Freut euch mit mir

18. Juni 2018

Es ist spannend, wie Menschen mit ganz unterschiedlichem, ja gegensätzlichem Hintergrund zu Jesus kommen. Doch anstatt sich darüber zu freuen, ärgern sich die Schriftgelehrten über die Randständigen. Jesus fordert sie auf, sich mit ihm zu freuen und erzählt ihnen die Geschichte von einem Hirten, der seine 99 Schafe zurücklässt, um das eine verlorene Schaf zu suchen (Lukas 15,1-7). Jesus sieht den Schwerpunkt des Reiches Gottes darin, Menschen zurück zu Gott zu bringen.

Viele, die das eigentliche Ziel des Lebens verfehlt haben, kommen zu Jesus, hören ihm zu und wollen neu anfangen. Unter ihnen sind Zolleinnehmer, die sich an den Leuten schamlos bereichert haben, und andere Typen, mit denen man nichts zu tun haben möchte (Lukas 15,1). Jesus lässt sich auf sie ein und geht sogar zu ihnen nach Hause, wenn er von ihnen zum Essen eingeladen wird.

Wie schnell schaut man auf andere herab (V.2), statt nach ihnen zu schauen.

Schon auf den ersten Seiten der Bibel steht es: Gott sucht nach den Menschen. Gott rief: „Adam, wo bist du?“ (1.Mose 3,9) Er lässt die Menschen nicht im Stich. Er überlässt sie nicht ihrem Schicksal. Er macht sich auf den Weg zu ihnen. Gott sehnt sich nach uns Menschen und sucht noch immer nach denen, zu denen der Kontakt abgebrochen ist und die umkehren möchten.

Jesus ist der suchende, der be-suchende Gott. Er scheut keine Mühen und keine Strapazen und ruht nicht eher, bis er das Verlorene wiedergefunden hat. Wer nicht mit Jesus, dem guten Hirten, unterwegs ist, der bleibt verloren.

Und die anderen 99 Schafe? Hat keines bemerkt, dass da eines nicht mehr da ist? Hat keines die Energie gehabt, aufzustehen, loszugehen und das verlorene Schaf zu suchen? Ist es dir auch schon so ergangen? Niemand fragt nach dir, aber Gott hat dich nicht aufgegeben und sucht dich.

Keiner freut sich, als Jesus sich um die Menschen mit einem schlechten Ruf kümmert. Dennoch hat Jesus im Lauf der Zeit immer wieder Menschen inspiriert, sich ebenso wie er um Menschen zu kümmern, beispielsweise Mutter Teresa, Bruder Franziskus, die Heilsarmee oder Pfarrer Sieber.

Spannend ist auch, dass der Hirte volles Vertrauen in die Herde hat. Er geht davon aus, dass sie zusammenbleiben, bis er wiederkommt.

Von der Herde und vom Hirten getrennt zu sein bedeutet den sicheren Tod des Tieres. Das Schaf ist darauf angewiesen, dass es der Hirte zurück zur Herde trägt. Ohne den suchenden Hirten geht es zu Grunde. Gerade weil Jesus das Verlorensein ganz anders beurteilt als wir, ist das Finden in seinen Augen so eine große Sache (Lukas 15,6).

Für Menschen, die den Kontakt zu Gott verloren haben, gibt es eine Hoffnung, denn Gott sucht sie, holt sie heraus und bringt sie zurück ins Leben.

Doch der Verlorene muss sich retten lassen und bereit sein, sich mit Jesus auf den Weg zu machen. Die Schriftgelehrten dachten, dass sie keine Buße nötig hätten. Doch in Jesaja 53,6 steht: „Wir alle irrten umher wie Schafe, die sich verlaufen haben; jeder ging seinen eigenen Weg. Der HERR aber lud alle unsere Schuld auf ihn.“

Himmlische Freude ist Freude über das Wiedergefundene. Denn Gott und seine Engel nehmen Anteil am Geschehen auf der Erde. „Der Herr schaut herab vom Himmel auf die Menschen, zu sehen, ob da ein Einsichtiger sei, einer, der nach Gott fragt“, hat einst David geschrieben (Psalm 14,2).

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