Mit dem ersten Text beginnen

21. Dezember 2011

An unserem Ort lesen wir gemeinsam täglich einen Abschnitt aus der Bibel. Was sind Deine Gedanken zu den Texten?  Zum ersten Text hier klicken.

In zehn Schritten durch die Bibel – Falls Du in kurzer Zeit die Kernaussagen der Bibel entdecken möchtest, ist dieses Bibelstudium genau das Richtige für Dich. – 10 biblische Impulse PDF  (Verbesserungsvorschläge sind erwünscht)   Du bist eingeladen, Deine persönlichen Beobachtungen zu diesen Texten als Kommentar weiterzugeben und andere damit zu ermutigen.  hier klicken


Beten mit dem Kolosserbrief

26. Mai 2020

Dienstag, 26. Mai, 20.15 Uhr, Radio Maria Schweiz

Auf unserer Wanderung von Basel nach Jerusalem haben meine Frau und ich Kolossä selbst besucht. Die Stadt ist nicht weit von Laodizea und Hiërapolis entfernt und eigentlich älter als diese zwei. Heute ist Kolossä ein Acker. Es gibt da keine Ausgrabungen, aber ab und zu liegen Steine herum, die auf eine Besiedelung schließen lassen. Auch sieht man noch an der Hügelform, wo das Theater war. Auf dem Podcast oder auf meiner Webseite ist zu dieser Sendung ein Link zum YouTube Video den wir gemacht haben. https://youtu.be/E3qJNoMdMTg

In der Nähe von Kolossä gab es eine Erdspalte. Daraus könnten Gase entwichen sein. Im Altertum hat man solche Orte aufgesucht, um beduselt von den Gasen Träume oder Visionen zu empfangen. Kolosser 2,18 spricht von Visionen.

Paulus selbst war nie in Kolossä. Epaphras hat die Gemeinde aufgebaut und hat Paulus davon berichtet. So steht in Kapitel 1,7-8: „So habt ihr es von Epaphras, unserm geliebten Mitknecht, gelernt. Er ist an unserer Stelle ein treuer Diener Christi  und er hat uns auch von der Liebe berichtet, die der Geist in euch bewirkt hat.“

Die Sorge des Paulus war, dass die Glaubenden sich von Vision oder anderen irdische Dingen und Lehren faszinieren lassen. Deshalb zeigt Paulus auf, dass in Jesus die Weisheit und Fülle Gottes ist. Jesus verändert auch den Umgang miteinander und als Glaubende haben wir ein Ziel vor Augen: Die Vollendung in Jesus.  

https://www.obrist-impulse.net/beten-mit-dem-kolosserbrief


Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten

24. Mai 2020

Himmelfahrt liegt hinter uns. Pfingsten vor uns. Für die Jünger von Jesus eine Zeit des Wartens. Jesus erscheint nicht mehr und der Heilige Geist ist noch nicht da.

Jeder kennt in seinem Leben Situationen, in denen man Dinge aushalten muss. Da liegen Erfahrungen und Erlebnisse mit Gott hinter uns, doch das Neue ist noch nicht angebrochen. Manchmal können solche Zeiten sehr lang sein.

Wir leben in einer Instant-Gesellschaft. Alles muss sofort her. Doch manche Dinge werden uns nur zugänglich, wenn wir die Geduld aufbringen, darauf zu warten und nicht davon zu laufen.

Es ist eine Zwischenzeit. Das Alte ist vergangen. Nichts wird mehr so sein, wie es war. Das müssen die Jünger verarbeiten.

Eine neue Strategie, wie die Jünger weitergehen sollen, ist nicht vorhanden. Im Gebet werden sie darauf vorbereitet, dass nicht sie Gott bewegen müssen, sondern er durch den Heiligen Geist die ganze Welt bewegt (Apostelgeschichte 17,6).

Die Kunst des Glaubens ist, Gott zu vertrauen, dass sein Weg zu unserem Segen ist. In der totalen Abhängigkeit von ihm erleben eine neue Wirklichkeit.

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Das große Halleluja

13. Mai 2020

Mitten im endgültigen Zusammenbruch von Babel loben die Glaubenden Gott in Offenbarung 19 mit einem viermaligen Halleluja, dem einzigen Halleluja im Neuen Testament.

 

„Halleluja“ bedeutet: „Gelobt sei Gott“. Es ist der Ruf des Sieges, der Dankbarkeit und des Lobpreises. Jetzt kann man es ausrufen: Über allem sei Gott gelobt. Auch in unserem Leben wird einmal der Punkt  kommen, an dem wir Gott preisen und ihm danken – auch für unsere Schwierigkeiten. Eines Tages wird die Macht Gottes, sein Sieg, sichtbar.

 

Ins gewaltige Lob stimmen eine große Schar im Himmel, die vierundzwanzig Ältesten mit den vier Lebewesen und alle Knechte ein, was auch die Menschen auf der Erde mit einschließt.

 

Das Lob, das in der jenseitigen Welt beginnt,  wird auch von der Gemeinde auf Erden aufgenommen. Mitten in allen Wirren  ist das Lob Gottes ein Zeichen des Durchblicks, einer machtvollen Gewissheit, dass durch Gott alles gut wird.

 

Der Himmel nimmt Anteil am Ergehen auf der Erde und ermutigt uns, auf Gott zu sehen. Bei der Wiederkunft von Christus  wird das Staunen über die große Schar, die dem lebendigen Gott die Ehre erweist, nicht aufhören. Denn „Gottes Urteile  sind wahr und gerecht“ (Offenbarung 19,2), er erlöst (Offenbarung 19,1) und seine Offenbarung beginnt (Offenbarung 19,6).

 

Nun vereint sich der Himmel mit der Erde. Das Bild der Hochzeit des Lammes bedeutet, dass die tiefste Sehnsucht der Gemeinde, in unzerstörbarer Liebe mit ihrem Herrn verbunden zu sein, in Erfüllung  geht. Die Gemeinde ist mit dem lebendigen Glauben an die Gerechtigkeit Gottes und der Heiligung (ihren Taten) bekleidet.

 

Johannes ist von diesem Lobpreis so überwältigt, dass es ihn nicht mehr auf den Füßen hält. Er will nicht mehr Zuschauer bleiben. Er muss jetzt anbeten. Doch kein anderes Wesen soll angebetet werden als nur Gott allein. Die Verherrlichung von Jesus bewirkt der Heilige Geist.

 

Nun beginnt der Triumph Gottes. Im alten Rom zog der siegreiche Feldherr bei seinem Triumphzug auf einem weißen Pferd durch die Stadt, gefolgt von seinen Truppen, umjubelt vom Volk. Der wiederkommende Jesus ist der König der Könige. Er trägt nicht mehr die Dornenkrone, sondern die Siegeskrone. Seine Worte trennen und lösen (Bild vom Schwert). Sie haben Vollmacht und Kraft. Doch Jesus kommt nicht allein. Er ist umgeben von einem himmlischen Heer (Offenbarung 19,14). In Matthäus 24,30 steht: „Danach wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen; dann werden alle Völker der Erde wehklagen und man wird den Menschensohn auf den Wolken des Himmels kommen sehen, mit großer Kraft und Herrlichkeit.“

 

Sein sichtbares Kommen leitet eine neue Epoche  ein. Vieles muss jetzt klargestellt  und ins rechte Licht gerückt werden. Jesus entwirrt Recht und Unrecht, Wahrheit und Lüge. Er richtet mit Gerechtigkeit und führt Krieg gegen alle, die ihn weiterhin bekämpfen.

 

Er ist das leibhaftige Wort Gottes, welches Fleisch geworden ist (Johannes 1,14). Er ist in die aufopfernden Liebe am Kreuz gekleidet. Er ist das Zeichen der Versöhnung und das Geheimnis der göttlichen Liebe und rettet die verlorene Menschheit. Als Richter hat er selbst die Vergehen der Menschen getragen, die auf ihn vertraut haben. Als König der Könige besitzt er die höchste Autorität  und Macht. Diese hat er sich nicht selbst genommen; sie wird ihm von allen gegeben.

 

Anstatt dass die verführten und getäuschten Menschen bei der sichtbaren Erscheinung von Jesus Buße tun und umkehren, sammeln sie sich zum Krieg  (Offenbarung 19,19). Grauenvoll sind die Konsequenzen. Ein großes Blutvergießen findet statt (Offenbarung 19,17-18).

 

Die Frage ist, ob Offenbarung 14,20  (Blut, 300 km, 1,3 m hoch), Offenbarung 16,16  (Ausgangspunkt Harmagedon) und Offenbarung 17,14  (Krieg mit dem Lamm) und diese Stelle (Offenbarung 19,17-18) das gleiche Ereignis beschreiben und mit der verblendeten Auflehnung der Menschen gegen Gott und Jesus zu tun haben.

 

Das Tier und der falsche Prophet werden entlarvt  und verwahrt. Die Auflehnung gegen Gott endet im Fiasko.  Die Wahrheit besiegt die Lüge. Der Illusionierte findet ein Ende durch die Wahrheit aus dem göttlichen Mund.

 

Der glorreiche Sieg durch Jesus gibt allen Kraft, die in schwersten Verfolgungszeiten ausharren müssen, weil klar ist, wer am Ende siegt.

 

Ein großes Halleluja für Jesus.

 

https://www.obrist-impulse.net/das-grosse-halleluja


Babylon und ihr Fall

10. Mai 2020

Der Begriff Babylon steht in Offenbarung 17 und 18 für ein System, in dem der Mensch Gott sein will, Gott vorschreibt wie er zu sein hat oder ihn ignoriert  – wie beim Turmbau zu Babylon (1.Mose 11).

Die Leute von Babylon wollten die Anweisungen Gottes „füllt die Erde“ (1.Mose 1,28 / 1.Mose 9,1) nicht umsetzen. Sie bauten einen Turm, „damit wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen.“ (1.Mose 11,4). Der Mensch will unabhängig von Gott leben: „Jetzt wird ihnen nichts mehr unerreichbar sein, wenn sie es sich zu tun vornehmen“ (1.Mose 11,6).

Babylon ist überall und wird sich gleichzeitig real manifestieren, damit Gottes Gericht sichtbar wird (Offenbarung 17,1+15). Wir suchen Babylon oft bei den anderen. Doch ideell ist Babylon mitten unter uns.

Wir müssen nicht fragen: „Wer ist Babylon?“, sondern: „Was ist Babylon?“

Babylon ist in der Wüste (Offenbarung 17,3). Das System, das ohne Gott auskommen will, hat kein Leben in sich.

Babylon ist die Mutter der Huren (Offenbarung 17,5). Ihr Kennzeichen ist Untreue – im Gegensatz zu den Treuen des Lammes in Offenbarung 17,14. Babylon hält keinen Bund  und lässt sich auf fremde Götter ein. Ihr Glaube ist ein Patchwork-Glaube. Babylon verführt die Menschen zur Abkehr von Gott.

Babylon freut sich am Tod der Gottesfürchtigen (Offenbarung 17,6). Nur die, die mit Gott verbunden sind, lassen sich nicht blenden und vertrauen auf den Sieg des Lammes (Offenbarung 17,8+14).

Babylon bedient sich der diversen Herrschaftssysteme und wird von ihnen getragen. Es ist eine Staatsreligion. Das System, das zerstört wurde, ersteht wieder (Offenbarung 17,8).

Sieben grundsätzliche Reiche prägen das biblische Weltbild (Offenbarung 17,9-10). Fünf sind gefallen, eines ist noch da. Das war zur Zeit des Johannes das römische Reich. Vorbei waren die Zeiten der Ägypter, der Assyrer, der Babylonier, der Perser und der Griechen. In Daniel 7,4-7 werden in einem Standbild Babel, Persien, das griechische und das römische Reich erwähnt. Das siebte Reich hat keinen Bestand. Ist es ein Bild für die moderne westliche Demokratie?

Der achte König (Offenbarung 17,11) ist ein Bild für die Wiedererstehung eines vergangenen Reiches (vielleicht Persien, siehe Jesaja 13,17-20, oder Rom nach Daniel 9,26).

Ein Bund aus zehn Mächten wird entstehen, welche gegen das Lamm (Jesus und seine Leute) kämpfen (Offenbarung 17,12-14).

Spannend ist in Offenbarung 17,16, dass die Hure, welche sich der verschiedenen Herrschaftssysteme bedient, von allen gehasst wird. In der Bibel wird Israel oft als Hure bezeichnet, weil die Juden sich von Gott abgewandt und auf andere Götter eingelassen haben.

So steht in Jesaja 1,21: „Ach, wie ist zur Hure  geworden die treue Stadt.“ In Hesekiel 16,31 heißt es: „Du hast dir an jeder Straßenecke deinen Sockel gebaut und auf jedem freien Platz deine Kulthöhe errichtet. Du warst keine gewöhnliche Hure; denn du hast es verschmäht, dich bezahlen zu lassen.“ In Hesekiel 23,4-5 sagt Gott: „Ohola meint Samaria, Oholiba Jerusalem. Ohola hurte, obwohl sie mein war. Sie hatte Verlangen nach ihren Liebhabern, nach Assur …“ Und in Hesekiel 23,30 wird Israel prophezeit: „Das tut man dir an, weil du den Völkern nachgehurt und dich mit ihren Götzen unrein gemacht hast.“

Im jüdischen Talmud finden wir die „babylonische Umkehrung“: „Der ewige König, gepriesen sei er, ist nicht so, denn er befolgt alles, was der Sanhedrin (jüdischer Gelehrtenkreis) beschließt“ (Buch Midrash, Tehillim 4).

Offenbarung 17,16-18 könnte auch auf den Holocaust  hinweisen. Andere sehen darin den Untergang   der verweltlichten Kirche. Denn der Geist Babylons wird auch sichtbar in den Kirchen, in der die Verdrehung geduldet wird.

Wer nicht zu den Treuen des Lammes gehört (Offenbarung 17,14), verstrickt sich im untreuen System Babylons, in dem man alles Göttliche umkehrt. Das gilt für alle Menschen.

Offenbarung 18 lässt uns auch wieder an ein reales Babylon denken, das untergehen wird. Diese Stadt bringt die Weltwirtschaft  zum Blühen. Sie liegt am Meer und in der Wüste.  Innerhalb einer Stunde wird sie zerstört werden und die ganze Weltwirtschaft bricht zusammen. Nicht einmal Gold wird etwas wert sein (Offenbarung 18,11-12). Welche Stadt das sein wird, ist noch offen.

Die Beschreibung der geplanten Stadt Neom an der saudisch-jordanischen Grenze kommt dem Bild von Babylon schon sehr nahe. Es soll die zukunftsweisendste Stadt der Welt werden. Sie soll als internationale Drehscheibe fungieren und eine Sonderwirtschaftszone sein, zugleich aber auch eine Attraktion für Touristen und Heimat für Medienunternehmen werden. „Es wird die erste kapitalistische Stadt der Welt sein“, sagte der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman. Salman selbst sieht für die geplante Eröffnung der Stadt das Jahr 2025. Im Werbevideo für Neom heißt es: „Hier schaffen wir gemeinsam die nächste Stufe menschlichen Fortschritts.“ Der Kommunikationsminister für kulturelles Erbe in Neom, Abdulasis Alsanusi, kündigt an: „Neom ist der Ort, an dem die Menschheit wieder zusammenfinden wird.“ Erinnert uns das nicht an den Turmbau zu Babylon?

https://www.obrist-impulse.net/babylon-und-ihr-fall/


Bibelwoche auf Radio Maria mit Hanspeter Obrist

6. Mai 2020
Heute Abend 19 Uhr, Die Ehebrecherin, Johannes 8,2-11,
In der Begegnung mit der Ehebrecherin definiert Jesus den Umgang mit dem biblischen Gesetz. Er lädt zur Neuausrichtung ein.
Man kann sich aktiv miteinbringen.
Zum Nachhören auf:

Der Mensch verharrt in seiner Auflehnung gegen Gott (Offenbarung 15-16)

1. Mai 2020

In Offenbarung 14 wird beschrieben, dass nun die Zeit der Wahrheit (Ernte) gekommen ist. In Offenbarung 16 werden die einzelnen Ereignisse beschrieben. Die letzten Gerichte (Weckrufe, Plagen) werden in Offenbarung 15 und 16 als gerecht  beurteilt.

Die Menschen ernten, was sie gesät haben. Das Gericht ist die Folge  davon, dass die Menschen statt  des himmlischen Vaters und seines Sohnes  das Tier und sein Bild gewählt  haben. Sie haben nicht Gottes Namen, sondern die Zahl des Tieres angenommen. In Offenbarung 13,8 steht: Alle Bewohner der Erde fallen nieder vor ihm (Tier): alle, deren Name nicht seit der Erschaffung der Welt geschrieben steht im Lebensbuch des Lammes.“

Wer von Gott davonläuft, erfährt den Wind Gottes, der uns zu Gott ziehen will, als Gegenwind. Wer jedoch umkehrt, erfährt den „Zorn Gottes“ als liebende und tragende Kraft.

Die Beschreibung der begrenzten Plagen (goldene Schalen), das „Lied von Mose“ (2.Mose 15) und die wachsame „Bereitschaft in Kleidern“ (Offenbarung 16,15) erinnern an den Auszug aus Ägypten. Auch da umfassten die Plagen Geschwüre, Blut, Frösche, Donner, Hagel und Finsternis.

Mitten in all den Plagen bleibt die Hoffnung, dass die Menschen umkehren und sich aus ihren Gebundenheiten erlösen lassen. Nüchtern stellt Offenbarung 16,9 fest: „Sie bekehrten sich nicht dazu, ihm die Ehre zu geben.“ Und in Vers 11 steht: „Sie ließen nicht ab von ihrem Treiben.“

Anders die Menschen, welche sich für den Schöpfergott  und seinen König entschieden  haben: Sie singen Gottes Lobpreis  (Offenbarung 15,3-4).

Durch den Lobpreis öffnet sich der Tempel im Himmel (Offenbarung 15,5) und Gottes Macht wird sichtbar. Gott hält sich nicht mehr schweigend zurück. Sieben priesterliche Engel werden beauftragt, den Menschen ihre Grenzen vor Augen zu malen.

 Geschwüre (neue, nicht behandelbare Krankheiten) treffen die Menschen, die sich dem Tier verschrieben haben. Wenn das Ökosystem der Meere kippt, sterben die Lebewesen im Meer. Das rote Quellwasser (ev. Algen) scheint noch trinkbar, führt aber vor Augen, wie blutrünstig die Menschheit ist. Durch Offenbarung 16,7 werden die Gebete von Offenbarung 6,10 beantwortet. Eine Stimme bestätigt: „Wahr und gerecht sind deine Gerichtsurteile.“  Die vermehrte Sonnenaktivität zeigt den Menschen auf, dass sie das Klima nicht selbst bestimmen können. Eine lokale Finsternis im Reich des Tieres (Offenbarung 16,10), konfrontiert die Menschen mit ihrer Begrenzung. Sie tritt, wie beim Auszug von Ägypten (2.Mose 10,23), nicht bei den Glaubenden aus Offenbarung 14,12  auf. Lieber beißen sich die Menschen auf die Zunge, statt  ihre Zunge für die Bitte um Vergebung zu gebrauchen. Als dann der Regen ausbleibt, werden die an den Schöpfergott glaubenden Juden dafür verantwortlich  gemacht und man zieht gegen sie in den Krieg (Offenbarung 16,14). Doch Gott greift übernatürlich ein.

Die Völker werden bei Harmagedon gesammelt und erleben Gottes Eingreifen durch Blitze, Erdbeben und Hagel. Harmagedon bedeutet „Berg bei Megiddo“. Er ist das Menashe-Plateau zwischen dem Berg Karmel und einem Ausläufer des samarischen Gebirges. Nördlich davon befindet sich die Jesreel-Ebene, die südlich von Nazareth liegt und ins Jordantal mündet (vgl. Offenbarung 14,20). Das Tal bei Megiddo ist der Flaschenhals der antiken Nord-Süd Verbindung. Der Krieg kommt von Norden (Syrien). An der Gebirgskette stauen sich die Völker.

 Je stärker Gott eingreift, desto mehr zeigt sich der tiefsitzende Hass der Menschen gegenüber Gott. Statt zu Einsicht und Umkehr zu kommen, verharrt der Mensch in seiner Auflehnung gegen Gott, lästert über ihn und weigert sich, seine Macht zu anerkennen und ihm die Ehre zu geben.

Jesus sagt in Lukas 21,25-28: „Es werden Zeichen  sichtbar werden an Sonne, Mond  und Sternen und auf der Erde werden die Völker bestürzt  und ratlos sein … Die Menschen werden vor Angst vergehen … Wenn dies beginnt, dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung  ist nahe.“

Wo liegen die Unterschiede zwischen dem Feldzug in Hesekiel 38-39 und den Ereignissen von Harmagedon? Bei Hesekiel sind es Verbündete (kein arabischer Staat), die gegen Israel in den Krieg ziehen, in Offenbarung 16 alle Nationen. Im Feldzug bei Hesekiel geht es um Beute, in der Offenbarung um die Vernichtung von Gottes Volk. Die Niederlage geschieht bei Hesekiel in den Bergen Israels, in der Offenbarung zieht sich die Spur von Gottes Gericht von der Jesreel-Ebene bis nach Edom. Der Krieg im Buch Hesekiel führt Israel zum Glauben an Gott. In der Offenbarung ist es ein Krieg zwischen den Anbetern des Antichristen  und den Heiligen, welche an den Geboten Gottes und an der Treue zu Jesus festhalten (Offenbarung 14,12). Sie singen das Lied  des  Mose und des Lammes. In Offenbarung 16,20  wird sich Jerusalem geologisch verändern, wie es auch in Sacharja 14,4  verheißen wird.

Alles, was die Menschheit aufgebaut hat, wird vor ihren Augen zerfallen. Dennoch werden die Menschen immer noch darauf beharren, dass sie ihr Schicksal selbst bestimmen und dass sie Gott nicht brauchen.

Mehr Informationen: https://www.obrist-impulse.net/der-mensch-verharrt-in-seiner-auflehnung-gegen-gott

 


Beten mit Jesaja 1

15. April 2020

Jesaja 1  ist ein sehr herausfordernder Text. Er spricht darüber, wie Menschen mit Gott umgehen, was Gott wichtig ist und wie Gott gerne vergibt.

Vielleicht möchte Gott uns dadurch, dass alle feierlichen Gottesdienste ausgefallen sind, sagen, dass es nicht um feierliche Anlässe geht, sondern um ihn selbst.

Hören wir hinein in Jesaja 1

Jesaja 1,2 Hört, ihr Himmel, horch auf, Erde! Denn der HERR hat gesprochen: Ich habe Söhne großgezogen und emporgebracht, doch sie sind mir abtrünnig geworden. 3 Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn; Israel aber hat keine Erkenntnis, mein Volk hat keine Einsicht. 4 Wehe der sündigen Nation, dem schuldbeladenen Volk, der Brut von Übeltätern, den Söhnen, die Verderben bringen! Sie haben den HERRN verlassen, den Heiligen Israels verschmäht und ihm den Rücken zugekehrt.

 

Himmlischer Vater, diese Worte bewegen mich: Ich habe euch großgezogen, doch sie sind mir abtrünnig geworden. Dem HERRN haben sie den Rücken zugekehrt. Ja es ist wahr, du hast uns reich beschenkt, und wie oft wenden wir uns anderen Dingen zu. Uns als Gesellschaft geht es so gut. Wir haben alles. Wir haben auch Bibeln, so viele wir wollen, doch Gott spielt in unserer Gesellschaft kaum noch eine Rolle. Viele wissen nicht einmal mehr, was wir an den Feiertagen eigentlich feiern. Viele haben dir den Rücken zugekehrt. Sie sagen ganz offen und frei, dass der Glaube in ihrem Leben keine oder eine ganz untergeordnete Rolle spielt. Über dich spricht man nur, wenn man einen Schuldigen dafür sucht, weshalb die eigenen Wünsche und Vorstellungen nicht Wirklichkeit werden. Es trifft uns, wie wir dich als Geber und Erhalter unseres Lebens ignoriert und verdrängt haben. Vergib uns und hilf uns, dich wieder wahrzunehmen. Hilf uns, zu realisieren, dass wir von dir abhängig sind. Dass wir dich brauchen und dass wir, wenn wir uns von dir abwenden, das verlieren, was wir zum Leben brauchen. Der Coronavirus verhindert, dass Sauerstoff ins Blut kommt. Ebenso verhindert Gottlosigkeit, dass dein Geist uns prägen und leiten kann. In beiden Fällen wird das Leben verhindert. Wir kommen deshalb zu dir und bitten dich: Erbarm dich über uns und unsere Gesellschaft.

 

Jesaja 1,12 Wenn ihr kommt, um vor meinem Angesicht zu erscheinen – wer hat von euch verlangt, dass ihr meine Vorhöfe zertrampelt? 13 Bringt mir nicht länger nutzlose Gaben, Räucheropfer, die mir ein Gräuel sind! Neumond und Sabbat, das Ausrufen von Festversammlungen, ich ertrage nicht Frevel und Feier. 14 Eure Neumonde und Feste sind mir in der Seele verhasst, sie sind mir zur Last geworden, ich bin es müde, sie zu ertragen. 15 Wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Wenn ihr auch noch so viel betet, ich höre es nicht. Eure Hände sind voller Blut. 16 Wascht euch, reinigt euch! Schafft mir eure bösen Taten aus den Augen! Hört auf, Böses zu tun! 17 Lernt, Gutes zu tun! Sucht das Recht! Schreitet ein gegen den Unterdrücker! Verschafft den Waisen Recht, streitet für die Witwen!

 

Himmlischer Vater, du zeigst uns auf, dass wir nicht nur einfach ein Wunder von dir erwarten können, sondern auch uns selbst in die Pflicht nehmen müssen. Dir sind festliche Feiern eine Last und du bist es müde, sie zu ertragen, wenn es nur äußerliche Feiern sind, aber wir uns nicht so verhalten wollen, wie du es in der Bibel gesagt hast. Nicht Zeremonien beeindrucken dich, sondern Menschen, die sich bewusst auf dich einlassen wollen. Die dich suchen und nicht ein Ritual. Dir geht es nicht um perfekte Gebete, sondern um ein Herz, das die innersten Gedanken mit dir teilt. Du sehnst dich danach, dass wir nicht nur dich anrufen, sondern auch auf dich hören. Dass wir uns von deinem Geist leiten lassen, wie wir einem anderen Menschen helfen, ihn ermutigen oder stützen können. Hilf uns, in dieser ungewöhnlichen Zeit auf dich zu hören. Wir sind alle in unsere vier Wände zurückgeworfen. Es ist wie eine Klausur. Eine Zeit der Einkehr, der Stille und des Gebets. Wir bitten dich: Begegne uns. Lass uns dich in der Bibel entdecken. Schenke uns einen neuen Blick für deine Wirklichkeit und wie du uns Tag für Tag trägst.

 

Jesaja 1,18 Kommt doch, wir wollen miteinander rechten, spricht der HERR. Sind eure Sünden wie Scharlach, weiß wie Schnee werden sie. Sind sie rot wie Purpur, wie Wolle werden sie. 19 Wenn ihr willig seid und hört, werdet ihr das Beste des Landes essen. 20 Wenn ihr euch aber weigert und auflehnt, werdet ihr vom Schwert gefressen. Ja, der Mund des HERRN hat gesprochen.

 

Himmlischer Vater, wir möchten, dass unsere Sünden vergeben werden und wir wieder rein wie Schnee sind. Wir bekennen dir unsere Schuld. Wie schnell kehren wir dir den Rücken zu, wie schnell ignorieren wir deine Anweisungen, wie schnell verfehlen wir das Ziel, zu dem du uns geschaffen und begabt hast. Sünde heißt Zielverfehlung. Doch wir wollen wieder dein Ziel für unser Leben vor Augen haben und uns darauf ausrichten. Wir wollen auf den Heiligen Geist hören, der uns wie ein GPS immer wieder neu auf das Ziel ausrichtet, wenn wir vom göttlichen Weg abgekommen sind. Heiliger Geist, zeige uns die nächsten Schritte. Öffne uns das innere Ohr, damit wir dich verstehen. Danke, Jesus, dass du stellvertretend für uns am Kreuz gestorben bist. Und danke, Vater, dass du Jesus auferweckt hast und uns damit aufgezeigt hast, dass wir in Jesus Anteil am ewigen Leben haben können.

https://www.obrist-impulse.net/beten-mit-jesaja-1-und-psalm-13-und-matthaeus-28


Die Frau und der Drache auf Offenbarung 12

8. April 2020

Johannes sagt, dass die Bilder in Offenbarung 12  Zeichen sind (Offenbarung 12,1 und 3). Es sind nicht wirkliche Gestalten, sondern Bilder, die etwas aufzeigen sollen.

Wer ist diese Frau, die einen Sohn bekommt und in die Wüste flüchten und dann von der Erde vor dem Untergang gerettet werden muss?

Der Engel Michael, der hier kämpft (Offenbarung 12,7), ist der Engel für das jüdische Volk (Daniel 12,1). Die Frau hat auch nicht nur einen Sohn, sondern viele Nachkommen (Offenbarung 12,17).

Der Sohn, der mit eisernem Zepter regiert, ist ein Bild für den Messias (Psalm 2,9). Die Auffahrt zum Thron Gottes geschah bei der Himmelfahrt von Jesus. Stephanus bezeugt: „Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen“ (Apostelgeschichte 7,56).

Die Frau repräsentiert hier also mehr als nur Maria, die Mutter von Jesus. Sie steht für das jüdische Volk, von dem der Erlöser – der Messias – kommt.

Der Drache ist der Teufel, der die Menschen wie bei Hiob vor Gott verklagt (Hiob 1,9-11). Er hat bei seiner Rebellion gegen Gott ein Drittel der Engel mitgerissen (Offenbarung 12,4.9 / vgl. auch Jesaja 14,12-13). Im endzeitlichen Kampf will der Teufel verhindern, dass Gott seine Versprechungen einhalten kann. Doch immer wird es eine Anzahl von Menschen geben, die sich nicht vom Teufel mitreißen lassen und sich nicht gegen Gott auflehnen. Der Drache verliert die Schlacht. Nachdem er den Messias nicht verschlingen konnte, kämpft er nun gegen alle Menschen, die ihr Leben Jesus anvertrauen.

Der Teufel wird besiegt, indem man sich auf das Blut von Jesus (sein stellvertretendes Sterben) beruft, zu Gott steht und durch Todesdrohungen nicht mehr erpressbar ist (Offenbarung 12,11).

 Das jüdische Volk wird für dreieinhalb Jahre in die Wüste geschickt. Das ist ein Bild für den Exodus, in dem das jüdische Volk in der Wüste Gott begegnete. In der Wüste ist man abgeschnitten von internationalen Kontakten. Hilfe kommt nur noch allein von Gott. Als ein vernichtender Schlag ausgeführt wird, hilft Gott durch Naturgewalten (er öffnet die Erde, siehe Offenbarung 12,16), so dass das Volk nicht untergeht. Das erinnert an die Ausführungen in Hesekiel 38,20. Auch Daniel 7 spricht davon, dass das jüdische Volk für dreieinhalb Jahre allein dasteht (Daniel 7,25).

Der Frau von Offenbarung 12 wird in Offenbarung 17 eine andere Frau gegenübergestellt, die alles Widergöttliche verkörpert (Offenbarung 17,18 ).

Das Geheimnis des Tieres mit den sieben Köpfen und zehn Hörnern wird in Offenbarung 17 enthüllt: „Die sieben Köpfe bedeuten sieben Berge (Machtzentren), auf denen die Frau sitzt. Sie bedeuten auch sieben Könige“ (Offenbarung 17,9). „Die zehn Hörner, die du gesehen hast, bedeuten zehn Könige, die noch nicht zur Herrschaft gekommen sind; sie werden aber königliche Macht für eine einzige Stunde erhalten, zusammen mit dem Tier“ (Offenbarung 17,12).

Der Hinauswurf aus dem Himmel ist noch nicht das Ende des Teufels, sondern eine Veränderung der Strategie – er wird vom heimlichen Ankläger zum offenen Gegner.

Zuerst verlor der Teufel durch Rebellion seine ursprüngliche Stellung (Hesekiel 28,16), dann wird sein Gericht angekündigt (1.Mose 3,15). Durch das Kreuz kommt es zur Wende – nicht Jesus wird vernichtet, sondern der Teufel verliert seine Anrechte (Johannes 12,31). Dann wird er auf die Erde geworfen (Offenbarung 12,13). In Offenbarung 20,2 wird er für 1000 Jahre gebunden und am Ende in alle Ewigkeit verbannt werden (Offenbarung 20,10).

Interessant ist auch die Formulierung, dass der Krieg sich am Schluss gegen die wendet, welche „die Gebote Gottes bewahren und an dem Zeugnis für Jesus festhalten“ (Offenbarung 12,17). Messianische Juden halten die Gebote Gottes und halten am Zeugnis für Jesus fest.

Mehr Informationen unter https://www.obrist-impulse.net/die-frau-und-der-drache


Gott sucht Anbeter

3. April 2020

Gott sucht Anbeter und befähigt seine Zeugen, standhaft zu bleiben, weil sie um die Auferstehung und Königsherrschaft Jesu wissen.

Johannes bekommt in Offenbarung 11 den Auftrag, zu zählen, wer im Tempel Gottes anbetet. Den Hof außerhalb des Tempels, soll er nicht messen. Könnte das ein Bild für die Menschen sein, die von der Gegenwart Gottes leben und denen, die Mitläufer sind und die nicht die Sehnsucht nach der Gemeinschaft mit Gott in sich tragen? Da sie die Stadt zertreten, werden sie durch die Zeugen aufgefordert, einzutreten. Sie profitieren zwar von der Frömmigkeit, doch sie sind noch nicht zur Anbetung Gottes (Offenbarung 11,1) durchgedrungen.

Durch die zwei Zeugen erfolgt ein letzter klarer Ruf zur Umkehr und zur Anbetung Gottes. Wer diese Zeugen genau sind, hat zu vielen Spekulationen geführt. Sie stehen als von Gott Gesalbte (Sacharja 4,14) in einem prophetischen Dienst und nennen die Dinge beim Namen, so wie Mose und Jesus. Sie treten im Bußgewand auf (Offenbarung 11,3). Das bedeutet, dass sie werbend zur Umkehr zu Gott aufrufen. Sie scheinen jedoch wenig Erfolg zu haben. Als ihr Auftrag erfüllt ist, werden sie umgebracht.

Leid und Tod sind manchmal das Siegel der Echtheit der Verkündigung. Weil die Zeugen um die Auferstehung der Toten wissen, lassen sie sich auch vom Tod nicht abschrecken und stehen unerschrocken für Gott ein.

Wie zuvor die Gerichte erinnern auch die beiden Zeugen an den Auszug aus Ägypten, bei dem Mose und Aaron als Zeugen Gottes vor den Pharao traten um das Volk zum Dienst für Gott freisetzten.

Die Leute, die sich eben noch über den Tod der beiden Zeugen freuten und einander Geschenke zusandten, werden bekennen, dass Gott die Ehre gebührt (Offenbarung 11,13). Im Gegensatz zur Auferstehung Jesu wird die Auferstehung der zwei Zeugen eindeutig und ein offensichtliches Handeln Gottes sein.

Es steht hier aber auch nichts über Busse oder Umkehr. Hier liegt der Unterschied zum Auferstehungsgeschehen am Ostermorgen: Die Auferstehung Jesu lädt zum Glauben ein; die verpasste Chance zur Umkehr findet durch die zwei Zeugen einen Abschluss. Sie führt zur Erkenntnis, wer wirklich die Macht hat. Gott und Christus werden herrschen in alle Ewigkeit (Offenbarung 11,15).

mehr Informationen unter   https://www.obrist-impulse.net/gott-sucht-anbeter


Beten mit der Bibel

2. April 2020

Gott sagt zum König Salomo in 2.Chronik 7,13-14: „Wenn ich den Himmel verschließe und kein Regen fällt oder wenn ich der Heuschrecke gebiete, das Land kahl zu fressen, wenn ich die Pest in mein Volk sende und mein Volk, über das mein Name ausgerufen ist, sich demütigt und betet, mich sucht und von seinen schlechten Wegen umkehrt, dann höre ich es im Himmel. Ich verzeihe seine Sünde und bringe seinem Land Heilung.“

Gebet: Himmlischer Vater, du hast drei Dinge angekündigt, die passieren werden, wenn die Menschen dich ignorieren. Du ziehst deine lebenserhaltende Hand zurück. So fehlt uns die Lebensgrundlage. Das Wasser steht für alles, was es braucht, damit etwas wachsen kann. Dann zerfällt das, was wir uns aufgebaut haben. Die Heuschrecke frisst die Ernte ab. Und indem uns neue Krankheiten erreichen, zeigst du uns, dass bisher jeder Tag ein Geschenk von dir war. Angesichts von Krankheiten merken wir, dass wir nichts wirklich in der Hand haben. Genau das passiert jetzt mit dem Virus, der durch unsere Länder zieht.

Doch du sprichst auch davon, dass du wieder Heilung schenkst, wenn die Menschen sich an dich wenden. Du sprichst von einem Volk. Es geht also nicht darum, das Einzelne beten, sondern dass viele dich suchen.

Demütigen heißt: Wir bekennen, dass wir es selbst nicht schaffen. Davon sind wir noch weit entfernt. Unsere Parolen lauten: „Wir schaffen das.“ Vergib uns unseren Stolz.

Wir bitten dich, dass unser Volk das Gebet wiederentdeckt. Gebet heißt, unser Herz vor dir auszuschütten, wie es David in Psalm 62,9 sagt: „Vertraut ihm, Volk, zu jeder Zeit! Schüttet euer Herz vor ihm aus! Denn Gott ist unsere Zuflucht.“

Suchen heißt, dranzubleiben. Nicht einfach ein schnelles Gebet zu sprechen, wenn Not am Mann ist, sondern sich immer wieder Zeit für dich zu nehmen.

Umkehren bedeutet, sich neu wieder auf Gott auszurichten, so wie es David in Psalm 25,15 sagt: „Meine Augen schauen stets auf den HERRN; denn er befreit meine Füße aus dem Netz.“

Du versprichst Heilung. Entweder Heilung von der Krankheit oder Heilung der Beziehung zu dir, damit wir eine Krankheit mit deiner Kraft und im Frieden mit dir ertragen können. Denn in deine Hände geben wir unser Leben. Danke, dass du jetzt bei jedem Einzelnen bist.

https://www.obrist-impulse.net/beten-mit-psalm-77-und-46

 

 


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