehren; denn noch hat die Schuld der Amoriter nicht ihr volles Maß erreicht.

Abraham wird nicht nur ein Volk und Land verheißen. Ihm wird auch gezeigt, was seine Nachkommen durchmachen müssen. Im Traum wird die ganze Geschichte vom jüdischen Volk vorgezeichnet.

In Vers 16 finden wir einen wichtigen Hinweis. Die lokale Bevölkerung hat das Maß ihrer Schuld noch nicht erreicht. Als Israel mehrere Hundert Jahre später das Land einnahm, war das Maß voll. Die Bevölkerung Kanaans wollte sich auch nicht wie die Prostituierte Rahab vor dem Gott beugen, dem dieses Land gehört.

Gott sieht unser Leben aus einer anderen Perspektive. Deshalb macht manches Sinn, das wir noch nicht erkennen können, weil wir noch nicht sehen, was hinter der nächsten Kurve passiert. In dieser Spannung leben wir. Im Vertrauen, dass Gott uns zum Ziel bringt. Das ist das Wesen des Glaubens.


Abraham – Woran soll ich erkennen?

18. März 2021
  1. Mose 15,8 Da sagte Abram: Herr und GOTT, woran soll ich erkennen, dass ich das Land zu eigen bekomme?

Abraham glaubt Gott. Doch er möchte ein Zeichen, an dem er sich festhalten kann. Und Gott geht auf diesen Wunsch ein. Es ist gut zu wissen, dass Gott immer wieder auf uns eingeht und uns auf unserem Weg Zeichen gibt, die uns ermutigen. Mit einem Rind, einer Ziege, einem Widder und Tauben schließt Gott einen Bund.

 

Was bedeuten diese Tiere, die da zerteilt werden? Hier fehlen für uns die Anweisungen, warum Abraham das so machen soll. Doch Abraham wusste, was damit gemeint war. Es war die Art, wie man damals einen Bund besiegelte. Man traf eine Vereinbarung, legte die Tiere aus und schritt zwischen den Teilen hindurch. Das bedeutete: Wenn einer der Vertragspartner sich nicht an diesen Bund hält, dann soll es ihm wie diesen Tieren ergehen.

Abraham bekam einen Auftrag, damit der Bund für ihn real wurde und nicht nur ein Traum blieb. Glauben erfordert von uns immer wieder eine Aktion.


Das Lied von Mose

9. März 2021

In Offenbarung 15,3 steht, dass die Überwinder das Lied von Mose singen. Es gibt zwei Lieder von Mose. Wir lassen uns von diesen Texten für das Gebet inspirieren.

Beten mit der Bibel, Dienstag, 9. März, 20.15 Uhr, Wir beten mit dem Lied von Moses, Radio Maria Schweiz

In den Liedern von Mose, hat es grundlegende Aussagen, wenn auch für uns in einer fremden Form.

Das erste Lied (2. Mose 15,1-19) wurde am Ufer des Roten Meeres nach der Errettung Israels und dem Sieg Gottes über den Feind gesungen. In diesem Lied werden keine Taten des Volkes erwähnt, denn die Errettung ist ausschließlich die Sache Gottes. Das gilt auch für uns. Gott offenbarte sich durch den Durchzug vom Roten Meer als der Gott seines Volkes und als ihr Erretter. Das Lied von Mose schaut aber auch vorwärts auf zukünftige Siege. Es ist also ein Lied der Erlösung.

Auch wir erhalten die Erlösung durch den Tod von Jesus am Kreuz. Auch mit uns geht Gott und schenkt uns den Endsieg über den Feind Gottes, der uns von Gott wegtreiben möchte.

Im zweiten Lied (5.Mose 32,1-44) wird Gott für sein vollkommenes Werk und für seine Wege der Treue gerühmt. Es soll auswendig gelernt werden (5.Mose 31,19).

Leider verließen die Menschen Gott, der sie ausreichend genährt und fürsorgend umgeben hatte. Obwohl reich gesegnet, wandten sich die fett gewordenen Herzen von Ihm ab. Trotz der schlimmen Gerichte sehen wir, dass Gott bereit war, zu vergeben und seinem Volk Segen und Frieden zu bringen (5. Mose 32,43).

Was ist das Spannende: In Verbindung mit unserem Versagen wird Gottes ewige Liebe und seine Geduld sichtbar. Wie passend ist es doch, dass er bei all der Unstabilität seines Volkes als «der Fels» bezeichnet wird (5. Mose 32,15.18).

Der Tag wird kommen, da man sehen wird, wie alle Wege Gottes und alle seine Taten vollkommen sind. Dann wird er dafür sorgen, dass sogar die Schmach unseres eigenen Versagens und unserer Irrwege Anlass dazu geben, ihn zu preisen. Dann wird von allen und in allem verherrlicht werden.

https://www.obrist-impulse.net/das-lied-von-mose


Die andere Perspektive

4. März 2021

Gott sieht unser Leben aus einer anderen Perspektive.

  1. Mose 15,8 Da sagte Abram: Herr und GOTT, woran soll ich erkennen, dass ich es zu eigen bekomme?

Abraham wollte ein Zeichen. Deshalb forderte Gott ihn auf, etwas zu tun. Abraham bekam einen Auftrag, damit der Bund für ihn real wurde und nicht nur ein Traum blieb. Er sollte ein Rind, eine Ziege, einen Widder und Tauben töten, aufschneiden und auslegen. Es war die Art, wie man damals einen Bund besiegelte.

In 1. Mose 15,13-16 geht Gott noch einen Schritt weiter. Nicht nur ein Volk und Land wird Abraham verheißen. Ihm wird auch gezeigt, was seine Nachkommen durchmachen müssen. Sie werden vierhundert Jahre lang Sklaven sein, aber Gott wird ihre Unterdrücker richten und sie werden in dieses Land zurückkehren. In diesem Traum ist also die ganze Geschichte vom jüdischen Volk vorgezeichnet.

Es ist gut zu wissen, dass Gott immer wieder auf uns eingeht und uns auf unserem Weg Zeichen gibt, die uns ermutigen.

Und wieder gibt es ein Paradox in der Geschichte. Der Bund mit Gott ist nur einseitig. Er ist eine Zusage an Abraham. Es gibt keine Verpflichtung von Abrahams Seite. Er wurde bereits aufgrund seines Glaubens, seines Vertrauens in Gott, als würdig erachtet, mit Gott Geschichte zu schreiben. Normalerweise hätte es bei einem solchen Bund Bedingungen gegeben. Doch Gott nimmt die Menschen, die ihm vertrauen, bedingungslos an.

So erging es auch dem Verbrecher am Kreuz. Weil er seine Schuld einsah und verstand, dass Jesus der Gerechte ist, versprach Jesus ihm das Paradies, ohne dass er irgendetwas für sein Heil tun konnte.

Gott ist es, der uns gerecht macht. Unser Beitrag ist, dass wir daran glauben, dass er es macht, und uns mit ihm auf den Weg machen. Alles, was im Leben von Abraham wesentlich ist, hat Gott gemacht.


Abraham und sein Frust

2. März 2021

Gott hat Abraham die wundervolle Verheißung gegeben hatte, dass er auch in seinem hohen Alter von über 75 Jahren noch Kinder bekommen und Land besitzen werde. Doch beides ist nicht in Erfüllung gegangen. Es sah aus, als würde sein Meisterknecht alles erben und sich Gottes Zusagen damit ins Nichts auflösen. In 1. Mose 15,1-3 zählt Abraham seinen ganzen Frust auf.

Was an dieser Stelle ermutigend ist: Wir dürfen und sollen Gott unseren Frust sagen. Ihm unsere Probleme hinlegen und gespannt darauf warten, wie er alles lösen wird. Doch dass unsere Lösungen nicht Gottes Lösungen sind, wird in der Geschichte von Abraham offenbar.


Mit Gott im Bund

28. Februar 2021

Abraham – mit Gott im Bund

Abraham wird als Vater der monotheistischen Religionen verstanden. Gott hat mit Abraham einen Bund gemacht. Dieser Bund hat es in sich. Daraus können wir sehen, wie auch Gott auch heute mit uns umgeht. Ein spannender Einblick, wie Gott die Dinge sieht.

Sendung Spiritualität mit Hanspeter Obrist, Montag, 1. März, 14.00 bis 14.50 Uhr, Radio Maria Schweiz

www.obrist-impulse.net/abraham-mit-gott-im-bund


Was ist das Geheimnis beim Segnen?

26. Februar 2021

Der von Gott gebotene Segen steht im 4. Mose 6,22-27: „Der HERR sprach zu Mose: 23 Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen: 24 Der HERR segne dich und behüte dich. 25 Der HERR lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. 26 Der HERR wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden. 27 So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen und ich werde sie segnen.“

Wenn alle Menschen Segen erfahren sollen, dann sehen wir hier den Schlüssel dazu.

Gott als Geber aller Gaben schenkt das Gelingen und vermehrt, was wir haben. Wir leben in der Abhängigkeit von Gott. Wenn Gott segnet, sind schnell Leute da, die uns nehmen wollen, was wir haben. So hatte Abraham viele Tiere und seine Herden wuchsen. Doch sie mussten auch vor wilden Tieren und Dieben beschützt und bewacht werden. Da kommt der zweite Teil des ersten Segenspruches zum Zug: „und behüte dich“. Gott ist die Schutzmauer. Abraham lebte auf dem offenen Feld. Er brauchte täglich Gottes Schutz.

Segen heißt aber nicht zwingend, dass wir ehrenvoll in die Gesellschaft aufgenommen werden. Abraham konnte sich selbst und seine Tiere nicht in der Stadt schützen lassen. Lot wurde in Sodom aufgenommen, doch er hat alles verloren.

Was ist also Segen? Segen ist, dass ich dort bin, wo Gott mich hingestellt hat und dass er mich beschützt.

Segen ist nicht Wohlstand, sondern die Gegenwart Gottes. Es heißt: „Der HERR (JHWH) segne und behüte dich.“

Dann wird ein zweites Mal der Name Gottes (JHWH) ausgesprochen. Jetzt soll Gott sein Angesicht leuchten lassen. Man bittet also darum, dass sich Gott offenbart und zeigt. Wer ins Angesicht Gottes schaut, der merkt, wie heilig Gott ist und wie weit wir uns von ihm entfernt haben. Deshalb braucht es seine Gnade. „Der HERR lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig.“ In Jesus geschieht genau das. In Jesus begegnet uns Gott und ist uns gnädig.

So haben wir einen ersten Teil, der den Vater-Gott anspricht. Im zweiten Teil wenden wir uns an den Erlöser-Gott und im dritten Teil an den gegenwärtigen Gott. Es ist der Gott, der sich uns zuwendet: „Der HERR wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden.“ Das ist das Werk des Heiligen Geistes. Gott kommt zu uns und schenkt uns seinen Frieden. So schreibt Paulus in Römer 8,16: „Der Geist selber bezeugt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.“ In Vers 14 und 15 steht, dass damit der Geist Gottes gemeint ist, durch den wir wie ein Kind Gott ansprechen mit „Abba, Vater“.


Was bedeutet es, ein Segen zu sein?

19. Februar 2021

Unter Segen verstehen die meisten, dass sich etwas vermehrt. Wenn ich gesegnet bin, dann gelingen mir Dinge. Segen ist ein Zusammenspiel zwischen meinem Handeln und Gottes Gabe.

Einerseits ist Gottes Segen nicht der Lohn für eine gute Arbeit, sondern kommt auch ohne Gegenleistung aus „was recht ist, gibt der HERR denen, die er liebt, im Schlaf“ (Psalm 127,2), andererseits kann ich mich aber auch nicht einfach nur zurücklehnen und mich nur beschenken lassen.

Segen hat auch immer etwas Geheimnisvolles an sich.

Die erste Hürde kann sein, dass ich nicht das gleiche Verständnis von Segen habe wie Gott.

Wann etwas ein Segen ist, können wir aus unserer Perspektive oft nicht richtig beurteilen. Aus der Perspektive Gottes ist vielleicht manches ein Segen, das wir gar nicht als solchen wahrgenommen haben.


Der Segen Gottes soll alle Menschen erreichen

17. Februar 2021

Um das konkret werden zu lassen, beruft Gott ein Volk, mit dessen Geschichte er seine Liebe und sein Erbarmen zeigen will.

So steht in Josua 4,24 nachdem sie ein Denkmal für den Auszug aus Ägypten errichtet haben: „Auf dass alle Völker auf Erden die Hand des HERRN erkennen, wie mächtig sie ist, und ihr den HERRN, euren Gott, fürchtet allezeit.“

Auch in Hesekiel 38,16 steht: „Am Ende der Zeit wird das geschehen. Ich will dich aber dazu über mein Land kommen lassen, dass die Völker mich erkennen, wenn ich an dir, Gog, vor ihren Augen zeige, dass ich heilig bin.“

Gott erwählt ein Volk, um sich durch sie und an ihnen zu offenbaren.


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