Gerüstet fürs Leben (Epheser 6,10-24)

16. Februar 2022

Wer mit Jesus unterwegs ist, kann sich auf Widerstand gefasst machen. Doch Kinder Gottes sind nicht in der eigenen Kraft unterwegs (Epheser 6,10). Ihr Herr rüstet sie aus. Nicht um Menschen zu bekämpfen, sondern um sich selbst zu schützen und listige Angriffe abzuwehren. Das Böse muss mit Gutem überwunden werden (Römer 12,21). Christen sollen sich nicht ängstlich verkriechen, sondern freimütig für die Wahrheit einstehen (Epheser 6,20).

Als Merkhilfe nimmt Paulus das damals für jedermann bekannte Bild eines römischen Soldaten. Heute würden wir vielleicht von einem Virenschutzprogram sprechen.

„Umgürtet mit Wahrheit“ – Ein römischer Soldat trug ein weites Gewand aus lockerem Stoff. Der Gürtel war nötig, damit sein Gewand ihn nicht an der Bewegung hinderte. Er durfte im Kampf nicht stolpern. Es ist wichtig, den Gürtel der Wahrheit zu tragen, denn Lügen bringen uns zu Fall.

„Brustpanzer der Gerechtigkeit“ – Der Brustpanzer war üblicherweise ein hartes, ärmelloses Kleidungsstück aus Leder oder schwerem Material, das das Herz des Soldaten und andere lebenswichtige Organe schützte. Wer auf Gottes Gerechtigkeit baut, ist geschützt, auch wenn ihm mal ein Fehler unterläuft.

„Gestiefelt mit Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens“ – Schuhe waren eine Voraussetzung dafür, dass man unbeschwert überall hingehen konnte. So sollen auch wir allezeit bereit sein, dorthin zu gehen, wo Gott uns hinschickt, um die gute Nachricht vom Frieden mit Gott zu teilen.

„Schild des Glaubens“ – Der Schild war das Erste, das mit dem der Feind in Kontakt kam. Glaube ist das grundsätzliche Vertrauen in Gott und sein Wort. Vertrauen in Gott ist das Erste, das der Teufel zerstören möchte.

„Helm des Heils“ – Der Helm schützte den Kopf, auf den der Feind am liebsten zielte. Schützen wir unsere Gedanken oder lassen wir uns durch allerlei Ideen den Kopf verdrehen? Heilsgewissheit entsteht, indem wir die göttlichen Wahrheiten aussprechen.

„Schwert des Geistes“ – Wie das Schwert die einzige Angriffswaffe des Soldaten war, so stellt auch Gottes Wort allein den Feind bloß. So sehen wir es auch bei Jesus in der Versuchungsgeschichte (Matthäus 4,1-11). Deshalb ist es wichtig, dass wir unseren Glauben aus der Bibel nähren, damit wir unterscheiden können, was gut für uns ist.

Wer nicht bei der Wahrheit bleibt, nicht auf Gottes Gerechtigkeit baut, nicht zu Jesus stehen will, Gottes Zusagen nicht vertraut, sein Heil ständig hinterfragt und die Bibel ignoriert, mit dem hat der Durcheinanderbringer ein leichtes Spiel.

Deshalb fordert Paulus uns auf, füreinander zu beten. Paulus wusste, dass wir alle Gottes Hilfe brauchen, auch er selbst. Diese Hilfe wird uns durch das Gebet zuteil. Gott kommt zu den Menschen, die ihn einladen und ihn in ihrem Leben haben wollen.

 weiterlesen →  https://www.obrist-impulse.net/geruestet-fuers-leben

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