Heilung bedeutet nicht Heil

21. November 2020

Heilung verhilft nicht unbedingt zu einem Leben mit Gott – das zeigt eine Begegnung von Jesus mit einem Kranken am Teich Betesda in Jerusalem auf.  Heilung ist eine Manifestation von Gottes souveränem Erbarmen (Chesed – im Haus der Gnade: Betesda). Gott kann seine Gnade auch im Leiden manifestieren.

Als einzigen Grund für die Heilung dieses Mannes nennt die Bibel das Erbarmen  (Chesed) Jesu über einen Menschen, der 38 Jahre  auf Heilung wartet. Der Mann glaubt  an ein System, das ihm kein Heil bringt und für ihn unerreichbar ist. Es ist ein System, in dem nur der Starke gewinnt. Jesus sagt mit der Heilung: „Ich bin der, der euch ins verheißene Reich Gottes führt. Das Warten ist vorbei.“

Diese Heilung ist auch ein Bild für die unverdiente Gnade und Gottes exemplarisches Handeln. Am Teich warten viele Kranke, doch Jesus heilt nur einen. Dieser Mann glaubt nicht einmal, dass Jesus der Messias und Retter ist.

Die Heilung stand im totalen Gegensatz zu den Erwartungen dieses Mannes. Gott handelt manchmal anders, als wir es erwarten – manchmal auch, ohne dass wir ihn darum bitten.

Im Tempel sagt Jesus zu ihm, dass nicht die Heilung das Wesentliche  ist, sondern ob er sich auf Gott ausrichtet. Dass es darauf ankommt, ob er seine von Gott gegebene Bestimmung lebt und nicht am Ziel vorbeischießt  (Sünde). Doch der Mann zeigt Jesus  bei den Schriftgelehrten an, anstatt sich ihm anzuvertrauen.

Der Geheilte vom Teich Betesda ist ein Beispiel für alle Menschen, die auf ein falsches System setzen. Es ist ein Glaube, in dem der Starke siegt; ein Glaube, in dem man nicht vom Erbarmen Gottes lebt.

 Glaube wächst nicht durch Wunder und Heilungen, sondern im Vertrauen auf Gott, wenn es anders läuft als wir es erwarten. So sagt Gott zu Paulus: „Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung“ (2.Korinther 12,9).

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