Zeit zu sein

16. März 2018
Ist die Hausarbeit weniger wert, als philosophieren? Oder setzt Martha die falsche Priorität? Was hat sich Jesus als Gast gewünscht? Ein super Menü oder offene Zuhörer? Einmal sagte Jesus: „Meine Speise ist die, dass ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk“ (Johannes 4,34). Salomo sagte: Alles hat seine Zeit  (Prediger 3,1). Die Gegengeschichte ist die Speisung der Fünf- und Siebentausend. Da hat man das leibliche Wohl ganz vergessen und Jesus hat durch ein Wunder eingegriffen.

Wie in der vorangehenden Geschichte vom barmherzigen Samariter, geht es auch hier darum, welches das passende Verhalten im Moment ist. Jetzt ist das geistliche Leben wichtiger als die Werke. Die Liebe ist mehr als der Dienst. Martha ist mit ihrem Dienst nicht eins. Sie meint zu wissen, was Jesus und ihre Schwester tun müssten. Doch Jesus möchte dass Martha die Worte vom Reich Gottes umsetzt. Sei ganz eins mit dir. Sei nicht besorgt und beunruhigt (Vers41). Richte nicht (Matthäus 7,1). Nimm dir einfach die Zeit zu sein.

Hausarbeit ist nicht minderwertig, doch jetzt ist ein Gast da, der sich an der Gemeinschaft erfreuen will. Was nützt ein Besuch, wenn der Gastgeber keine Zeit hat? Wie oft denken wir, wir wüssten, was der andere tun soll oder welche Bedürfnisse er hat. Doch unser Gegenüber hat manchmal ganz andere Prioritäten.

Spannend ist, dass bei Jesus nicht nur wie damals üblich Männer an den Lehrgesprächen teilnehmen sondern auch Frauen. Ebenso sorgt er sich wiederum für das Essen, wenn es nötig ist. In der vorangehenden Geschichte vom barmherzigen Samariter fordert Jesus auf, dass die vergeistigten Menschen aktiv werden. In dieser Geschichte sollen die Überaktiven zur Ruhe kommen.

Das ist ein Impuls aus unseren Entdeckungen in einer ergebnisoffenen Bibelstudiengruppe. Wir sind auch offen für neue Teilnehmer im Linthgebiet (siehe Inspirierendes Bibelstudium). Gern gestalte ich auch Bibeltage an anderen Orten.

http://www.obrist-impulse.net/zeit-zu-sein

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