Mit dem ersten Text beginnen

21. Dezember 2011

An unserem Ort lesen wir gemeinsam täglich einen Abschnitt aus der Bibel. Was sind Deine Gedanken zu den Texten?  Zum ersten Text hier klicken.

In zehn Schritten durch die Bibel – Falls Du in kurzer Zeit die Kernaussagen der Bibel entdecken möchtest, ist dieses Bibelstudium genau das Richtige für Dich. – 10 biblische Impulse PDF  (Verbesserungsvorschläge sind erwünscht)   Du bist eingeladen, Deine persönlichen Beobachtungen zu diesen Texten als Kommentar weiterzugeben und andere damit zu ermutigen.  hier klicken


Was ist das Geheimnis beim Segnen?

26. Februar 2021

Der von Gott gebotene Segen steht im 4. Mose 6,22-27: „Der HERR sprach zu Mose: 23 Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen: 24 Der HERR segne dich und behüte dich. 25 Der HERR lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. 26 Der HERR wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden. 27 So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen und ich werde sie segnen.“

Wenn alle Menschen Segen erfahren sollen, dann sehen wir hier den Schlüssel dazu.

Gott als Geber aller Gaben schenkt das Gelingen und vermehrt, was wir haben. Wir leben in der Abhängigkeit von Gott. Wenn Gott segnet, sind schnell Leute da, die uns nehmen wollen, was wir haben. So hatte Abraham viele Tiere und seine Herden wuchsen. Doch sie mussten auch vor wilden Tieren und Dieben beschützt und bewacht werden. Da kommt der zweite Teil des ersten Segenspruches zum Zug: „und behüte dich“. Gott ist die Schutzmauer. Abraham lebte auf dem offenen Feld. Er brauchte täglich Gottes Schutz.

Segen heißt aber nicht zwingend, dass wir ehrenvoll in die Gesellschaft aufgenommen werden. Abraham konnte sich selbst und seine Tiere nicht in der Stadt schützen lassen. Lot wurde in Sodom aufgenommen, doch er hat alles verloren.

Was ist also Segen? Segen ist, dass ich dort bin, wo Gott mich hingestellt hat und dass er mich beschützt.

Segen ist nicht Wohlstand, sondern die Gegenwart Gottes. Es heißt: „Der HERR (JHWH) segne und behüte dich.“

Dann wird ein zweites Mal der Name Gottes (JHWH) ausgesprochen. Jetzt soll Gott sein Angesicht leuchten lassen. Man bittet also darum, dass sich Gott offenbart und zeigt. Wer ins Angesicht Gottes schaut, der merkt, wie heilig Gott ist und wie weit wir uns von ihm entfernt haben. Deshalb braucht es seine Gnade. „Der HERR lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig.“ In Jesus geschieht genau das. In Jesus begegnet uns Gott und ist uns gnädig.

So haben wir einen ersten Teil, der den Vater-Gott anspricht. Im zweiten Teil wenden wir uns an den Erlöser-Gott und im dritten Teil an den gegenwärtigen Gott. Es ist der Gott, der sich uns zuwendet: „Der HERR wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden.“ Das ist das Werk des Heiligen Geistes. Gott kommt zu uns und schenkt uns seinen Frieden. So schreibt Paulus in Römer 8,16: „Der Geist selber bezeugt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.“ In Vers 14 und 15 steht, dass damit der Geist Gottes gemeint ist, durch den wir wie ein Kind Gott ansprechen mit „Abba, Vater“.


Was bedeutet es, ein Segen zu sein?

19. Februar 2021

Unter Segen verstehen die meisten, dass sich etwas vermehrt. Wenn ich gesegnet bin, dann gelingen mir Dinge. Segen ist ein Zusammenspiel zwischen meinem Handeln und Gottes Gabe.

Einerseits ist Gottes Segen nicht der Lohn für eine gute Arbeit, sondern kommt auch ohne Gegenleistung aus „was recht ist, gibt der HERR denen, die er liebt, im Schlaf“ (Psalm 127,2), andererseits kann ich mich aber auch nicht einfach nur zurücklehnen und mich nur beschenken lassen.

Segen hat auch immer etwas Geheimnisvolles an sich.

Die erste Hürde kann sein, dass ich nicht das gleiche Verständnis von Segen habe wie Gott.

Wann etwas ein Segen ist, können wir aus unserer Perspektive oft nicht richtig beurteilen. Aus der Perspektive Gottes ist vielleicht manches ein Segen, das wir gar nicht als solchen wahrgenommen haben.


Der Segen Gottes soll alle Menschen erreichen

17. Februar 2021

Um das konkret werden zu lassen, beruft Gott ein Volk, mit dessen Geschichte er seine Liebe und sein Erbarmen zeigen will.

So steht in Josua 4,24 nachdem sie ein Denkmal für den Auszug aus Ägypten errichtet haben: „Auf dass alle Völker auf Erden die Hand des HERRN erkennen, wie mächtig sie ist, und ihr den HERRN, euren Gott, fürchtet allezeit.“

Auch in Hesekiel 38,16 steht: „Am Ende der Zeit wird das geschehen. Ich will dich aber dazu über mein Land kommen lassen, dass die Völker mich erkennen, wenn ich an dir, Gog, vor ihren Augen zeige, dass ich heilig bin.“

Gott erwählt ein Volk, um sich durch sie und an ihnen zu offenbaren.


Psalm 23,5

16. Februar 2021

Psalm 23,5: Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.

Gebet: Himmlischer Vater, du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du versorgst mich, wenn andere mir das Wasser abgraben wollen. Jesus lädt uns ein zu Tischgemeinschaft. So heißt es in Offenbarung 3,20: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn einer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten und Mahl mit ihm halten und er mit mir“ (Offenbarung 3,20).

In Matthäus 26,26-28 steht: „Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es den Jüngern und sagte: Nehmt und esst; das ist mein Leib. 27 Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, gab ihn den Jüngern und sagte: Trinkt alle daraus; 28 das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“

Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde; ein tiefes Geheimnis der Gemeinschaft mit Jesus.


Kulturelle Grenzen überschreiten

14. Februar 2021

Kornelius betet nicht zu den vielen Schutz-Göttern der Römer, sondern zum Schöpfer-Gott der Juden. Wahrscheinlich war er sich nicht sicher, ob Gott ihm gnädig ist – ihm, dem Nichtjuden, der sich nicht beschneiden ließ und nicht zum Judentum konvertierte, was ihn auch seinen Job gekostet hätte. In einer Gebetszeit, am Nachmittag um drei Uhr, erfährt er eine große Ermutigung, als er von einem Engel erfährt, dass seine Gebete erhört worden sind. Wer Gott von ganzem Herzen sucht, von dem lässt er sich finden.

Kornelius hat ein Problem, er war der Einzige seiner Art. So kommt es, dass Gott ihn mit anderen Gläubigen in Kontakt bringen möchte. Aber das war nicht so einfach. Denn den anderen war durch rabbinische Gesetze der Kontakt mit Nichtjuden verboten. Gott fordert Petrus auf, Grenzen zu überschreiten, und sein Denken zu verändern.

Gott fordert uns manchmal auf, über unsere natürlichen und kulturellen Grenzen in seinem Auftrag einen Schritt zu machen, damit er helfen kann.

Montag, 15. Februar, 14 Uhr, Radio Maria Schweiz

Sendung Spiritualität, Messianisches Judentum mit Hanspeter Obrist

https://www.obrist-impulse.net/kulturelle-grenzen-ueberschreiten


Psalm 23,4

7. Februar 2021

 „Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab, sie trösten mich.“

Gebet: Himmlischer Vater, es ist spannend zu beobachten, dass David im finsteren Tal auf einmal mit dir per du wird.

Es ist ein Geheimnis, dass wir dir, wenn wir uns auf dich einlassen, im Leid näherkommen. Auf einmal erleben wir, wie du uns durchträgst. Wie wir von dir gehalten werden.

Mit dem Stock hältst du die Feinde fern. Du kämpfst für uns. Das tröstet uns. Hilf uns, dass wir sehen, wie du für uns kämpfst.

Wie du im finsteren Tal führst, auch wenn wir den Ausgang noch nicht erkennen können. Hilf, dass wir ganz nah bei dir bleiben, denn du kennst den Weg heraus aus der Situation, wenn alles dunkel erscheint.


Ein Segen für alle

5. Februar 2021

Die zentrale Berufung von Abraham ist: „Durch dich sollen alle Sippen der Erde Segen erlangen.“ 1. Mose 12,3

Diese Bestimmung wird in 1.Mose 18,18 wiederholt: „Abraham soll doch zu einem großen, mächtigen Volk werden, durch ihn sollen alle Völker der Erde Segen erlangen.“

Bei Jakob wird diese Verheißung in 1.Mose 28,14 erneuert: „Durch dich (Jakob) und deine Nachkommen werden alle Sippen der Erde Segen erlangen.“

Das ganz Zentrale ist: Ein Segen für alle.

Wenn wir uns das Leben von Abraham anschauen, ist es spannend zu sehen, dass er während seines Lebens nicht zum Segen für alle Völker wurde. Er lebte als Nomade vor den Toren der damaligen Gesellschaft.

Wenn wir die ganze Nachkommenschaft von Abraham betrachten, dann kommt dieser Anspruch, Segen für alle zu sein, erst wieder bei Jesus vor.

Im hohepriesterlichen Gebet in Johannes 17 betet Jesus: „Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht! Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus.“ (Johannes 17,1-3).

In Jesaja 49,6 stand schon über den Messias: „Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten und die Verschonten Israels heimzuführen. Ich mache dich zum Licht der Nationen; damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht.

 


Psalm 23,3b

3. Februar 2021

Psalm 23,3b: Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu seinem Namen.

Gebet: Himmlischer Vater, wenn ich das Ziel verfehle, für das du mich geschaffen hast, dann bringst du mich wieder zurück auf deinen Weg. Du hilfst uns, damit dein Name verherrlicht wird. Paulus schreibt im Epheserbrief: „Wir sind zum Lob seiner Herrlichkeit bestimmt“ (Epheser 1,12).

In Psalm 31,4 sagt David: „Denn du bist mein Fels und meine Festung; um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten.“

Es ist dein großes Erbarmen über uns, das unser Leben prägt. Himmlischer Vater, wir danken dir dafür, dass wir durch den Tod und die Auferstehung von Jesus die Möglichkeit haben, dich als Hirten in unser Leben einzuladen und zu erfahren.


Abraham – erwählt zum Segen

31. Januar 2021

Das ganz Zentrale ist: Segen für alle. Zuerst betrachten wir die Bestimmung von Abraham: „Erwählt zum Segen“. Segen ist nicht Wohlstand, sondern die Gegenwart Gottes. Im zweiten Teil beantworten wir Fragen, welche uns von der letzten Sendung erreicht haben.

Wer noch Fragen oder Anmerkungen zur letzten Sendung hat, darf sie mir gerne noch als PN  zukommen lassen.

Montag 1. Februar, 14 Uhr, Radio Maria Schweiz

Letzte Sendung:  Der Gott Abrahams

https://www.obrist-impulse.net/abraham-erwaehlt-zum-segen


Gott bewegt

30. Januar 2021

Die Geschichte von Abraham zeigt uns eine tiefe Wahrheit auf. Es geht nicht darum, dass wir Gott bewegen, sondern Gott uns.

In 1. Mose 12,1 steht: „Der HERR sprach zu Abram: Geh fort aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde!“ „Mach dich auf den Weg.“ Also wir hätten sicher gern gewusst, wohin es geht!

In Hebräer 11,8 steht: „Aufgrund des Glaubens gehorchte Abraham  dem Ruf, wegzuziehen in ein Land, das er zum Erbe erhalten sollte; und er zog weg, ohne zu wissen, wohin er kommen würde.“

Das ist auch eine Eigenart Gottes. Er geht mit jedem Menschen einen Weg. Das gilt es auszuhalten.

Wenn wir auf den Gott Abrahams vertrauen, dann sind wir auf einem Weg. Die ersten Christen  bezeichneten sich als Weggemeinschaft (Apostelgeschichte 19,23; 24,14). Im Koran werden die Menschen, die aufrichtig mit Gott unterwegs sind, als die Menschen des geraden Weges bezeichnet (Sure 6,153). Für Juden bedeutet Glauben, nicht über Gott zu philosophieren, sondern sich einen jüdischen Lebensstil anzueignen.

Wir sind also auf einem Weg. Gott nimmt uns mit auf einen Weg. So hat Jesus auch seine Zuhörer eingeladen: „Folget mir nach.“ (Johannes 12,26). Wir müssen nicht alles zuerst richtig verstehen, um mit Gott unterwegs zu sein, sondern uns einfach auf Gott einlassen und täglich bereit sein, von ihm zu lernen, was das Wort „Jünger“ bedeutet.

Spannend ist, dass wir mit unserem Glauben nicht Gott bewegen, sondern er uns bewegen will. Er möchte, dass durch uns Gottes Reich in unserem Umfeld erfahrbar wird.

Auf diesem Weg sind wir nicht vollkommen, aber in Bewegung. Wenn wir an den Gott Abrahams glauben, dann sind wir mit Gott auf einem Weg. Wir wissen, dass er nicht fern ist, sondern bei uns. Bei ihm ist nichts unmöglich – auch nicht, uns als Mensch zu begegnen. Wir können Gott mit nichts beeindrucken, sondern sind von ihm reich beschenkt. Wir wissen, dass Gott uns freundlich  gesinnt ist. Er geht uns nach, ruft  uns und will uns wieder zu sich zurückbringen.

Der Gott Abrahams fasziniert mich. Ich hoffe, dass wir alle uns wieder neu auf ihn einlassen wollen.

Der Gott Abrahams


%d Bloggern gefällt das: