Das kann doch keine Sünde sein

24. Juli 2017
Immer wieder hört man: „Ich habe völligen Frieden über eine Sache“ auch wenn die Bibel etwas ganz anderes aufzeigt. So wechseln gestandene Christen auf einmal den Ehepartner in der völligen Überzeugung, dass dies Gottes Wille sei. Es scheint so, dass „innerer Frieden“ und gesellschaftliche Prägung angibt, was heute als „Sünde“ definiert wird.
 
Der Fall der Ehebrecherin in Johannes 8,1-11 ist da interessant. Sie hat in völliger Übereinstimmung mit ihren Gefühlen gehandelt. Sie liebt diesen Mann und zieht ihn auch nicht ins Verfahren hinein. Sie bereut nichts. Sie bittet Jesus auch nicht, ihr gnädig zu sein und doch nennt Jesus es Sünde.
 
Sünde hat also nichts mit Gefühlen zu tun, sondern ist von Gott her als Zielverfehlung definiert. Dass Jesus sie nicht verurteilt, zeigt die Größe seiner Barmherzigkeit. Das „sündige nicht mehr“, zeigt an, dass der Wille zur Veränderung dazugehört.
 
Wie oft werden die vorhergehenden Verse zitiert, doch der Schluss weggelassen. Es ist ein falsches Fazit aus dieser Geschichte, dass Gott allen gnädig sein wird, weil wir alle Sünder sind. Der entscheidende Punkt ist das „sündige nun nicht mehr“ – der Wille zur Veränderung.
 
Auch die Aussage: „Gott liebt mich, so wie ich bin“ könnte
 
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