Frauen lassen ihre Gottesfurcht leuchten

25. Januar 2022

Der Mensch kann boshaft sein oder ein gutes Herz haben. Den Hebammen in 2. Mose 1,15-22 stellt sich die Frage, was ihnen wichtiger ist: eine gute Beziehung zur Regierung oder eine gute Beziehung zu Gott. Sie fürchteten Gott mehr als den König. Anstatt die Knaben zu eliminieren, entschieden sie sich für das Leben. Sie missachteten den menschenverachtenden Befehl des Pharao, alle männlichen Kinder zu töten. Sie standen auf der Seite des Lebens und wollten nicht zu Gehilfinnen des Todes werden. In Vers 20 steht: „Gott verhalf den Hebammen zu Glück.Gott segnet, wer sich zu ihm stellt.

Der Widerstand der Frauen durchkreuzt den Plan des Pharao. Er hatte gedacht, die Hebammen würden die neugeborenen Knaben sofort töten und dann der Familie weismachen, es wäre eine Totgeburt, damit sich der Plan ohne großes Aufsehen verwirklichen lässt. Doch nun muss er realisieren, dass seine Idee, dass die Hebammen die Hebräer belügen sollten, mit einer Bumerang-Lüge zurückkommt und ihm aufzeigt, wie machtlos er ist.

Das bringt ihn erst recht in Rage und er greift zum letzten Mittel, dem Befehl zur Vernichtung. Er macht seinen Wahn gleich zum Staatsprogramm. Er verpflichtet nicht seine Armee dazu, sondern das ganze Volk. Jeder wird zum Spitzel seines Machtapparates. Und niemand hat sich dagegen gewehrt oder ihm widersprochen.

Das Leben der Israeliten ist nun äußerst schwierig. Es wird zum Spießrutenlauf zwischen einem öffentlichen Leben und einem Leben hinter verschlossenen Türen.

Nicht die Israeliten haben diese Parallelwelt erschaffen. Nein, sie wurde notwendig durch die Aggression gegen Gottes Segen.

Auch heute gibt es Länder und Regionen, in denen man den Glauben nur im Untergrund leben kann. Dazu erschien in dieser Woche der Verfolgungsindex 2022.

Vielleicht erleben auch wir solche Zeiten, in denen sich das ganze Umfeld gegen uns stellt. Wie sollen wir uns verhalten? Das Beste ist, an Gott festzuhalten.

Die Hebammen sind leuchtende Vorbilder. „Glanz“ und „Schönheit“ sind die Bedeutungen der Namen Schifra und Pua. Sie spiegeln Menschlichkeit inmitten von Hass wider.

Spannend ist auch, dass es in der Bibel immer wieder Frauen sind, die bei Schwierigkeiten vorangehen. Ihre Namen gehen nicht vergessen. So wissen wir noch heute, dass es Schifra und Pua waren, die sich mutig gegen den Mainstream stellten.

Es sind immer wieder Frauen, die sich mutig in totalitären Systemen für den Glauben stark machen. Auch im Iran sind es heute die Frauen, welche die Untergrundkirchen führen und leiten.

Es waren auch die Frauen, die das leere Grab entdeckten und so zu den ersten Verkündigern der guten Nachricht wurden.

Es waren oft Frauen, die soziale Werke gründeten und Gesellschaften veränderten. Auch in der weltweiten Kirche sind es die Frauen, welche zum Aufbau beitragen, auch wenn sie von den Männern nicht unterstützt werden.

Ist Glauben Frauensache? Nein, aber die Männer glänzen oft nicht mit der Schönheit des Glaubens. Doch Schifra, die Glänzende, und Pua, die Schöne, lassen ihre Gottesfurcht leuchten wie ein Licht mitten in der Finsternis. Sie haben das Böse mit Gutem überwunden, wie es auch Paulus in Römer 12,21 sagt: „Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute!“

Gott sieht nicht auf das Geschlecht, sondern auf die Person. Gott sieht auch nicht auf unsere Stellung, sondern beruft und begabt Menschen aufgrund seiner Wahl für seine Aufgaben. Was wir in dieser Geschichte sehr gut sehen: Jeder trägt mit seinem Mosaikstein dazu bei, dass Gottes Rettungsplan Wirklichkeit wird.

So gebraucht Gott auch uns als Mosaikstein im Leben von einem anderen Menschen.

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