Das Ur-Evangelium und die Messias-Verheißung

7. Juli 2018

Gott, der HERR, sprach zur Schlange: „Ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen“ (1.Mose 3,15).

Irenäus von Lyon (135–202) bezieht diese Aussage auf Jesus und Maria: „Er wurde von Maria geboren“ (Irenäus: Adversus Hereses, Buch III Kap. 23, 7. 21 bzw. V Kap. 21, 1.22).

Genauso könnte man auch die Nachkommen der Frau als geistige Nachkommen sehen. Doch das ergibt eigentlich keinen Sinn, da sich die Frau gerade vom Teufel hat vereinnahmen lassen und so ein Kind der Sünde geworden ist. Geistlich gesehen steht sie also auf der gleichen Seite wie die Schlange. Der logische Sinn ist daher, dass ein Nachkomme der Frau alle Nachkommen der Rebellion überwinden wird, indem der Kopf der Bewegung vernichtet wird. Gerade ein Mensch, den der Teufel soeben zu Fall gebracht hat, soll ihn zu Fall bringen.

Im Hebräischen steht das „zermalmen“ in diesem Vers in der männlichen dritten Person Singular. Somit muss man übersetzen: „Ich will Feindschaft setzen zwischen deinen Nachkommen und ihrem Nachkommen, er wird dir den Kopf zermalmen.“ Damit eröffnet sich die Perspektive eines Messias, der die Macht des Bösen brechen wird.

Mit dem Angebot der göttlichen Gnade in Jesus wurde der Weg frei, sich das Heil nicht selbst zu schaffen, sondern es dankbar anzunehmen. Vergebung muss nicht erwirkt werden, sondern darf empfangen werden. Damit verliert das Böse seine Macht.

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