Mit dem ersten Text beginnen

21. Dezember 2011

An unserem Ort lesen wir gemeinsam täglich einen Abschnitt aus der Bibel. Was sind Deine Gedanken zu den Texten?  Zum ersten Text hier klicken.

In zehn Schritten durch die Bibel – Falls Du in kurzer Zeit die Kernaussagen der Bibel entdecken möchtest, ist dieses Bibelstudium genau das Richtige für Dich. – 10 biblische Impulse PDF  (Verbesserungsvorschläge sind erwünscht)   Du bist eingeladen, Deine persönlichen Beobachtungen zu diesen Texten als Kommentar weiterzugeben und andere damit zu ermutigen.  hier klicken

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Gott gibt, wenn wir ihn bitten

16. September 2018

Jesus hat seine Zuhörer ermutigt: Wende dich im Gebet an Gott. Er wird dich mit seiner Gegenwart und Leitung beschenken. Er wird dir nichts geben, das dir schaden könnte.

Jesus gebraucht in Lukas 11,5-13 zwar andere Worte, meint aber dasselbe. Er ermutigt die Zuhörer, sich von nichts abhalten zu lassen, wenn man sich an Gott wendet. So vieles kann uns daran hindern, uns vertrauensvoll an Gott zu wenden. Wir sind herausgefordert:

„Wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.“

Zugleich ist das eine Zusage, dass wir empfangen und finden werden und dass uns geöffnet wird. Jeder Mensch, der Gott (nicht materielle Dinge) von Herzen sucht, wird ihn finden.

Gott wird uns nichts geben, das uns schadet. Jesus stellt das im Vergleich mit der Schlange und dem Skorpion dar.

Wenn schon wir unvollkommenen Menschen denen Gutes geben, die wir lieben, wie viel mehr wird dann der vollkommene himmlische Vater den Menschen den Heiligen Geist geben, die ihn darum bitten! Der Heilige Geist ist die Art und Weise, wie Gott gegenwärtig ist und uns führt. Er drängt sich nicht auf, aber er hilft denen, die das wollen. Er führt uns Schritt für Schritt aus der Misere.

https://www.obrist-impulse.net/gott-gibt-wenn-wir-ihn-bitten/


Ich wusste nicht, wer es ist

14. September 2018

Johannes der Täufer bezeichnet Jesus als Gottes Opferlamm und als Gottes Sohn, der mit Gottes Geist tauft (Johannes 1,29-34).

Woher hat Johannes diese Gewissheit?

Er sagt: „Ich wusste vorher nicht, wer er ist.“ Das verwundert uns, waren doch Jesus und Johannes miteinander verwandt. Bei den drei jährlichen Festen in Jerusalem traf man normalerweise seine Verwandten. Johannes musste schon früh in seinem Leben in die Wüste gegangen sein (Lukas 1,80). Einige vermuten, dass er zu den Essenern in Qumran am Toten Meer in die Schule ging.

Bei den Essenern hatte Johannes Zugang zu allen biblischen Büchern. Durch das Studium der Schriften erkannte er durch den Heiligen Geist, was vom Messias verheissen ist. Gottes Geist öffnet auch uns das Verständnis der biblischen Zusammenhänge.

Johannes hatte tiefe Erkenntnisse über geistliche Dinge und erlebte persönliche Gottesoffenbarungen. Er sagt über Jesus: „Er war schon da, bevor ich geboren wurde.“

Johannes wollte den Menschen die Augen für den Messias öffnen und ein Bewusstsein für die Sünde wecken – eine Aufgabe, die bis heute aktuell bleibt.

Das Wort „Sünde“ kommt aus der Schützensprache und bedeutet Zielverfehlung. Es ist ein „Besser-Wissen-Wollen als Gott, was gut für mich ist“.

Menschen, die bereit sind, den Heiligen Geist aufzunehmen, werden in ihn eingetaucht (getauft). Der Heilige Geist bewirkt das Vertrauen auf Gott trotz offener Fragen, schenkt Glauben, obgleich man nicht alles versteht (Johannes 14,20), gibt uns die innere Gewissheit, ein Kind Gottes zu sein (Römer 8,16) und schenkt uns selbst im Tod Zuversicht (Römer 8,38-39).

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Gott führt oft anders als wir denken

19. August 2018

Spannend ist, wie Gott „die Feinde“ benutzt um seinen Boten zu beschützen und den Neffen von Paulus dazu bringt, die Verschwörung ans Licht zu bringen.

Paulus wusste in seinem Inneren, dass er bis nach Rom die gute Nachricht von Jesus verkünden soll (Apostelgeschichte 19,21). Das bestätigte ihm auch Jesus im Gefängnis (Apostelgeschichte 23,11). Doch in Jerusalem wird er durch falsche Anklagen ein Gefangener und kommt nicht mehr frei. Seine Feinde wollen ihn definitiv aus der Welt schaffen und machen einen Komplott (Apostelgeschichte 23,12-35). Doch Gott kommt durch den Sohn seiner Schwester zu Hilfe.

Die Verwandtschaft von Paulus gehörte zum inneren Zirkel. Sie distanzierten sich von Paulus. Doch „der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, aber der HERR sieht auf das Herz“ (1.Samuel 16,7). So war es schon bei Elia der von Raben ernährt wird und Obadja als Diener des verfeindeten Königs, 100 Priester versteckte (1.Könige 18,4). Gott hatte sogar 7000 Personen, die nicht ihre Knie vor Baal gebeugt hatten (1.Könige 19,18). Auch bei Josef wurde der Rachezug der Brüder zum Segen der ganzen Familie. Und bei Jesus siegt am Kreuz nicht der Feind Gottes, sondern wird durch die Auferstehung besiegt. Pauls schrieb im Römerbrief 8,28: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken.“

Genauso dürfen wir wissen, dass Gott zur rechten Zeit auf unerwartete Weise, uns das geben kann, was uns und anderen zum Segen wird. Es ist das tiefe Vertrauen in allen Situationen des Lebens, welches den Glauben ausmacht.

Spannend ist auch, dass Claudius Lysias, der Befehlshaber der römischen Garnison in Jerusalem, 470 Leute aufbot, die Paulus nach Cäsarea Maritima zum Marcus Antonius Felix begleiteten. Josephus  schreibt, dass 6000 Soldaten in Jerusalem stationiert waren. Da man aber die Burg Antonia einen sehr kleinen Platz zuordnet, denken die heutigen Geschichtsschreiber es können maximale 600 gewesen sein, doch dann hätte Claudius nicht 470 Soldaten entsenden können, da es in der Stadt ja unruhig war. Lukas schreibt auch, dass die Soldaten ins Lager und nicht in die Burg zurückgekehrt sind (Apostelgeschichte 23,32). Wo der Tempel und das römische Lager standen ist unklar. Darüber gibt es verschiedene Theorien. Was wir daraus lernen: Gott möchte nicht, dass wir Orte verehren sondern ihn.

 

Das ist ein Impuls aus unseren Entdeckungen in einer ergebnisoffenen Bibelstudiengruppe. Wir sind auch offen für neue Teilnehmer im Linthgebiet (siehe Inspirierendes Bibelstudium). Gern gestalte ich auch Bibeltage an anderen Orten.

https://www.obrist-impulse.net/gott-fuehrt-oft-anders-als-wir-denken/


Gott hat Zeit

12. August 2018

Haben wir manchmal auch unsere fixen Vorstellungen, wie Gott handeln müsste? Die Kunst des Glaubens ist Gott zu vertrauen, dass sein Weg zu unserem Segen ist.

Das mussten die Jünger nach dem Tod und Auferstehung von Jesus erfahren. Zuerst erschien Jesus ihnen 40 Tage lang überraschend mal da, mal dort. Auf die brennende Frage wann, das Reich für Israel wieder hergestellt wird, zeigt Jesus auf, dass der himmlische Vater in anderen Dimensionen denkt.

Zuerst ist eine Zeit des Den Rest des Beitrags lesen »


Das Ur-Evangelium und die Messias-Verheißung

7. Juli 2018

Gott, der HERR, sprach zur Schlange: „Ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen“ (1.Mose 3,15).

Irenäus von Lyon (135–202) bezieht diese Aussage auf Jesus und Maria: „Er wurde von Maria geboren“ (Irenäus: Adversus Hereses, Buch III Kap. 23, 7. 21 bzw. V Kap. 21, 1.22).

Genauso könnte man auch die Nachkommen der Frau als geistige Nachkommen sehen. Doch das ergibt eigentlich keinen Sinn, da sich die Frau gerade vom Teufel hat vereinnahmen lassen und so ein Kind der Sünde geworden ist. Geistlich gesehen steht sie also auf der gleichen Seite wie die Schlange. Der logische Sinn ist daher, dass ein Nachkomme der Frau alle Nachkommen der Rebellion überwinden wird, indem der Kopf der Bewegung vernichtet wird. Gerade ein Mensch, den der Teufel soeben zu Fall gebracht hat, soll ihn zu Fall bringen.

Im Hebräischen steht das „zermalmen“ in diesem Vers in der männlichen dritten Person Singular. Somit muss man übersetzen: „Ich will Feindschaft setzen zwischen deinen Nachkommen und ihrem Nachkommen, er wird dir den Kopf zermalmen.“ Damit eröffnet sich die Perspektive eines Messias, der die Macht des Bösen brechen wird.

Mit dem Angebot der göttlichen Gnade in Jesus wurde der Weg frei, sich das Heil nicht selbst zu schaffen, sondern es dankbar anzunehmen. Vergebung muss nicht erwirkt werden, sondern darf empfangen werden. Damit verliert das Böse seine Macht.

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Weshalb spricht Jesus in Gleichnissen?

4. Juli 2018

Der Zweck der Gleichnisse Jesu ist, dass der Suchende findet. Menschen können sich eine Geschichte oder ein Bild besser merken. Deshalb erzählen wir uns auch Märchen und Fabeln. Sie haben den Zweck, eine Grundwahrheit zu vermitteln.

Jesus sagt: „Eure Augen sind selig, weil sie sehen, und eure Ohren, weil sie hören“ (Matthäus 13,16). Doch er sagt auch: „Das Herz dieses Volkes ist hart geworden“ (Vers 15). Wer sich nicht auf die eigentliche Botschaft einlassen will, dem bleibt sie verschlossen. Unsere Grundhaltung öffnet oder verschließt unsere Augen und Ohren. Wer sehen will, sieht – wer nicht sehen will, bleibt blind.

Es gibt auch noch einen zweiten Aspekt: Solange etwas verborgen ist, kann der Mensch Den Rest des Beitrags lesen »


Was man am besten aus seinem Geld macht

21. Juni 2018

Das Gleichnis vom verschwenderischen Verwalter (Lukas 16,1-13) verwirrt, wenn man beim Geld stehen bleibt. Es ergibt erst einen Sinn, wenn man darüber nachdenkt, wozu der Verwalter seine Möglichkeiten nutzt.

Zuerst verschwendet er den Besitz seines Herrn ohne Sinn und Zweck. Doch als er realisiert, dass das Ende seiner Möglichkeiten kommt, wird er auf einmal barmherzig und investiert in Menschen.

Der schockierende Teil der Geschichte ist, dass „der Herr den ungerechten Verwalter lobte, weil er klug gehandelt hatte“.

Wenn wir den Sinn der Geschichte auf unser Leben übertragen wollen, dann wird uns klar, dass wir unsere Möglichkeiten verschwenderisch einsetzen sollen. Es geht nicht darum, hier auf dieser Erde etwas aufzubauen, sondern darum, in Menschen zu investieren: „Macht euch Freunde“ (Vers 9).

Viele Menschen sagen vor dem Sterben, sie hätten besser in Freundschaften anstatt in Geld investiert.

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Freut euch mit mir

18. Juni 2018

Es ist spannend, wie Menschen mit ganz unterschiedlichem, ja gegensätzlichem Hintergrund zu Jesus kommen. Doch anstatt sich darüber zu freuen, ärgern sich die Schriftgelehrten über die Randständigen. Jesus fordert sie auf, sich mit ihm zu freuen und erzählt ihnen die Geschichte von einem Hirten, der seine 99 Schafe zurücklässt, um das eine verlorene Schaf zu suchen (Lukas 15,1-7). Jesus sieht den Schwerpunkt des Reiches Gottes darin, Menschen zurück zu Gott zu bringen. Den Rest des Beitrags lesen »


Gottes Geduld

12. Mai 2018

Jesus erzählt in Lukas 13,6-9 eine Geschichte über einen Feigenbaum, der keine Früchte trägt. Drei Jahre kam der Besitzer vorbei, um zu sehen, ob der Baum Früchte hervorbringt. Doch vergebens. Er rief den Gärtner und wies ihn an, den Baum umzuhauen. Warum sollte er weiter den Boden aussaugen? Doch der Gärtner bat ihn: „Lass ihn noch ein Jahr stehen. Ich will den Boden umgraben und düngen. Wenn er dann Früchte trägt ist es gut, sonst kann er umgehauen werden.“

Der Feigenbaum ist ein Bild für das jüdische Volk oder für einen einzelnen Menschen. Der Feigenbaum hatte die besten Voraussetzungen, doch das Resultat war eine Enttäuschung. Der Baum brachte nicht das hervor, wozu er geschaffen wurde.

Spannend ist: Früchte reifen heran. Sie sind nicht einfach schubs da. Doch erste Ansätze müssen sichtbar werden. In Gottes Reich sind wir ständig Lernende (die eigentliche Bedeutung von Jünger). Wir sind ständig in einem Prozess der Veränderung. Der Wille zur Veränderung gehört zu einem Leben mit Gott.

Die drei Jahre nehmen einen Gedanken auf, den auch Elihu in Hiob 33,29-30 erwähnt:   „Siehe, das alles tut Gott zweimal, dreimal mit dem Mann, um seine Seele von der Grube zurückzuholen, damit er vom Licht des Lebens erleuchtet werde.“ Hiobs Antwort kommt dann in Kapitel 42,5: „Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, jetzt aber hat mein Auge dich gesehen.“

Die drei Jahre sind auch eine Anspielung auf das öffentliche Wirken von Jesus. „Noch ein Jahr“ weist dann auf die Zeit des Heiligen Geistes nach Pfingsten hin. Es gab eine zweite Chance.

Auch wir erhalten immer wieder eine zweite Chance und eine Sonderbehandlung von Gott selbst. Doch es kann auch zu einem Ende der Bemühungen Gottes kommen und auch wir sollen unsere Kräfte nicht in Personen investieren, die sich nicht verändern wollen.

Paulus nennt die Früchte des Geistes in Galater 5,22-23: „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.“

Interessant ist, wie viel der Weingärtner einsetzt, um Früchte am Baum hervorzubringen: Umgraben, düngen und Zeit geben. Das Umgraben bewirkt, dass das Wasser von den Wurzeln aufgenommen werden kann. Das Düngen ist die Nahrung. Ein junger Feigenbaum schießt seine ganze Kraft ins Holz. Doch er muss tiefe Wurzeln schlagen und je älter er wird, liegt die Konzentration auf den Früchten.

Jesus hat mit uns Geduld, doch er braucht unsere Kooperation und wir seine Pflege. Er möchte dass der Heilige Geist (Wasser) in uns die Worte der Bibel (Dünger) aufschlüsseln kann.

Wenn alles absolut nichts nützt, wenn ein Mensch sich stur jeder Änderung seines Lebens widersetzt und trotz allen Bemühungen des Heiligen Geistes in keiner Weise Frucht (Veränderung) hervorbringen will, dann wird es kritisch.

Jesus hat das Ende des Gleichnisses wohl bewusst offen gelassen, ob das Umgraben und Düngen des Gärtners den erhofften Erfolg gebracht hat. Wir sollen mit unserem Leben die Geschichte zu Ende schreiben.

Die Umkehr zu Gott, ist das grundlegende Thema in Lukas 13. Wer fasziniert ist von Gottes Einsatz und Geduld, der begibt sich gerne in die Pflege des Gärtners und entdeckt, dass ein Leben mit Gott ein Wachstumsprozess ist und keine Schnelllösung.

https://www.obrist-impulse.net/gottes-geduld/


Gemeinschaft mit Gott allein aus Glauben

22. April 2018

Paulus verkündet die Gemeinschaft mit Gott allein aus Glauben. Damit stößt er bei den Traditionalisten auf Widerstand. Durch die pointierte Darstellung des Evangeliums fühlen sie sich angegriffen. Wie bei einer guten Flasche Wein braucht es im Glauben beides: eine Form und einen Inhalt. Paulus betonte den Inhalt, da eine Flasche ohne Inhalt wertlos ist. Er erlebte, dass aller Eifer in seinem Leben nicht das brachte, was die Begegnung mit dem auferstandenen Jesus auf der Straße nach Damaskus in ihm bewirkte (Philipper 3,8). Im Glauben geht es nicht um Formen und Normen, sondern um eine vertrauensvolle Beziehung zu Jesus, die sich natürlich auch in Formen und Traditionen ausdrückt – doch immer mit Jesus im Zentrum.

Schon bei Kornelius stellte damals Petrus zusammen mit den Leitern der Gemeinde fest, dass eine Hinwendung zum biblischen Gott neues Leben gibt (Apostelgeschichte 11,18), auch wenn dies nicht in der gewohnten jüdischen Form geschah. Gott sieht auf das Herz und nicht auf äußere Formen (vgl. David, 1.Samuel 16,7).

Beim Apostelkonzil in Jerusalem stellten die Verantwortlichen fest, dass Gott die Herzen durch den Glauben reinigt (Apostelgeschichte 15,9) und nicht durch irgendwelche formellen Handlungen.

Bis heute gibt es Diskussionen darüber, ob nun die Handlung oder der dargestellte Inhalt wirksam ist. Dabei ist die Frage eigentlich sinnlos, weil Glaube sich in einer Handlung ausdrückt (Jakobus 2,17) und eine Handlung ohne Glauben nichts bewirkt.

Als Paulus in Jerusalem ankam (Apostelgeschichte 21,17-40), wollten die Gemeindeverantwortlichen aufzeigen, dass Paulus nicht gegen die Tradition ist. Sie wussten, dass gerade dies kritisiert wurde (21,21). Doch die Kritiker ließen sich nicht überzeugen und brachten einen neuen unbegründeten Vorwurf ins Spiel (21,28-29). Spannend ist, wie Gott nun Paulus aus dieser Situation rettet. Er benutzt dazu die verfeindete römische Macht. Gott hilft uns manchmal von unerwarteter Seite. Als Paulus zuvor der Gemeinde in Jerusalem von seinen Reisen berichtete, war es ihm wichtig zu erzählen, was Gott getan hatte. Nicht er stand dabei im Fokus, sondern Gott (21,19).

Im Glauben liegt der Fokus stets auf Gott und auf seinem Handeln und nicht auf uns. Denn wer fasziniert auf Gott schaut, erhält einen neuen Blick für das aktuelle Geschehen. Manches, wie beispielsweise eine Tradition, verliert an Wichtigkeit. Man besinnt sich auf das Wesentliche – und das ist beim christlichen Glauben der auferstandene Jesus.

Dies sind Gedanken aus unserem Austausch zu Apostelgeschichte 21,17-40.


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