Mit dem ersten Text beginnen

21. Dezember 2011

An unserem Ort lesen wir gemeinsam täglich einen Abschnitt aus der Bibel. Was sind Deine Gedanken zu den Texten?  Zum ersten Text hier klicken.

In zehn Schritten durch die Bibel – Falls Du in kurzer Zeit die Kernaussagen der Bibel entdecken möchtest, ist dieses Bibelstudium genau das Richtige für Dich. – 10 biblische Impulse PDF  (Verbesserungsvorschläge sind erwünscht)   Du bist eingeladen, Deine persönlichen Beobachtungen zu diesen Texten als Kommentar weiterzugeben und andere damit zu ermutigen.  hier klicken

Werbeanzeigen

Keine Macht kann Gott daran hindern, seine Pläne auszuführen

4. Oktober 2019

Jesus ist unterwegs auf dem Weg nach Jerusalem (Lukas 13,22). Als er sich im Gebiet von Herodes Antipas befindet, wird er vor ihm gewarnt (Lukas 13,31-35). Herodes Antipas hat bereits Johannes den Täufer ermorden lassen (Lukas 9,9). Dass Jesus Herodes als „Fuchs“ bezeichnet, lässt erahnen, dass die Sorge der Pharisäer nicht echt ist, sondern sie Instrumente in der Hand von Herodes sind, was Jesus ihnen mit seiner Grußbotschaft an Herodes vor Augen führen will. Anstatt sich selbst wegschicken zu lassen, sendet er die Pharisäer zurück zu Herodes.

Jesus heilt und ist dennoch nicht willkommen. Doch das irritiert Jesus nicht. Er gibt klar zu verstehen, dass alles seine Zeit hat und keine Macht der Welt Gottes Plan behindert. Er wird nicht auf dem Land, sondern in Jerusalem sterben.

Gleichzeitig wird auch offenbar, dass Jesus die Menschen sammeln will, sie ihm aber nicht folgen wollen. Niemand wird bei Gott zu etwas gezwungen, auch nicht zu seinem eigenen Glück. Die Folge der Ablehnung ist: Gott zieht sich zurück. Das hat zum Exil des jüdischen Volkes geführt.

Doch Jesus schaut bereits auf den Tag, an dem ihn sein Volk nicht mehr ablehnen, sondern empfangen wird. Auch wenn Jesus in der Zwischenzeit nicht sichtbar ist, gibt uns dieses Ziel Kraft, den Widerstand auszuhalten. Ganz nah bei Jesus sind wir in allem Tumult dieser Welt geborgen wie Küken unter den Flügeln der Henne. Jesus vertraute seinem himmlischen Vater, dass alles seine Zeit hat und er sein Ziel erreichen wird.


Rettet Jesus Gutmenschen?

13. September 2019
Frage: Ich habe Ihren Artikel „Gescheitert und ausgeschlossen“ über Lukas 13,22-30 gelesen. Ich habe immer noch die Hoffnung für „Gutmenschen“, dass Gott ihnen gnädig ist. Spricht nicht Jesus davon in Matthäus 25, 34-40?
 
In Matthäus 25 geht es um die Menschen, die nichts von Jesus gewusst haben. So sagen sie in Vers 38 „wann haben wir dich fremd gesehen und aufgenommen oder nackt und dir Kleidung gegeben?“
 
Auch Paulus schreibt, dass die Menschen die nichts von Gott gewusst haben, aufgrund ihrer Reaktion beurteilt werden.
 
Römer 2,1 „Darum bist du unentschuldbar – wer du auch bist, o Mensch – , wenn du richtest. Denn worin du den andern richtest, darin verurteilst du dich selbst, weil du, der Richtende, dasselbe tust.“
 
Ein Mensch ist nie getrennt von Gott, weil er etwas nicht wusste, sondern aufgrund dessen, wie er auf das reagierte , was er wusste.
 
Wer Gott von tiefstem Herzen sucht, der wird ihn finden. Sobald so ein Mensch etwas von Jesus erfährt, wird er ihn aufnehmen. Auf jeden Fall wird er nicht eine Möglichkeit suchen ohne Jesus vor Gott zu bestehen.
 

Gescheitert und ausgeschlossen

12. September 2019
Eine aufschreckende Geschichte wird uns in Lukas 13,22-30 erzählt. Einer fragt Jesus: Herr sind es nur wenige, die gerettet werden? Insgeheim hofft er vielleicht auf die Antwort: Mach dir keine Sorge, Gott drückt ein Auge zu und nimmt alle an. Doch Jesus sagt: Viele versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen.
 
Warum sind sie gescheitert? Jesus kennt sie nicht. Sie haben zwar am Mahl teilgenommen und Predigten gehört, doch sie sind Zuhörer und Teilnehmer geblieben. Jesus sagt von sich: „Ich bin die Tür“ (Johannes 10,9). „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich“ (Johannes 14,6). Wer ihn nicht als Herrn seines Lebens angenommen hat, der gehört nicht zu den Seinen (Johannes 1,12). Sie werden nicht Teil und Täter – oder anders ausgedrückt: Repräsentanten Gottes. Sie haben es versäumt nach Gottes Willen zu leben. Es genügt nicht, ab und zu die Hilfe Gottes in Anspruch zu nehmen.
 
Es gibt auch einen Punkt, an dem das Zeitfenster der offenen Türe vorbei ist. Das kann persönlich oder allgemein gemeint sein. Es gibt ein zu spät. So wie es bei der Arche von Noah den Moment gab, an dem die Türe von Gott verschlossen wurde. Nicht alle kommen automatisch zum himmlischen Fest.
 
Der Eintritt ist mein Bekenntnis: „Ich brauche dich Jesus als meinen Herrn, komm in mein Leben und verändere du mich“. Jesus kennt all die Menschen, die ihn ansprechen, einladen und mit ihm reden. Dazu braucht es eine Entscheidung von uns. Die entscheidende Frage ist nicht, ob ich Jesus kenne, sondern er mich.
 
In Jeremia 21,8 steht: „Ich lege euch vor den Weg zum Leben und dem Weg zum Tode“. Entscheiden müssen wir uns selbst.
 
Herausfordernd ist auch noch der Hinweis, dass viele die hier einen großen Namen haben, dort unbekannt sein werden. Es geht nicht darum, dass ich mir etwas auf meine Meinung einbilde, sondern dass ich meine Hilfsbedürftigkeit sehe und mich Jesus anvertraue.
 

Gottes Reich beginnt mit einzelnen Menschen

6. September 2019
Jesus spricht davon, dass sich nicht das Umfeld verändern muss, sondern der einzelne Mensch. Er vergleicht Gottes Reich mit einem Senfkorn und dem Sauerteig (Lukas 13,18-21).
 
Der Glaube beginnt, indem jemand einen Samen annimmt und bei sich anpflanzt. Er fängt klein an und wächst. Es gibt nicht schnelle Erfolge. Es braucht Zeit, jeder hat sein eigenes Tempo.
 
Glaube beschränkt sich nicht nur auf einen Teil des Lebens, sondern durchdringt wie ein Sauerteig das tägliche Sein.
 
Die Leute erwarteten, dass Jesus Gottes Reich aufrichtet, indem er die Feinde vertreibt und ein äußerer Friede einkehrt. Jesus hat die Politik seiner Zeit nie bewertet. Es gab damals vier politische Systeme, zwei Herrscher, eine römische Verwaltung und demokratische Städte.
 
Jesus spricht davon, dass sich nicht das Umfeld verändern muss, sondern der einzelne Mensch. Das sogar die Feinde (Vögel) sich bei Menschen von Gottes Reich geborgen fühlen.
 

Wer ist würdig?

31. August 2019
In Offenbarung 5 ist die große Frage: Wer ist würdig und hat die Kompetenz, die Geheimnisse Gottes den Menschen zu offenbaren?
 
Das geschlachtete Lamm liegt nicht tot da, sondern es steht auferstanden vor dem Thron (Offenbarung 5,6). Es hat die göttlich vollendete Macht (sieben Hörner) und vollkommenen göttlichen Durchblick (sieben Augen). Der Tod hat es nicht geschwächt.
 
Die wahre Stärke (Bild des Löwen) von Jesus liegt in seiner freiwilligen Ohnmacht (Bild des Lammes) und der totalen Abhängigkeit vom himmlischen Vater.
 
Jesus empfängt Macht (königlich), Reichtum (finanziell), Weisheit (intellektuell), Kraft (physisch), Ehre (Beziehungen), Lob (Anerkennung) und Herrlichkeit (Schönheit) (Offenbarung 5,12).
 
Jesus ist der, der uns Gottes Gedanken offenbart (Offenbarung 5,7).
 
Die Gebete der Heiligen steigen vor Gott auf (Offenbarung 5,8).
 
In der größten Not (während seiner Verbannung auf der Insel Patmos) wird Johannes vom himmlischen Lobpreis gestärkt.
 
Jesus nimmt sich die Macht nicht mit Zwang. Vielmehr wird sie ihm von allen Geschöpfen gern gegeben.
 

Wie groß ist Gott?

26. August 2019

Ein kleiner Junge fragte seinen Vater: »Wie groß ist Gott?«

Der Vater antwortete erst mal nicht, richtete den Blick zum Himmel, sah ein Flugzeug und fragte seinen Sohn: »Wie groß ist dieses Flugzeug?«

Der Kleine antwortete, ohne zu zögern: »Sehr klein Papa, kaum zu sehen!«

Kurz darauf fuhr er mit seinem Sohn zum Flughafen. Während sie sich einem Flugzeug näherten, fragte er seinen Sohn: »Und jetzt? Wie groß ist das Flugzeug jetzt?“

Fasziniert antwortete der Kleine: »Es ist riesig Papa, man könnte es nie übersehen!«

Daraufhin sagte der Vater: »So ist Gott! Seine Größe ist abhängig vom Abstand, den du zu ihm hältst. Je näher du ihm bist, desto größer ist Gott in deinem Leben!«

Jakobus 4,8: „Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch.“
Gottes Größe lernen wir besonders in der Bibel kennen.

https://www.obrist-impulse.net/wie-gross-ist-gott


Auf das Herz kommt es an – Das Apostelkonzil in Jerusalem

24. August 2019
Petrus vertritt die Position, dass es allein auf den Glauben ankommt und nicht auf äußere Rituale. Das habe der Empfang des Heiligen Geistes bei Kornelius in Cäsarea bestätigt (Apostelgeschichte 10).
 
Jakobus bringt einen Kompromiss ins Spiel, den er mit einem Schriftbeweis (Amos 9,11-12) bestätigt.Es wird gut erkennbar, dass Jakobus in der Gemeinde größere Autorität hat als Petrus.
 
Glaube ist eine Herzensverbindung mit Gott, dem Vater, in Jesus, dem jüdischen Messias, durch den Heiligen Geist, begründet durch das Wort Gottes, die Bibel.
 
Der Glaube wirkt sich im täglichen Leben aus und wird sichtbar, indem man auf Gott allein vertraut, neue Umgangsformen pflegt, Tiere vor dem Essen schlachtet und sich vom Blut fern hält. Durch den Glauben reinigt Gott unsere Herzen (Apostelgeschichte 15,9), nicht durch Rituale.
 
Damit konnte der Glaube an Jesus in alle Kulturen der Welt übertragen werden, weil es um eine innere Herzenshaltung gegenüber Gott geht und nicht um rituelle Formen.
 

Jesus hört den stummen Schrei

22. August 2019

Als Jesus am Schabbat in einer Synagoge predigt (Lukas 13,10-17), sieht er eine Frau, die schon seit 18 Jahre gebückt gehen muss. Er erlöst sie von ihrem entwürdigenden Leiden.

Der Synagogenvorsteher empört sich über den fremden Rabbi, der die gottesdienstliche Ordnung und Andacht stört. Er hat jedoch nicht das Rückgrat, Jesus direkt anzusprechen. Stattdessen beschuldigt er die Leute. Auch er hat seine Menschlichkeit verloren, einfach auf eine andere Art. Er hat kein Mitgefühl für eine gebeugte Frau. Das Gesetz ist für ihn wichtiger als der Mensch.

Jesus antwortet kreativ mit einem Bild: „Bringt ihr nicht euren Esel am Schabbat zum Brunnen? Soll nun diese Tochter Abrahams nicht frei werden dürfen?“ Damit sagt Jesus gleich mehrere Dinge:

„Ihr solltet Kinder Abrahams sein und euch an der Heilung freuen. Doch nur diese Frau preist Gott. Sie zeigt den wahren Glauben.

Der Schabbat ist ein Ausdruck des Ruhens in Gott. Damit ist eine Heilung ein Ausdruck des Schabbats. Menschen finden Erlösung und Ruhe bei Gott.

Ich bin die Quelle, an der du deinen Lebensdurst stillen kannst und wo du mit neuer Lebensenergie gestärkt wirst. Ich höre deinen stummen Schrei und schenke dir Würde, damit der himmlische Vater geehrt wird.“

https://www.obrist-impulse.net/jesus-hoert-den-stummen-schrei


Ein Blick auf den Thron Gottes

17. August 2019

Geheimnisvoll mystisch beschreibt uns Johannes sein Erscheinen vor dem Thron Gottes in der Offenbarung 4. Er ringt um Worte, findet aber kaum treffende Beschreibungen. Unsere menschliche Sprache reicht nicht aus, um Gottes Welt auf angebrachte Weise zum Ausdruck zu bringen. Es ist ein Stammeln von Worten, ein Suchen und Tasten nach Bildern (vgl. 2.Korinther 12,4).

Johannes wurde eine Tür in eine Welt geöffnet, die uns fremd erscheint. Diese Realität lässt sich nicht in unser Denkmuster hineinzwängen. Die Frage ist, ob wir das so zulassen und uns in die Anbetung hineinnehmen lassen können oder uns dagegen verschließen.

Das Geheimnis der Anbetung zu beschreiben, ist fast unmöglich. Anbetung kann man nicht als Zuschauer erleben. Man kann nur daran teilnehmen. Sie ist die Hingabe all dessen, das man durch Jesus empfangen hat. So legen die Ältesten auch ihre Siegeskronen vor dem Thron nieder. Anbetung heißt, dem dreimal heiligen Gott die Ehre für alles zu geben. 

weiterlesen →

 


Beten mit der Bibel – Der barmherzige Vater

12. August 2019
Jesus erzählt verschiedene Geschichten, um aufzuzeigen, dass sein Handeln dem Wesen Gottes entspricht. Eine davon ist die Geschichte vom barmherzigen Vater, besser bekannt als „der verlorene Sohn“. Dabei geht es in dieser Geschichte mehr um den Vater, wie er mit seinen zwei Söhnen umgeht. Die große Frage ist, mit wem identifizieren wir uns, mit dem jüngeren Sohn, dem älteren Sohn oder mit dem Handeln des Vaters?
 
Jesus sagte: „Seid nun barmherzig, wie auch euer Vater im Himmel barmherzig ist“ (Lukas 6,36).
 
Wir wollen wir uns anstecken lassen, von der Barmherzigkeit des himmlischen Vaters.
 
Radio Maria Schweiz, Dienstag 13. August, 20.10 Uhr

%d Bloggern gefällt das: