Mit dem ersten Text beginnen

21. Dezember 2011

An unserem Ort lesen wir gemeinsam täglich einen Abschnitt aus der Bibel. Was sind Deine Gedanken zu den Texten?  Zum ersten Text hier klicken.

In zehn Schritten durch die Bibel – Falls Du in kurzer Zeit die Kernaussagen der Bibel entdecken möchtest, ist dieses Bibelstudium genau das Richtige für Dich. – 10 biblische Impulse PDF  (Verbesserungsvorschläge sind erwünscht)   Du bist eingeladen, Deine persönlichen Beobachtungen zu diesen Texten als Kommentar weiterzugeben und andere damit zu ermutigen.  hier klicken


Warum spricht Jesus in Gleichnissen?

24. Februar 2020
Das Gleichnis vom Sämann, wie Menschen mit Gottes Wort umgehen (Matthäus 13,1-23)
 
Dienstag, 25. Februar, 20.15 Uhr, Leben mit der Bibel, Radio Maria Schweiz
 
Der Zweck der Gleichnisse Jesu ist, dass der Suchende findet. Mehr dazu am Dienstag, 25. Februar, 20.15 Uhr
 

Welche Bestimmung haben die Juden?

17. Februar 2020
Sendung Spiritualität Radio Maria mit Hanspeter Obrist und Anatoli Uschomirski
 
Montag 17. Februar, 13.30 Uhr
 
Wir freuen uns, dass wir mit Anatoli Uschomirski auf den Weg machen können, glaubensfördernde Zusammenhänge und Hintergründe in den biblischen Texten zu entdecken.
 

Ist Glaube Selbstaufgabe?

2. Februar 2020
Es scheint so, als verlange Gott meine Selbstaufgabe. Dabei geht es um etwas anderes: Er will dass ich mich für ihn entscheide. Also nicht willenslos zu leben, sondern eine willentliche Entscheidung zu fällen. Das hat auch etwas mit der Liebe zu tun. Gott erwartet von uns Kreativität und Verantwortung.
 
Mehr dazu am Montag, 3. Februar, 13.30 Uhr, Radio Maria Schweiz, mit Hanspeter Obrist und Corinne Rellstab
 

Beten mit Hiob

28. Januar 2020
Dienstag, 28. Januar, 20.15 Uhr, Radio Maria Schweiz, mit Hanspeter Obrist und Corinne Rellstab in der Reihe „Beten mit der Bibel“
 
Die Geschichte von Hiob birgt viele Rätsel.
 
„Der HERR hat gegeben, der HERR hat genommen; gelobt sei der Name des HERRN.“ Hiob 1,21
 
„Ich weiß: Mein Erlöser lebt“ Hiob 19, 25
 
„Steh still, um die Wunder Gottes zu betrachten!“ Hiob 37,14
 
„Vom Hörensagen nur hatte ich von dir gehört, jetzt aber hat mein Auge dich geschaut.“ Hiob 42,5
 

Gotteslästerung, die unvergebbare Sünde

25. Januar 2020
Das Verbot der Gotteslästerung ist das einzige Gebot, auf das der Satz folgt: „denn der HERR lässt den nicht ungestraft, der seinen Namen missbraucht“ (2.Mose 20,7).
 
Die Juden zogen daraus den Schluss, dass Gotteslästerung die unvergebbare Sünde sei. Alle Gebote können übertreten werden, nur nicht die Abkehr vom Gott Israels.
 
Jesus hat dieses Gebot nicht abgeschafft, er hat es auf überraschende Weise erweitert.
 
Das Wirken des Heiligen Geist als teuflisch zu bezeichnen, ist laut Jesus eine unverzeihliche Gotteslästerung.
 
Dass Gotteslästerung nicht vergeben werden konnte, überrascht die jüdischen Gegner Jesu nicht. Die Überraschung ist, dass Jesus hier den Heiligen Geist mit Gott gleichsetzt.
 

Alt werden mit Vision

26. Dezember 2019
Alte reife Menschen sind etwas Kostbares. Drei Dinge zeichnen sie aus: Sie leben nicht in der Vergangenheit, haben einen aufmerksamen Blick für Mitmenschen und leben mit der Sehnsucht nach Jesus und verbreiten Hoffnung. Die Bibel berichtet von zwei alten Menschen, welche am Rande der Gesellschaft, aber mitten im Zentrum des Weltgeschehens, stehen (Lukas 2,22-40).
Simeon heißt „Erfüllung“. Der Heilige Geist ruht auf ihm. Das bedeutet, dass er im Einklang mit Gott lebt und vertraut, dass Gott seine Versprechen erfüllt. Gottes Anliegen sind auch die seinen. So sehnt er sich nach dem verheißenen Erlöser, dem Christus und Messias. Gott gab ihm die Gewissheit, dass er ihn noch vor seinem Tod sehen wird. Der Glaube des Simeon wird bis aufs Letzte strapaziert. Seine Kräfte lassen nach. Doch eines hat er nicht verlernt: auf die leisen Hinweise von Gottes Geist zu achten. So geht er zum Tempel, und als er Maria und Josef mit Jesus sieht, weiß er: Das ist das verheißene Kind.
Er preist Gott und dankt ihm, dass er Wort hält. Er sagt: „Meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Nichtjuden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“ Damit nimmt er Bezug auf Jesaja 49,6, wo steht: „Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten und die Verschonten Israels heimzuführen. Ich mache dich zum Licht der Nationen; damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht.“
Das ist eine kontrastreiche Situation. Simeon spricht vom hocherhabenen König und Retter, doch vor ihm steht ein armes Ehepaar, das nicht einmal das Geld für die ordentlichen jüdischen Opfer aufbringen kann. Nach 2.Mose 13,13-15musste für den Erstgeborenen ein Opfer gebracht werden, und nach 3.Mose 12 muss eine Frau nach der Geburt ein Opfer in den Tempel bringen. Wer konnte, sollte ein Schaf opfern. Die Eltern von Jesus hatten also zu diesem Zeitpunkt die Geschenke der Weisen noch nicht erhalten.
Simeon hat den besonderen Blick, der nicht das sieht, was vor Augen ist, sondern was auf dem Herzen Gottes liegt. Das Prinzip der Hoffnung ist, in einem Menschen schon das zu sehen, was Gott aus ihm machen kann.
Doch nicht nur für Jesus hat Simeon einen Segen. Er gibt Maria folgende Worte mit auf den Weg: „Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele zu Fall kommen und aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird, – und deine Seele wird ein Schwert durchdringen. So sollen die Gedanken vieler Herzen offenbar werden.“
Nach dem ersten Höhenflug kommt die nüchterne Landung: „Dein Kind wird zum Schicksal der Menschen werden.“ Entweder finden sie bei ihm Rettung(das ist die Bedeutung des Namens Jesus) oder sie zerschellen an ihrem eigenen Widerstand. „Du wirst großen Schmerz erfahren.“ Das ist eine Andeutung darauf, dass ihr Sohn vor ihr sterben wird. Am Kreuz offenbart sich das Denken der Menschen. Bis heute ärgern sich Leute am Kreuz oder sehen darin die aufopfernde Liebe Gottes für uns Menschen.
Die zweite Person, der die kleine Familie im Tempel begegnet, ist Hanna. Ihr Name bedeutet: Gott ist gnädig. Ihr Leben spricht jedoch eine andere Sprache. Nach nur sieben Jahren Ehe wird sie Witwe. Jetzt ist sie 84 Jahre alt. Anstatt am Leben zu verzweifeln und bitter zu werden, vertraut sie Gott und legt ihr Leben und ihre Zukunft in seine Hände. Ihr Leben ist geprägt von der Sehnsucht nach Jesus. Die Bibel verwendet dafür oft das Bild der Braut, die auf ihren Bräutigam wartet. Hanna stellt ihr Leben Gott zur Verfügung.
Sie richtet Menschen auf, indem sie Anteil nimmt, von Gott spricht und anderen hilft, den Blick von sich weg zu lenken, indem sie Gott dankt und ihn preist.
Maria und Josef werden immer wieder ermutigt. Zuerst durch den Engel, dann durch Elisabeth, dann durch die Hirten, nun durch Simeon und Hanna und später durch die Gelehrten aus dem Osten.
Gott schickt uns Menschen über den Weg oder gebraucht uns, um andere zu ermutigen.

Warum betete Jesus zu Gott, wenn er ja selbst Gott ist?

12. Dezember 2019

Das Entscheidende liegt daran, dass Jesus nie gesagt hat, er ist einer, sondern ich und der Vater sind e i n s.

Gott offenbart sich als Vater, Sohn und durch den Heiligen Geist. Was einer von ihnen tut, das würden auch die anderen tun, weil sie eins sind.

Wir Menschen können das nicht ganz nachvollziehen, weil wir immer wieder uneins sind und wir nicht göttlich sind, sondern Menschen.

Zum innersten Kreis gehören der Vater, Sohn und Heilige Geist. Es sind aber keine konkurenzierenden Götter, deshalb Monotheismus.

Vielleicht hilft es, dass Gott eine andere Liga ist als Mensch, Tier oder Engel.

Jesus hat sich während seiner Zeit auf der Erde freiwillig auf die menschlichen Möglichkeiten beschränkt und deshalb im Gebet Gemeinschaft gesucht und sich durch den Heiligen Geist leiten lassen.

weiterlesen  https://www.obrist-impulse.net/gott-vater-sohn-und-heiliger-geist


Wurde Gott Mensch?

10. Dezember 2019
Gibt es Hinweise im Tenach (Alten Testament, jüdische Bibel), dass Gott Mensch werden wollte?
 
In 1. Mose 18 erschien Gott dem Abraham als Mensch. Wenn das möglich war, warum sollte es Gott nicht möglich sein, Mensch zu werden?
 
Nach Psalm 2,7 wird der Messias von Gott gezeugt. Bei der Zeugung verschmelzen sich zwei zu einem. Das im Unterschied zu einer Schöpfung. Sollte der Messias also Mensch und Gott zugleich sein?
 
Die Titel in Jesaja 9,5 für das verheißene Kind sind ausschließlich Gott vorbehalten
 
Nach Jesaja 7,14 wird eine Jungfrau schwanger. Für die damaligen Gelehrten war scheinbar klar, dass es sich um eine Jungfrau handeln musste, um ein Zeichen Gottes zu sein.
 
Die verschiedenen Stellen in der Bibel lassen aber nur den Schluss zu, dass der Messias gleichzeitig Mensch und Gott ist. Im Menschen Jesus wurde Gott für uns Menschen erlebbar.
 

Schabbat ist Wiederherstellung

25. Oktober 2019

Jesus hält den Schabbat, indem er einen Mann heilt, weil der Schabbat dazu da ist, dass ein Mensch wiederhergestellt wird.

Jesus fragt seine Gastgeber: Darf man am Schabbat heilen oder nicht? Betroffenes Schweigen. Denn die Pharisäer sind der Ansicht, dass Heilen Arbeit ist und man es am Schabbat nicht tun soll. Anderseits steht in der Bibel nirgends, dass Heilen am Schabbat nicht erlaubt ist.

Auch in der später niedergeschriebenen jüdischen Tradition steht: „Nichts ist am Sabbat verboten, wenn es darum geht, ein Leben zu retten – außer Mord, Ehebruch und Götzendienst“ (Tosefta Sabbat 15,17).

Jesus weist auf den Kern des Schabbat hin: Der Mensch soll wiederhergestellt werden (Markus 2,27). Der Schabbat ist ein Zeichen der Gegenwart und Herrschaft Gottes (2.Mose 31,13). Das wird erfahrbar, wenn ein Mensch am Schabbat geheilt und heil wird. Jesus erfüllt damit den Schabbat (Matthäus 5,17).

weiterlesen → https://www.obrist-impulse.net/schabbat-ist-wiederherstellung


Keine Macht kann Gott daran hindern, seine Pläne auszuführen

4. Oktober 2019

Jesus ist unterwegs auf dem Weg nach Jerusalem (Lukas 13,22). Als er sich im Gebiet von Herodes Antipas befindet, wird er vor ihm gewarnt (Lukas 13,31-35). Herodes Antipas hat bereits Johannes den Täufer ermorden lassen (Lukas 9,9). Dass Jesus Herodes als „Fuchs“ bezeichnet, lässt erahnen, dass die Sorge der Pharisäer nicht echt ist, sondern sie Instrumente in der Hand von Herodes sind, was Jesus ihnen mit seiner Grußbotschaft an Herodes vor Augen führen will. Anstatt sich selbst wegschicken zu lassen, sendet er die Pharisäer zurück zu Herodes.

Jesus heilt und ist dennoch nicht willkommen. Doch das irritiert Jesus nicht. Er gibt klar zu verstehen, dass alles seine Zeit hat und keine Macht der Welt Gottes Plan behindert. Er wird nicht auf dem Land, sondern in Jerusalem sterben.

Gleichzeitig wird auch offenbar, dass Jesus die Menschen sammeln will, sie ihm aber nicht folgen wollen. Niemand wird bei Gott zu etwas gezwungen, auch nicht zu seinem eigenen Glück. Die Folge der Ablehnung ist: Gott zieht sich zurück. Das hat zum Exil des jüdischen Volkes geführt.

Doch Jesus schaut bereits auf den Tag, an dem ihn sein Volk nicht mehr ablehnen, sondern empfangen wird. Auch wenn Jesus in der Zwischenzeit nicht sichtbar ist, gibt uns dieses Ziel Kraft, den Widerstand auszuhalten. Ganz nah bei Jesus sind wir in allem Tumult dieser Welt geborgen wie Küken unter den Flügeln der Henne. Jesus vertraute seinem himmlischen Vater, dass alles seine Zeit hat und er sein Ziel erreichen wird.


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