Mit dem ersten Text beginnen

21. Dezember 2011

An unserem Ort lesen wir gemeinsam täglich einen Abschnitt aus der Bibel. Was sind Deine Gedanken zu den Texten?  Zum ersten Text hier klicken.

In zehn Schritten durch die Bibel – Falls Du in kurzer Zeit die Kernaussagen der Bibel entdecken möchtest, ist dieses Bibelstudium genau das Richtige für Dich. – 10 biblische Impulse PDF  (Verbesserungsvorschläge sind erwünscht)   Du bist eingeladen, Deine persönlichen Beobachtungen zu diesen Texten als Kommentar weiterzugeben und andere damit zu ermutigen.  hier klicken

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Was hören wir?

9. Dezember 2018

Die Worte von Jesus wirken manchmal unverständlich. Doch für den Glaubenden sind sie Trost und Zuversicht.

Wie kann Jesus einem verzweifelten Vater, dessen Sohn im Sterben liegt (Johannes 4,46-54), so schroff und ablehnend begegnen? Die Antwort von Jesus auf die Bitte um Hilfe ist: „Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht.“ Doch halt, Jesus sagt nicht, „du“ sondern „ihr“. Der verzweifelte Mann ist wahrscheinlich nach Kana gekommen und hat gefragt, ob Jesus hier irgendwo sei, denn sein Sohn sei todkrank. Jesus spricht mit seiner Aussage nicht den Vater, sondern die Gruppe der Mitläufer an, die nun um ihn herumstehen und denken, jetzt könnte es etwas Spannendes zu sehen geben. Doch weit gefehlt. Jesus weist sie ab. Jesus möchte keinen Wunderglauben, sondern Vertrauen in ihn und seine Worte. Vielleicht haben sich nun einige umgedreht und sind davongegangen. Doch der verzweifelte Vater hört nur, dass Jesus helfen kann. Seine einzige Hoffnung ist Jesus. Weil er denkt, dass Jesus dafür zu seinem Sohn kommen muss, bittet er ihn: „Komm herab in mein Haus.“

Wie oft denken auch wir, dass wir bestimmte Orte oder Personen aufsuchen müssen, um Gottes Hilfe zu bekommen. Jesus zeigt uns, dass das Entscheidende der „Glaube auf sein Wort hin“ ist. Auf sein Wort hin kann Petrus auf dem Wasser gehen. Auf sein Wort hin werfen die Jünger nochmals die Netze aus und machen einen großen Fischfang. Auf sein Wort hin schütten sie in Kana Wasser in die Krüge und es wird zu Wein. Der Vater glaubt Jesus, obwohl es dem widerspricht, was er erwartet hat. Wie muss es wohl für ihn gewesen sein, die 35 km von Kana nach Kapernaum anzutreten, ohne einen sichtbaren Beweis dafür erhalten zu haben, dass Zuhause das geschehen ist, worum er gebeten hatte? Er hatte nur die Zusage bekommen: „Geh, dein Sohn lebt.“

Der Vater geht. Die Leute bleiben. So wie damals lösen die Worte von Jesus auch heute noch bei den einen Hoffnung und Glauben aus und bei den anderen Kopfschütteln. Man kann die gleiche Predigt hören oder den gleichen Bibeltext lesen, doch der eine hört darin eine Botschaft von Gott für sein Leben und der andere kann damit überhaupt nichts anfangen. Paulus sagt: „Das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft“ (1.Korinther 1,18). Jesus hat einmal gesagt, dass er in Gleichnissen spricht, damit die Menschen entweder finden, was sie suchen, oder verwirrt werden. Unsere Grundhaltung öffnet oder verschließt unser Herz.

Nicht immer erhört Gott unsere Gebete so, wie wir uns das vorgestellt haben. Vielleicht dachte der Mann, Jesus als Prophet weiß einfach, dass sein Sohn noch nicht gestorben ist und dass es ihm langsam wieder besser geht. Als ihm jedoch die Diener entgegenkommen und ihm fast mit den gleichen Worten wie Jesus sagen: „Dein Sohn lebt“ und die Änderung seines Zustandes genau mit dem Zeitpunkt der Zusage von Jesus übereinstimmt, weiß er, dass es eine „Fernheilung“ war. Jakobus schreibt, dass wir füreinander beten sollen, denn ein aufrichtiges Suchen nach Gott wird die Situation des Kranken verändern (Jakobus 5,15). Gott gefällt es, unsere Gebete so zu erhören, dass seine Macht, Gnade, Ehre und Souveränität dadurch hervorgehoben werden.

Im Dorf des Trostes (was die wörtliche Übersetzung von „Kafar Naum“ ist) findet ein ganzes Haus im Glauben an Jesus Trost und Zuversicht. Glauben heißt nach Hause zu gehen. Wer zum Haus der Glaubenden gehört, dem passiert nichts, was Jesus nicht ändern könnte. Doch Jesus will nicht die Massen unterhalten (Johannes 2,23-25). Deshalb ist er ja nach Galiläa zurückgekehrt (Johannes 4,1-3). Auch das Wein-Wunder in Kana geschah im Stillen (Johannes 2,9-11). Jesus vollbringt hier nicht nur Wunder, sondern er tut es auch so, dass sein Wirken mit seinen Absichten – Glauben zu stiften – im Einklang steht. Jesus möchte, dass die Menschen ihren Glauben auf sein Wort gründen und nicht auf Wunder. Gott lässt manchmal Widrigkeiten in unser Leben kommen, damit wir unsere Hoffnung allein auf ihn setzen und unsere Bedürfnisse von ihm stillen lassen. Das größte Wunder ist, in allen Lebenslagen auf Jesus zu vertrauen.

Das ist ein Impuls aus den Entdeckungen in ergebnisoffenen Bibelstudiengruppen im Linthgebiet. https://www.obrist-impulse.net/was-hoeren-wir/


Leben im Gegenwind

10. November 2018

Die erste Gemeinde fand im Blick auf die Größe Gottes neuen Mut. Durch Psalm 2 erkannten sie: Gegenwind ist normal (Apostelgeschichte 4,25-26).

Widerstand gehört zu Gottes Heilsplan. Deshalb bitten sie nicht darum, dass der Gegenwind verschwindet, sondern dass sie sich davon nicht einschüchtern lassen und ohne Hemmungen davon erzählen, dass Jesus den Tod überwunden hat (Apostelgeschichte 4,33). Zeichen und Wunder sollen das Zeugnis bestätigen. Die Reihenfolge in ihrer Bitte ist interessant.

In der ersten Gemeinde brachten die Leute von ihrem Überfluss zu den Aposteln. Es war kein kommunistischer Lebensstil, in dem der Staat über die Verteilung des Besitzes anderer verfügt. Vielmehr waren es freiwillige Beiträge.

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Es braucht einen geistlichen Anfang

20. Oktober 2018

Es genügt, als Jude geboren zu sein, um an Gottes Reich Anteil zu haben. Diesen jüdischen Standpunkt vertritt Nikodemus in der Begegnung mit Jesus (Johannes 3,1-21). Jesus hat eine andere Ansicht. Es ist die persönliche Ausrichtung und Liebe zu Gottes Sohn, mit welcher das ewige Leben beginnt.

Zuerst scheint es verheißungsvoll, dass ein Vertreter der jüdischen Elite Jesus aufsucht, ihn als Lehrer anspricht und seine Wunder anerkennt. Jesus spricht Nikodemus auf den zentralen Punkt ihrer unterschiedlichen Auffassungen an: Es braucht eine Geburt von oben (Johannes 3,3). Nikodemus kann das nicht einordnen.

Neu geboren wird man im Judentum, wenn Den Rest des Beitrags lesen »


Veränderte Menschen

3. Oktober 2018

Durch die Begegnung mit Gott verändern sich Menschen so stark, dass ihre Gesellschaft anziehend wird. Sie haben auf einmal ein neues Verhältnis zum Besitz. Sie denken nicht mehr nur an sich selbst, sondern haben den Wunsch, andere zu beschenken (Apostelgeschichte 2,37-47).

Als Petrus öffentlich vom Wirken Gottes spricht, läuft die Botschaft nicht äußerlich an den Zuhörern herunter, sondern trifft sie mitten ins Herz. Der Heilige Geist spricht sie an und bewirkt in ihnen, dass sie ihr Leben ändern wollen.

Petrus spricht von drei Schritten: weiterlesen →


Jesus außerhalb der Bibel

26. September 2018

Frage: Wenn Jesus angeblich so viel Großes vollbracht hat, warum gibt es kaum bis gar keine Quellen außerhalb der Bibel die seine Existenz sicher und eindeutig belegen?

Hallo F., die Taten und Worte von Jesus sind die am besten überlieferten Texte des Altertums. Andere Texte sind weniger belegt und es ist damit weniger sicher, ob diese überhaupt stimmen.

Jesus hat sich gegenüber den Römern nichts zu Schulden kommen lassen. Also keinen Grund für einen Eintrag.

Dennoch gibt es diese.

Flavius Josephus schrieb als Jude für die Römer. Er verfassten 93 n. Chr. den Abschnitt in Antiquitates Judaicae Buch 18, Verse 63–64: „Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann, wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf. Er vollbrachte nämlich ganz unglaubliche Taten und war der Lehrer aller Menschen, die mit Lust die Wahrheit aufnahmen. So zog Jesus

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Zwischen Skepsis und Anerkennung liegt eine Begegnung mit Jesus

23. September 2018

Das Entscheidende ist nicht, wie wir die Sache sehen, sondern dass Jesus uns sieht und dass wir uns auf ihn einlassen.

Jesus richtet hier den Fokus auf seine erfahrbare Nähe. Gott wird durch ihn erfahrbar. Er ist nicht eine unerreichbare Person wie ein Rabbi, der Sohn Gottes oder der König. Er bezeichnet sich selbst als Menschensohn.

Mit dem Bild des offenen Himmels knüpft Jesus an Jakobs Traum von der Himmelsleiter an. Jesus ist der Zugang zum Himmel. Durch Jesus offenbart sich Gott. Die Jünger haben nur selten Engel gesehen. Doch wer Jesus gesehen hat, der hat den Vater gesehen (Johannes 14,9). Das war die Antwort von Jesus auf die Frage des Philippus.

Jesus sieht Nathanael, bevor er zu ihm kommt und ihn kennenlernt (Johannes 1,43-51). Durch die Begegnung mit Jesus bekommt Nathanael auf einmal eine neue geistliche Sicht.

Wer sich auf Jesus einlässt und sehen will, wer und wie Jesus ist, erhält eine neue Erkenntnis: „Du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel.“ Das ist die messianische Erwartung der damaligen Zeit. Ein Messias soll

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Gott gibt, wenn wir ihn bitten

16. September 2018

Jesus hat seine Zuhörer ermutigt: Wende dich im Gebet an Gott. Er wird dich mit seiner Gegenwart und Leitung beschenken. Er wird dir nichts geben, das dir schaden könnte.

Jesus gebraucht in Lukas 11,5-13 zwar andere Worte, meint aber dasselbe. Er ermutigt die Zuhörer, sich von nichts abhalten zu lassen, wenn man sich an Gott wendet. So vieles kann uns daran hindern, uns vertrauensvoll an Gott zu wenden. Wir sind herausgefordert:

„Wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.“

Zugleich ist das eine Zusage, dass wir empfangen und finden werden und dass uns geöffnet wird. Jeder Mensch, der Gott (nicht materielle Dinge) von Herzen sucht, wird ihn finden.

Gott wird uns nichts geben, das uns schadet. Jesus stellt das im Vergleich mit der Schlange und dem Skorpion dar.

Wenn schon wir unvollkommenen Menschen denen Gutes geben, die wir lieben, wie viel mehr wird dann der vollkommene himmlische Vater den Menschen den Heiligen Geist geben, die ihn darum bitten! Der Heilige Geist ist die Art und Weise, wie Gott gegenwärtig ist und uns führt. Er drängt sich nicht auf, aber er hilft denen, die das wollen. Er führt uns Schritt für Schritt aus der Misere.

https://www.obrist-impulse.net/gott-gibt-wenn-wir-ihn-bitten/


Ich wusste nicht, wer es ist

14. September 2018

Johannes der Täufer bezeichnet Jesus als Gottes Opferlamm und als Gottes Sohn, der mit Gottes Geist tauft (Johannes 1,29-34).

Woher hat Johannes diese Gewissheit?

Er sagt: „Ich wusste vorher nicht, wer er ist.“ Das verwundert uns, waren doch Jesus und Johannes miteinander verwandt. Bei den drei jährlichen Festen in Jerusalem traf man normalerweise seine Verwandten. Johannes musste schon früh in seinem Leben in die Wüste gegangen sein (Lukas 1,80). Einige vermuten, dass er zu den Essenern in Qumran am Toten Meer in die Schule ging.

Bei den Essenern hatte Johannes Zugang zu allen biblischen Büchern. Durch das Studium der Schriften erkannte er durch den Heiligen Geist, was vom Messias verheissen ist. Gottes Geist öffnet auch uns das Verständnis der biblischen Zusammenhänge.

Johannes hatte tiefe Erkenntnisse über geistliche Dinge und erlebte persönliche Gottesoffenbarungen. Er sagt über Jesus: „Er war schon da, bevor ich geboren wurde.“

Johannes wollte den Menschen die Augen für den Messias öffnen und ein Bewusstsein für die Sünde wecken – eine Aufgabe, die bis heute aktuell bleibt.

Das Wort „Sünde“ kommt aus der Schützensprache und bedeutet Zielverfehlung. Es ist ein „Besser-Wissen-Wollen als Gott, was gut für mich ist“.

Menschen, die bereit sind, den Heiligen Geist aufzunehmen, werden in ihn eingetaucht (getauft). Der Heilige Geist bewirkt das Vertrauen auf Gott trotz offener Fragen, schenkt Glauben, obgleich man nicht alles versteht (Johannes 14,20), gibt uns die innere Gewissheit, ein Kind Gottes zu sein (Römer 8,16) und schenkt uns selbst im Tod Zuversicht (Römer 8,38-39).

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Gott führt oft anders als wir denken

19. August 2018

Spannend ist, wie Gott „die Feinde“ benutzt um seinen Boten zu beschützen und den Neffen von Paulus dazu bringt, die Verschwörung ans Licht zu bringen.

Paulus wusste in seinem Inneren, dass er bis nach Rom die gute Nachricht von Jesus verkünden soll (Apostelgeschichte 19,21). Das bestätigte ihm auch Jesus im Gefängnis (Apostelgeschichte 23,11). Doch in Jerusalem wird er durch falsche Anklagen ein Gefangener und kommt nicht mehr frei. Seine Feinde wollen ihn definitiv aus der Welt schaffen und machen einen Komplott (Apostelgeschichte 23,12-35). Doch Gott kommt durch den Sohn seiner Schwester zu Hilfe.

Die Verwandtschaft von Paulus gehörte zum inneren Zirkel. Sie distanzierten sich von Paulus. Doch „der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, aber der HERR sieht auf das Herz“ (1.Samuel 16,7). So war es schon bei Elia der von Raben ernährt wird und Obadja als Diener des verfeindeten Königs, 100 Priester versteckte (1.Könige 18,4). Gott hatte sogar 7000 Personen, die nicht ihre Knie vor Baal gebeugt hatten (1.Könige 19,18). Auch bei Josef wurde der Rachezug der Brüder zum Segen der ganzen Familie. Und bei Jesus siegt am Kreuz nicht der Feind Gottes, sondern wird durch die Auferstehung besiegt. Pauls schrieb im Römerbrief 8,28: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken.“

Genauso dürfen wir wissen, dass Gott zur rechten Zeit auf unerwartete Weise, uns das geben kann, was uns und anderen zum Segen wird. Es ist das tiefe Vertrauen in allen Situationen des Lebens, welches den Glauben ausmacht.

Spannend ist auch, dass Claudius Lysias, der Befehlshaber der römischen Garnison in Jerusalem, 470 Leute aufbot, die Paulus nach Cäsarea Maritima zum Marcus Antonius Felix begleiteten. Josephus  schreibt, dass 6000 Soldaten in Jerusalem stationiert waren. Da man aber die Burg Antonia einen sehr kleinen Platz zuordnet, denken die heutigen Geschichtsschreiber es können maximale 600 gewesen sein, doch dann hätte Claudius nicht 470 Soldaten entsenden können, da es in der Stadt ja unruhig war. Lukas schreibt auch, dass die Soldaten ins Lager und nicht in die Burg zurückgekehrt sind (Apostelgeschichte 23,32). Wo der Tempel und das römische Lager standen ist unklar. Darüber gibt es verschiedene Theorien. Was wir daraus lernen: Gott möchte nicht, dass wir Orte verehren sondern ihn.

 

Das ist ein Impuls aus unseren Entdeckungen in einer ergebnisoffenen Bibelstudiengruppe. Wir sind auch offen für neue Teilnehmer im Linthgebiet (siehe Inspirierendes Bibelstudium). Gern gestalte ich auch Bibeltage an anderen Orten.

https://www.obrist-impulse.net/gott-fuehrt-oft-anders-als-wir-denken/


Gott hat Zeit

12. August 2018

Haben wir manchmal auch unsere fixen Vorstellungen, wie Gott handeln müsste? Die Kunst des Glaubens ist Gott zu vertrauen, dass sein Weg zu unserem Segen ist.

Das mussten die Jünger nach dem Tod und Auferstehung von Jesus erfahren. Zuerst erschien Jesus ihnen 40 Tage lang überraschend mal da, mal dort. Auf die brennende Frage wann, das Reich für Israel wieder hergestellt wird, zeigt Jesus auf, dass der himmlische Vater in anderen Dimensionen denkt.

Zuerst ist eine Zeit des Den Rest des Beitrags lesen »


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