Warum ein Opfer? Reicht nicht der Glaube an einen vergebenden Gott?

23. Juli 2022

Das Bild vom Passahlamm in 2.Mose 11 ist eine Vorschau auf das Kreuz Jesu.

Um das besser einzuordnen, müssen wir auch zurückblenden zum ersten Opfer. Als der Mensch selbst bestimmen wollte, was gut für ihn sein soll, verlor er das vertraute Verhältnis zu Gott und versteckte sich vor ihm. Er realisierte, dass er Gott nichts zu bieten hatte und ohne etwas vor Gott stand. Der Mensch versuchte sich selbst zu bedecken, doch es waren nur Feigenblätter.

Da nahm Gott ein Tier, schlachtete es und gab den Menschen das Fell als Kleider. Nur durch ein Fell konnte der Mensch weiter vor Gott bestehen. Der Mensch erlebte die Folge seiner Abkehr von Gottes Anordnungen. Jemand musste wegen seiner Verfehlung sterben. Die Konsequenz der Abkehr von Gott wurde ihnen vor Augen geführt. Der Tod ist die Folge der Zielverfehlung, der Sünde.

Mit dem Passah-Opfer kommt ein vertiefender Aspekt dazu. Das von Gott festgesetzte Lamm schützt vor dem Gericht. Der springende Punkt ist, dass man die Anweisungen Gottes auch umsetzt und ihm vertraut.

In Jesus haben wir nun einen Ort, an dem wir unsere Vergehungen ablegen können. Zugleich ist es ein Ort, an dem das Opfer Wiedergutmachung erfährt. Gott fordert uns nicht einfach auf zum Vergessen, sondern er trägt unsere Last in Jesus. Damit versteht er uns auch in unserer Not, weil er sie selbst durchlitten hat. Gott ist nicht ein ferner Gott, sondern ein Gott, der uns trägt. Der nahe bei uns ist.

Jesus setzt am Passahfest das Brot des Auszuges und den Kelch der Erlösung als Zeichen für die Erneuerung des Glaubens ein. So ist die Eucharistie oder das Abendmahl ein Ausdruck des Glaubens, dass Jesus für mich am Kreuz als das Passahlamm gestorben und an Ostern auferstanden ist und ich so Anteil an seiner Auferstehungskraft habe. Der Tod hat in meinem Leben nicht das letzte Wort.

So sind der Tod und die Auferstehung von Jesus ein Angebot der Versöhnung, auf dass wir einsteigen können. Es geht nicht um religiöse Leistung und nicht um ein Feigenblatt, sondern um Vertrauen in Gott. Nicht wir kreieren einen Weg zu Gott, sondern wir ergreifen sein Rettungsangebot.

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