Gott bewegt

30. Januar 2021

Die Geschichte von Abraham zeigt uns eine tiefe Wahrheit auf. Es geht nicht darum, dass wir Gott bewegen, sondern Gott uns.

In 1. Mose 12,1 steht: „Der HERR sprach zu Abram: Geh fort aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde!“ „Mach dich auf den Weg.“ Also wir hätten sicher gern gewusst, wohin es geht!

In Hebräer 11,8 steht: „Aufgrund des Glaubens gehorchte Abraham  dem Ruf, wegzuziehen in ein Land, das er zum Erbe erhalten sollte; und er zog weg, ohne zu wissen, wohin er kommen würde.“

Das ist auch eine Eigenart Gottes. Er geht mit jedem Menschen einen Weg. Das gilt es auszuhalten.

Wenn wir auf den Gott Abrahams vertrauen, dann sind wir auf einem Weg. Die ersten Christen  bezeichneten sich als Weggemeinschaft (Apostelgeschichte 19,23; 24,14). Im Koran werden die Menschen, die aufrichtig mit Gott unterwegs sind, als die Menschen des geraden Weges bezeichnet (Sure 6,153). Für Juden bedeutet Glauben, nicht über Gott zu philosophieren, sondern sich einen jüdischen Lebensstil anzueignen.

Wir sind also auf einem Weg. Gott nimmt uns mit auf einen Weg. So hat Jesus auch seine Zuhörer eingeladen: „Folget mir nach.“ (Johannes 12,26). Wir müssen nicht alles zuerst richtig verstehen, um mit Gott unterwegs zu sein, sondern uns einfach auf Gott einlassen und täglich bereit sein, von ihm zu lernen, was das Wort „Jünger“ bedeutet.

Spannend ist, dass wir mit unserem Glauben nicht Gott bewegen, sondern er uns bewegen will. Er möchte, dass durch uns Gottes Reich in unserem Umfeld erfahrbar wird.

Auf diesem Weg sind wir nicht vollkommen, aber in Bewegung. Wenn wir an den Gott Abrahams glauben, dann sind wir mit Gott auf einem Weg. Wir wissen, dass er nicht fern ist, sondern bei uns. Bei ihm ist nichts unmöglich – auch nicht, uns als Mensch zu begegnen. Wir können Gott mit nichts beeindrucken, sondern sind von ihm reich beschenkt. Wir wissen, dass Gott uns freundlich  gesinnt ist. Er geht uns nach, ruft  uns und will uns wieder zu sich zurückbringen.

Der Gott Abrahams fasziniert mich. Ich hoffe, dass wir alle uns wieder neu auf ihn einlassen wollen.

Der Gott Abrahams

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