Mit dem ersten Text beginnen

21. Dezember 2011

An unserem Ort lesen wir gemeinsam täglich einen Abschnitt aus der Bibel. Was sind Deine Gedanken zu den Texten?  Zum ersten Text hier klicken.

In zehn Schritten durch die Bibel – Falls Du in kurzer Zeit die Kernaussagen der Bibel entdecken möchtest, ist dieses Bibelstudium genau das Richtige für Dich. – 10 biblische Impulse PDF  (Verbesserungsvorschläge sind erwünscht)   Du bist eingeladen, Deine persönlichen Beobachtungen zu diesen Texten als Kommentar weiterzugeben und andere damit zu ermutigen.  hier klicken

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Das Festgewand macht den Unterschied

14. April 2018

Jesus erzählt eine Geschichte von einem Hochzeitsfest, zu dem alle eingeladen sind. Doch nur wenige kommen, und ein Mann zieht nicht das Festgewand an, das alle anderen tragen. Er muss den Festsaal verlassen (Matthäus 22,1-14).

Drei Dinge sind in dieser Geschichte wichtig: 1. Alle sind eingeladen, doch viele haben andere Prioritäten. 2. Man muss sich aufmachen und der Einladung folgen. 3. Nur wer die neue Identität, das neue Kleid, annimmt, ist Teil des himmlischen Festes. Im letzten Buch der Bibel steht: „Und es wurde ihnen einem jeden ein weißes Gewand gegeben“ (Offenbarung 6,11). Paulus sagt in Galater 3,27: „Ihr habt Christus angezogen.“ Und Jesaja spricht von den Kleidern des Heils und dem Mantel der Gerechtigkeit (Jesaja 61,10). Nikolaus Ludwig von Zinzendorf sagte es so: „Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid, damit werd ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd eingehn.“

Auf die Gleichgültigkeit seines Volkes geht Gott nicht ein. Aber den Mord an seinen Knechten lässt er nicht ungesühnt. Als Saulus die Nachfolger von Jesus verfolgte, nahm Jesus das sehr persönlich. Er fragte ihn: „Warum verfolgst du mich?“ (Apostelgeschichte 9,4). Gott nimmt es persönlich, wenn seine Leute verfolgt werden. Jerusalem wurde zerstört und das Volk musste ins Exil, weil es Gottes Propheten umgebracht und sich von Gott abgewandt hatte.

Würdig für das göttliche Fest sind alle Menschen, die sich auf die Einladung einlassen und sich zum Fest aufmachen. Ihre Herkunft spielt da keine Rolle.

Die neue Identität (Kleid) ist ein Geschenk des Königs zu Ehren seines Sohnes. Der Mann ohne Hochzeitskleid ist einer, der zwar für das Reich Gottes ist, aber nicht die Gerechtigkeit Gottes in Jesus Christus für sich persönlich in Anspruch nehmen will (2.Korinther 5,21). Er will nicht von Gott abhängig sein. Doch ohne Jesus sind wir vor Gott sprachlos (Römer 3,19).

Wer jetzt die Realität nicht sehen will, der bleibt in der Finsternis. Vor Gott kann keiner in seinem eigenen Namen auftreten. Vor ihm kann nur bestehen, wer in Jesus eine neue Identität als Kind Gottes gefunden hat.

Das ist ein Impuls aus unseren Entdeckungen in einer ergebnisoffenen Bibelstudiengruppe.


Leiden als Schlüsselerfahrung

8. April 2018

Paulus ist auf dem Weg nach Jerusalem. Überall wird er durch den Heiligen Geist gewarnt, das es ins Leiden geht. Paulus ist sich aber sicher, dass dies der Wille Gottes ist (Apostelgeschichte 21,1-17). Diese Geschichte irritiert. Warum warnt der Heilige Geist und zugleich gibt er Paulus die Gewissheit, dass dies Gottes Weg ist?

Manches in unserem Leben irritiert auch uns. Doch wenn wir das Leben von Jesus ansehen,  beobachten wir ähnliche Muster. Jesus wird vom Heiligen Geist bei der Taufe erfüllt und dieser führt in die Wüste und setzt ihn dem Versucher aus. Jesus erhält vom Versucher drei Angebote: 1. Hilf dir selbst (Mache aus den Steinen Brot) 2. Zwinge Gott zum Handeln (Spring vom Dach des Tempel, dann werden dich die Engel auffangen) 3. Warum  Leiden, wenn ich dir alles ohne Leidensweg anbieten kann? (Der Teufel offeriert ihm die Welt, wenn er ihn als rechtmäßigen Besitzer der Welt ehrt und anerkennt). Ein weiteres Mal ringt Jesus im Garten Gethsemane um den Kelch des Leides, bis er einwilligt in das: Dein Wille geschehe (Lukas 22,42).

Das Böse wird überwunden, indem es bei uns ins Leere läuft. Wenn wir Leid ertragen und aushalten und dennoch Gott vertrauen, verliert das Leiden die Macht über uns. In Offenbarung 12,11 steht, dass die Glaubenden ihr Leben nicht geliebt haben bis zum Tod. Jesus sagte seinen Jüngern nach der Auferstehung: Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch (Johannes 20,21).

Es gibt Dinge, die können wir nicht in einer friedvollen und behütenden Umgebung lernen. Weder vollmächtige Predigten noch ein erfolgreiches Leben, lernen uns, worauf es ankommt, wenn wir an unsere Grenzen stoßen. Wenn wir entdecken wollen, wie Gott für uns sorgt und uns durchträgt, müssen wir uns den Widerlichkeiten. Der Heilige Geist sendet uns in Situationen, die wir uns nie freiwillig aussuchen würden, weil wir nur darin, wo alles auf dem Spiel steht, begreifen können, dass auch wir Gottes geliebte Kinder sind, an denen er seine Freude hat. Gott lernt man in der Not und nicht auf der Schulbank wirklich kennen.

Damit erfüllt sich was Jesus zum Hananias gesagt hatte: „Ich werde ihm zeigen, wie vieles er für meinen Namen leiden muss“ (Apostelgeschichte 9,16).

Dies sind Gedanken aus unserem Austausch zu Apostelgeschichte 21,1-17.

Das ist ein Impuls aus unseren Entdeckungen in einer ergebnisoffenen Bibelstudiengruppe. Wir sind auch offen für neue Teilnehmer im Linthgebiet (siehe Inspirierendes Bibelstudium). Gern gestalte ich auch Bibeltage an anderen Orten.

 

https://www.obrist-impulse.net/leiden-als-schluesselerfahrung


Verschlafene Möglichkeit

2. April 2018

Das Entscheidende bei der Geschichte mit den zehn Frauen und ihren Öllampen ist die Frage, ob der Gastgeber sie kennt und ob sie sich auf seine Ankunft vorbereitet haben.

Der Gedanke, dass einer genommen wird und der andere nicht, wenn der Sohn Gottes offenbart wird, kommt auch in Lukas 17,35 vor. Die herausforderndste Aussage dazu finden wir am Ende der Bergpredigt, wo Menschen ebenfalls mit dem gleichen Argument „Ich kenne euch nicht“ abgewiesen werden – Menschen, die sogar Mitarbeiter waren (Matthäus 7,22-23). Die Frage ist also nicht, ob wir Jesus kennen, sondern ob er uns kennt.

Den Glauben erwirbt man nicht und hat ihn dann im Sack. Man muss ihn am Leben erhalten und in der Beziehung zu Jesus bleiben. Die zehn Frauen haben sich alle an die richtige Form gehalten (Lampe), doch nur die Hälfte war ausreichend vorbereitet (Öl). Kein Öl zu haben bedeutet, dass Mangel herrscht. Das innere Feuer ist ausgegangen. Viele Könige von Israel haben ihre Herrschaft gut begonnen, doch sie endeten im Mangel. Daniel sagt zu Belsazar (Daniel 5,27): „Gott hat dich gewogen und für zu leicht befunden. Du kannst nicht vor ihm bestehen.“

Glaube lebt, indem wir Brennstoff nachschieben. Glaube ist wie eine Pflanze, die immer wieder Wasser braucht. Die Botschaft dieses Gleichnisses ist: Seid wachsam. Bleibt dran. Der Begriff Jünger bedeutet: „Bleib lebenslang Lernender“.

Spannend ist auch, dass jeder nur für sich selbst sorgen kann. Die fünf Frauen, die ausreichend Öl dabei haben, können denen nicht helfen, denen das Öl ausgegangen ist. Es reicht nicht, wenn jemand für mich betet. Ich kann nicht vom Glauben anderer leben. Es muss mein eigener Glaube und meine eigene Beziehung zu Jesus sein.

Die Lampen erlöschen, weil der Bräutigam spät kommt. Der lange Atem fehlte, um bis zum Schluss dranzubleiben. Doch eines ist sicher: Er kommt, auch wenn es lange dauert. Petrus schreibt, dass es Gottes Güte ist, die ihn verzögern lässt (2.Petrus 3,9).

Die, die bereit waren, gehen hinein. Für die Unvorbereiteten wird die Tür verschlossen. Gottes Fest ist eine geschlossene Gesellschaft. An seinem Tisch sitzen nur Menschen, die sich dafür geöffnet und darauf vorbereitet haben. Für den, der jetzt noch nicht dabei sein will, gibt es ein „zu spät“. Die leichtfertigen jungen Frauen wussten, dass es den Herrn gibt, doch er kennt sie nicht, weil sie ihn nicht suchten und nicht ihr Herz bei ihm ausschütteten (Psalm 62,9).

Unser Leben heute und hier ist eine Vorbereitungszeit für die Ewigkeit. Jesus als Licht der Welt (Johannes 8,12) will unser Leben entzünden (Matthäus 5,14). Er will unseren Weg erleuchten und uns als Gemeinschaft zum Fest führen. Darum sollen wir unser Leben nicht verschlafen und uns auf seine Ankunft richtig vorbereiten.

Dies sind Gedanken aus unserem Austausch zu Matthäus 25,1-13.

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Gibt es Beweise für die Auferstehung von Jesus?

1. April 2018

Eine ganze Reihe von Fakten sprechen dafür, dass die Auferstehung von Jesus wirklich stattgefunden hat.

1. Das leere Grab: Der jüdische Hohe Rat und die Römer konnten den Leichnam Jesu nicht vorweisen, obwohl sie das gern getan hätten.

2. Paulus verweist auf mehr als 500 Personen, denen der auferstandene Christus leibhaftig erschienen ist (1. Korinther 15,6). Viele lebten zum Zeitpunkt der Aussage noch.

3. Die „Absurdität“ der Botschaft. Die Jünger selbst glaubten zunächst nicht an die Auferstehung. Da sie die Auferstehung verkündeten hätte man sich einfach widerlegen können, hätte man um den Leichnam und um sein Grab gewusst, wie bei anderen Propheten.

4. Erst die Begegnung mit dem Auferstandenen ließ die Jünger keine Angst mehr vor dem angedrohten Tod haben. Viele von ihnen bezahlten dafür mit ihrem Leben – wer würde so etwas für eine selbst erfundene Geschichte tun?

5. Natürlich kann man alles in Frage stellen. So kann man jede Person in der Geschichte in Frage stellen und behaupten ein Kreis von Menschen hätten diese Geschichten nur erfunden. Das gilt für alle Propheten, Religionsgründern und Philosophen. Gibt es von diesen Personen fremde detaillierte Berichte, wie man das von den Christen immer wieder einfordert? Jesus und seine Bewegung wurden im Talmud und auch in anderen Büchern erwähnt.

6. Abgesehen davon, erscheint Jesus immer wieder Menschen auf der ganzen Erde. Vor allen vielen Muslimen, die nach Gott suchen. Aber auch solchen, die seine Nachfolger töten wollen, wie damals Saulus.

https://www.obrist-impulse.net/gibt-es-beweise-fuer-die-auferstehung-des-christus


Gott lässt uns nicht unvorbereitet ins Messer laufen

25. März 2018

Paulus sagt den Ältesten von Ephesus in Milet ganz klar (Apostelgeschichte 20,17-38), dass ihm der Heilige Geist aufgezeigt hat, dass er in die Gefangenschaft gehen wird. Dieses Hinweis ist in doppelter Hinsicht hilfreich: Wenn Paulus festgenommen wird, sind die Gemeinden nicht davon überrascht und denken, Gott hätte Paulus verlassen. Zudem ist Paulus selbst darauf vorbereitet, verhaftet zu werden. Leiden gehört auch zum Glaubensleben dazu. Doch der Heilige Geist geht mit uns nur so weit, wie wir bereit sind, es zulassen. So rang auch Jesus im Garten Gethsemane um ein „Nicht mein, sondern dein Wille geschehe.“

Paulus übergibt deshalb mit seiner Rede vor den Ältesten von Ephesus ganz bewusst den Stab an die Verantwortlichen der Gemeinde weiter. Sie sollen nun die Gemeinde mit Nahrung versorgen und sie vor zerstörerischen Einflüssen schützen. Mit dem Begriff „Aufseher“ oder „Bischof“, wie es an einigen Stellen übersetzt wird, ist jemand gemeint, „der wie ein Hirte für die Schafe schaut“. Im Hebräischen kommt das Wort Hirte vom sehen.

Paulus warnt vor den Wölfen, die alles durcheinanderbringen und Menschen an sich binden statt an Jesus, die auffressen, ausnutzen und aussaugen. Anstatt einander auszunutzen, sollen wir uns gegenseitig ermutigen und aufbauen und das himmlische Erbe weitergeben. Paulus weist auch darauf hin, dass man als Verantwortlicher einer Gemeinde die Leute nicht melken, sondern beschenken soll. Wie Gott wiederum für einem sorgt, dass ist allein seine Sache.

Gott ist es auch, der Menschen zur Gemeinde hinzufügt, wenn er sie uns anvertrauen kann. Selbst Jesus hat gebetet: „… die du mir gegeben hast“ (Johannes 17). Echte Hirten inspirieren ihre Schafe, anstatt sie mit Appellen anzutreiben.

Spannend ist, dass der Heilige Geist Paulus auch die Möglichkeit gibt, ein eigenes Ja für seinen Weg zu finden. Seine Gefangenschaft ist keine Niederlage, sondern der von Gott gewollte und geführte Weg in eine neue Aufgabe. Gott möchte, dass die Botschaft des „zu Gott hin Umdenkens“ und des Vertrauens in Jesus auch dort verkündet wird, wo ein durchschnittlicher Mensch nicht hinkommt – vor den römischen Herrschern und dem Kaiser.

Interessanterweise entstand erst durch die Gefangenschaft von Paulus sein Lebenswerk, nämlich die Briefe, welche für alle Christen bis heute wegweisend sind. Erst durch eine Einschränkung wurde eine Tür geöffnet und Paulus bekam die Möglichkeit, bis in unsere Zeit hinein zu wirken.

Gedanken aus dem Austausch zu Apostelgeschichte 20,17-38.

Das ist ein Impuls aus unseren Entdeckungen in einer ergebnisoffenen Bibelstudiengruppe. Wir sind auch offen für neue Teilnehmer im Linthgebiet (siehe Inspirierendes Bibelstudium). Gern gestalte ich auch Bibeltage an anderen Orten.

 


Das Markenzeichen des himmlischen Vaters

24. März 2018

Jesus wendet sich in der Bergpredigt gegen Spitzfindigkeit. Er kritisiert die rabbinischen Schwur-Skalen (Matthäus 5,34-36). Je nachdem zu was man schwörte, meinte man es weniger ernst (vgl. Matthäus 23,16.18). Aus unserem Mund soll nur das herauskommen, was wir wirklich meinen. Paulus schreibt den Ephesern (Epheser 5,4): „Genauso wenig ist Platz für Klatsch, Sticheleien und zweideutiges Gerede.“ Damit ist Humor nicht ausgeschlossen, doch Humor bedeutet, dass man über sich selbst lachen kann und nicht, dass man sich über andere lustig macht.

Jesus fordert auf, aus dem System der Rache auszusteigen. Mit „Auge um Auge“ ist im ursprünglichen Sinn eigentlich gemeint: Wenn durch mich jemand sein Auge verloren hat, dann soll ich ihm Auge sein. Jesus möchte, dass wir das System der Selbstjustiz und der bitteren Grabenkämpfe durchbrechen, indem wir kreative Wege gehen, damit der andere zur Einsicht kommen kann. Schon Salomo sagte (Sprüche 20,22): „Nimm dir nicht vor, Unrecht heimzuzahlen! Vertraue dem Herrn, denn er wird dir zum Recht verhelfen!“ Das wiederum bedeutet aber nicht, dass wir einfach „Schwamm drüber“ sagen und Unrecht unter den Teppich kehren. Jesaja sagte: „Lernt wieder, Gutes zu tun! Sorgt für Recht und Gerechtigkeit, tretet den Gewalttätern entgegen, und schafft den Waisen und Witwen Recht!“ (Jesaja 1,17)

Denn das Markenzeichen des himmlischen Vaters ist die Liebe für jeden, auch wenn dieser ihm gegenüber noch feindlich gesinnt ist (Matthäus 5,43-48). Die Feindesliebe behandelt den Feind mit Respekt und verschließt ihm nicht die Tür zur Versöhnung. Paulus schreibt: „Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind“ (Römer 5,10). Feindesliebe wirbt für Einsicht, Umkehr und Versöhnung.

Das ist ein Impuls aus unseren Entdeckungen (Matthäus 5,33-48) in einer ergebnisoffenen Bibelstudiengruppe. Wir sind auch offen für neue Teilnehmer im Linthgebiet (siehe Inspirierendes Bibelstudium). Gern gestalte ich auch Bibeltage an anderen Orten.

 

http://www.obrist-impulse.net/das-markenzeichen-des-himmlischen-vaters


Gottes Weinberg

18. März 2018

Alles fängt mit einer Begegnung mit dem Weingärtner auf dem Platz der Bereitschaft an. Es ist spannend, zu sehen, dass manche Menschen erst spät bereit sind, sich rufen zu lassen.

Der nächste Schritt ist die Bereitschaft, seiner Einladung zu folgen. Dabeisein ist alles.

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Zeit zu sein

16. März 2018
Ist die Hausarbeit weniger wert, als philosophieren? Oder setzt Martha die falsche Priorität? Was hat sich Jesus als Gast gewünscht? Ein super Menü oder offene Zuhörer? Einmal sagte Jesus: „Meine Speise ist die, dass ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk“ (Johannes 4,34). Salomo sagte: Alles hat seine Zeit  (Prediger 3,1). Die Gegengeschichte ist die Speisung der Fünf- und Siebentausend. Da hat man das leibliche Wohl ganz vergessen und Jesus hat durch ein Wunder eingegriffen.

Wie in der vorangehenden Geschichte vom barmherzigen Samariter, geht es auch hier darum, welches das passende Verhalten im Moment ist. Jetzt ist das geistliche Leben wichtiger als die Werke. Die Liebe ist mehr als der Dienst. Martha ist mit ihrem Dienst nicht eins. Sie meint zu wissen, was Jesus und ihre Schwester tun müssten. Doch Jesus möchte dass Martha die Worte vom Reich Gottes umsetzt. Sei ganz eins mit dir. Sei nicht besorgt und beunruhigt (Vers41). Richte nicht (Matthäus 7,1). Nimm dir einfach die Zeit zu sein.

Hausarbeit ist nicht minderwertig, doch jetzt ist ein Gast da, der sich an der Gemeinschaft erfreuen will. Was nützt ein Besuch, wenn der Gastgeber keine Zeit hat? Wie oft denken wir, wir wüssten, was der andere tun soll oder welche Bedürfnisse er hat. Doch unser Gegenüber hat manchmal ganz andere Prioritäten.

Spannend ist, dass bei Jesus nicht nur wie damals üblich Männer an den Lehrgesprächen teilnehmen sondern auch Frauen. Ebenso sorgt er sich wiederum für das Essen, wenn es nötig ist. In der vorangehenden Geschichte vom barmherzigen Samariter fordert Jesus auf, dass die vergeistigten Menschen aktiv werden. In dieser Geschichte sollen die Überaktiven zur Ruhe kommen.

Das ist ein Impuls aus unseren Entdeckungen in einer ergebnisoffenen Bibelstudiengruppe. Wir sind auch offen für neue Teilnehmer im Linthgebiet (siehe Inspirierendes Bibelstudium). Gern gestalte ich auch Bibeltage an anderen Orten.

http://www.obrist-impulse.net/zeit-zu-sein


Leben in der Gewissheit der Totenauferstehung

11. März 2018

Mit der Gewissheit der Totenauferstehung reist Paulus Richtung Gefangennahme. In Alexandria Troas verabschiedet er sich abends von der Gemeinde. Da fällt ein Mann mit dem Namen „Der Glück hat“ aus dem dritten Stock aus dem Fenster. Er hatte sich dorthin gesetzt, weil die vielen Lampen ihm zugesetzt hatten und er frische Luft brauchte. Doch die frische Luft konnte seine Müdigkeit nicht überwinden. Vielleicht war er ein Sklave und hatte den ganzen Tag gearbeitet.

So was hat gerade noch gefehlt, er fällt herunter und ist tot. Das könnte die ganze Stadt in Aufruhr bringen. Da ist man mitten in einer gesegneten Versammlung und nun das. Paulus berührt wie Elia den Mann und ist sich sicher, dass der Tote, wie ihn der Arzt Lukas beschreibt, wieder zum Leben kommt. Paulus verordnet ihm Ruhe. Dann spricht Paulus weiter und sie feiern gemeinsam Abendmahl und damit wie Jesus durch das Kreuz den Tod überwunden hat. Diese Kraft erleben die Zuhörer gleich, indem der Mann wieder lebt.

Wer mit Gott unterwegs ist, wird nicht vor Leid und Schwierigkeiten bewahrt, doch Gott verherrlicht sich, indem er eingreift. Die Gewissheit, dass der Tod nicht das Letzte ist, hat Paulus die Zuversicht gegeben, direkt in die Schwierigkeiten zu laufen. In ihm ist die gleiche Kraft wie in Elia, die ihn in die Herausforderungen begleitet.

Gott wird in der Not erlebt – manchmal indem er die Last wegnimmt oder die Kraft gibt, sie zu ertragen. So war es bei Jesus als er in der Wüste versucht wurde und als er ans Kreuz ging. So haben es die Jünger von Jesus erlebt. Außer Johannes starben alle als Märtyrer. Die Gewissheit der Auferstehung war stärker als alle Todesdrohungen.

Gedanken zu Apostelgeschichte 20,1-16.

Das ist ein Impuls aus unseren Entdeckungen in einer ergebnisoffenen Bibelstudiengruppe. Wir sind auch offen für neue Teilnehmer im Linthgebiet (siehe Inspirierendes Bibelstudium). Gern gestalte ich auch Bibeltage an anderen Orten.

http://www.obrist-impulse.net/leben-in-der-gewissheit-der-totenauferstehung


Wer zuletzt lacht

3. März 2018
Die Leute machten sich über Jesus lustig (Lukas 16,14). Jesus meint doch in allem Ernst, dass man nicht Gott und das Geld gleichzeitig im Fokus haben kann (Lukas 16,13). Das Entscheidende ist, woran man sein Herz hängt (Lukas 16,15). Als Antwort auf ihn Spot erzählt Jesus die Geschichte vom reichen Mann und dem armen Lazarus (Lukas16,19-31).
 
Jesus will damit aufzeigen, dass das irdische Leben nicht alles ist. Es gibt ein Leben danach. Es gibt auch eine Gerechtigkeit. Man erntet, was man gesät hat und kann sich dann nicht mehr arrangieren. Das Entscheidende ist, ob wir umsetzen, was man bei Mose und den Propheten lesen kann.
 
Spannend ist, dass nur Lazarus in dieser Geschichte einen Namen hat. Das ist wichtig, um die Geschichte verstehen zu können. Sein Name bedeutet weiterlesen →

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