Jesus aus jüdischer Sicht

20. Oktober 2017
Sonntag, 22. Oktober, 9.45 Uhr, Gottesdienst, Chrischona Gemeinde Nesslau, Hauptstrasse 13, 9650 Nesslau, Thema: Jesus aus jüdischer Sicht
 
Immer wieder gibt es Aufruhr oder Widerstand, wenn Juden glauben, dass Jesus der jüdische Messias ist. Weshalb? Wir nehmen das jüdische Weltbild unter die Lupe und betrachten biblische Geschichten und den eigenen Glauben aus einer anderen Perspektive.
 
Das Judentum hat andere Schwerpunkte als das Christentum. Durch die Beleuchtung beider Seiten können wir die Konfliktpunkte zurzeit von Jesus besser verstehen.
 
Bis heute stehen messianische Juden – Juden, die an Jesus als den jüdischen Messias glauben – zwischen den Fronten. Wir gehen der Frage nach, weshalb sie von der Kirche und der Synagoge oft abgelehnt werden.
 
Die Auseinandersetzung mit dem christlichen und dem jüdischen Glauben weitet unseren Horizont und stärkt uns.
 
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Hören für den Müden

15. Oktober 2017
Jesaja 50,4-5: Gott, der HERR, gibt mir die richtigen Worte, damit ich erschöpfte Menschen trösten und ihnen neuen Mut zusprechen kann. Morgen für Morgen weckt er in mir das Verlangen, von ihm zu lernen wie ein Schüler von seinem Lehrer. Ja, Gott, der HERR, hat mich bereitgemacht, auf ihn zu hören. Ich habe mich nicht gesträubt und bin meiner Aufgabe nicht ausgewichen.
 
Gott rüttelt den Knecht Morgen für Morgen auf. Nicht nur einmal in der Woche in einem Gottesdienst. Gott gibt in täglichen Portionen.
 
Der Knecht hört mit den Ohren eines Jüngers, eines Lernbegierigen, um aufzunehmen, was Gott ihn lehrt. Das hebräische Hauptwort limmud, Jünger, ist mit dem Verb lamad verwandt, das lehren, ausbilden heißt. Gott lehrt den Knecht. Wenn der Knecht aufsteht, quasselt er nicht drauflos. Er plappert nicht. Er hört zu. Er hat sich dem täglichen Zuhören verschrieben.
 
Das Ziel ist, den Müden mit seinem Wort zu erquicken. Er hört nicht, um Erkenntnisse zu erlangen, damit andere gebannt seinen Predigten lauschen. Er hört nicht, um andere mit einen geistlichen Erkenntnissen zu beindrucken. Vielmehr hört er, um zu lernen, wie er die Müden mit einem Wort stärken kann.
 
Das Volk ist müde. Deshalb wacht ein Jünger täglich auf, hört täglich, um eine Quelle regelmäßiger Ermutigung zu sein.
 

Das wäre genug bis in alle Ewigkeit

12. Oktober 2017
Was wäre, wenn Christen unterschiedlicher Couleur zusammenkämen, um die großen Taten Gottes in Israels Geschichte zu studieren und sich gründlich mit dem Leben, dem Tod und der Auferstehung Jesu vertraut zu machen?
 
Wir würden in die Bibel eintauchen und die großen Taten Gottes Wort für Wort und Vers für Vers auswendig lernen. Vielleicht würden wir keine großartigen Fortschritte bei der Auslegung machen. Wir würden uns nicht mit großen Diskussionen über kontroverse Lehrthemen beschäftigen. Wir würden einfach nur gemeinsam die grundlegenden Dinge lernen – wohl eher auswendig lernen -, und das wäre genug bis in alle Ewigkeit.
 
Jack Levison in „Der Atem Gottes“, GerthMedien
 
Vorschlag für ein inspirierendes Bibelstudium
 

Ist Jesus bald noch der Einzige, der an die Hölle glaubt?

11. Oktober 2017
In der modernen Theologie blendet man ein „Verloren gehen“ aus. Alles wird irgendwann transformiert und das Böse überwunden. Gott habe sich bereits versöhnt und der Mensch habe keinen Einfluss auf sein Heil. Die Kirche sei Demonstration von Gottes transformierender Herrschaft.
 
Auch Sünde ist zu einem diffusen Begriff geworden. Dr. Marcus Weiand vom Institut für Konflikttransformation (ComPax) sagte zu Livenet: „In der Gemeinde fällt der Begriff «Sünde» oft gar nicht mehr.“ „Heute wird gar nicht mehr in der Kategorie gedacht, dass man an etwas Schuld hat. Es geht eher um die Frage der Überforderung. Man schafft Dinge nicht mehr, und damit entschuldigt man möglicherweise auch das Tun. Es steckt ganz tief in uns drin, dissonantes Verhalten zu entschuldigen, anstatt sich den Dingen zu stellen.“
 
In der katholischen Theologie kommt man heute zum Schluss: „Nicht der Himmel ist die Ausnahme, sondern die Hölle“ Gleichwohl gibt es die Hoffnung, dass die Hölle aufgrund der Gnade Gottes quasi leer ist. Dr. Markus Schulze von der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar zitierte in diesem Zusammenhang die beiden Theologen Hans Urs von Balthasar (1905-1988) und Karl Rahner (1904-1984), die beide von der Hoffnung sprechen, dass niemand verworfen ist. Dass die Hölle heutzutage der Jenseitsort ist, der weniger „bevölkert“ ist als der Himmel, bezeichnete Schulze allerdings auch als eine sehr moderne Vorstellung. „Für Augustinus war noch ganz klar, dass die ‚massa damnata‘, die Masse der Verdammten, größer ist als die ‚massa renata‘, die Menge der Erlösten“ Christus aber habe den Menschen zu verstehen gegeben, dass nicht der Himmel die Ausnahme sei, sondern die Hölle.
 
Jesus dagegen spricht in der Bibel immer wieder vom Verlorenen, dass gesucht und gefunden wird (Lukas 15).
 
In Matthäus 10,28 sprach Jesus ganz pointiert: „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als auch Leib zu verderben vermag in der Hölle!“
 
Jesus lehrt auch in Matthäus 7,13-14: „Geht hinein durch die enge Pforte! Denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die auf ihm hineingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden.“
 
In Lukas 16 spricht Jesus eindringlich über zwei Orte nach dem Tod und das man die Seiten nicht wechseln kann. Auch wissen wir aufgrund der Schriften genügend und brauchen keine zusätzlichen Offenbarungen (Lukas 16,31).
 
Bemerkenswert ist auch, dass es nach Jesus nicht darum geht, ob wir Jesus kennen, sondern ob er uns kennt. „Ich kenne euch nicht“ sagt Jesus zu den vermeidlichen Gottesdienern (Matthäus 7,22-23), den „Jungfrauen“ (Matthäus 25,12) und anderen Menschen, die dachten sie wissen um Jesus (Lukas 13,26-27).
 
Paulus schreibt (Römer 1,21), dass jeder aufgrund seines Wissens und nicht aufgrund seiner Unwissenheit von Gott beurteilt wird, was Paulus in Römer 2 ausführt. Jeder Mensch wird für die Gemeinschaft mit Gott und den Himmel geboren. Erst durch sein Verhalten kann er aus dem Buch des Lebens gestrichen werden (Offenbarung 3,5).
 
Spannend ist auch die Beobachtung von Petrus im Zusammenhang mit Kornelius, dass Gott alle Menschen annimmt, wenn sie ihn nicht ignorieren (Apostelgeschichte 10,35).
 
Durch die Identifikation mit dem Tod von Jesus am Kreuz als Folge eines gottabgewandten Lebens (Sünde), wird das alte Leben symbolisch in der Taufe aufgegeben und Anteil genommen an der Auferstehung von Jesus, der uns ewiges Leben mit Gott schenkt (Römer 6,4).
 
Sünde kommt ursprünglich aus der Bogensprache und meint Zielverfehlung. Das Ziel ist die Gemeinschaft mit Gott und ein eins werden mit seinen Gedanken (Johannes 17,21).
 

Durch Machtverzicht zur Auferstehungsgewissheit

8. Oktober 2017
Paulus verkündete in Thessalonich an drei Schabbaten die Eckpunkte christlichen Glaubens. In den jüdischen Schriften wird bezeugt, dass der Messias leiden und auferstehen wird, um seine Königsherrschaft anzutreten (Apg. 17).
 
Der Glaube an ein Leben nach dem Leben, zerstört die Macht der Todesdrohung.
 
Der freiwillige Machtverzicht, macht religiöse Drucksysteme wirkungslos. Die religiösen Führer sehen ihre Macht durch den neuen Glauben schwinden und entfachen einen Aufruhr aus Eifersucht. Interessanterweise
 
Der freiwillige Machtverzicht, macht religiöse Drucksysteme wirkungslos. Die religiösen Führer sehen ihre Macht durch den neuen Glauben schwinden und entfachen einen Aufruhr aus Eifersucht. Interessanterweise werden Paulus und Silas genau mit dem beschuldigt, was ihre Gegner selbst machen. Sie stacheln zu keinem Aufstand an, sondern halfen von Abhängigkeiten frei zu werden und selbst die Schriften zu studieren.
 
Spannend ist auch, dass es ausdrücklich heisst, dass auch Frauen aktiv durch das Schriftstudium diesen neuen Weg zu Glauben annahmen. Um Paulus öffentlich angreifen zu können, wurde die Königsherrschaft von Jesus von den Gegnern verdreht.
 
Paulus zieht um der Sache willen weiter und befiehlt die Arbeit seinen Mitarbeitern und dem Heiligen Geist an. Durch Leiden freut man sich auf die die Auferstehung und die Königsherrschaft von Jesus.
 
Spannend ist auch, wie Gott seine Boten beschützt, indem sie im entscheidenden Moment abwesend waren.
 
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In einer ergebnisoffenen Bibelstudiengruppe lesen wir die Apostelgeschichte. Das ist ein kleines Resümee aus unseren Entdeckungen. Jeder Beitrag bereichert. Wir sind auch offen für neue Teilnehmer im Linthgebiet oder das Halten von Bibeltagen an anderen Orten.
 

Paulus und Silas in Philippi

25. September 2017
In einer Bibelstudiengruppe lesen wir die Apostelgeschichte. In Philippi haben wir einige interessante Entdeckungen gemacht.
 
Als Paulus und Silas ungerechtfertigt ins Gefängnis geworfen wurden, brauchten sie rund 6 Stunden Zeit, bis sie um Mitternacht begannen Gott zu loben. Ist ihnen die Gegenwart Gottes erschienen? Oder entschieden sie sich bewusst, einen Gegenpool zu setzen. Oder folgte eines aus dem anderen?
 
Auch David sagt in Psalm 103,2: „Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht was er dir Gutes getan hat.“ Auch David war es nicht zum Loben zumute, sondern er setzte einen bewussten Gegenpool.
 
Dann wurden die Ketten durch ein Erdbeben gesprengt. Das Geschehen erinnert an die Gefängnisbefreiungen in Apostelgeschichte 5 und 12.
 
Wir haben uns gefragt, warum Paulus und Silas nicht schon vorher auf die römische Bürgschaft aufmerksam gemacht haben? Zuerst wollten sie im „kleinen Rom“ aufzeigen, das der Glaube für alle ist, nicht nur für die Elite. Doch jetzt wollten sie
 

Mose und der Gottes-Engel

17. September 2017
Mose ist DER Prophet im Judentum. Er hat das Judentum begründet. Alles dreht sich um die Auslegung der fünf Bücher Mose, der Thora. Über Mose steht in der Bibel: „JHWH redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet“ (2.Mose 33,11).
 
Doch da gibt es eine interessantes Gespräch zwischen Gott und Mose (2.Mose 33,18-23): „Mose aber sagte: Lass mich doch deine Herrlichkeit sehen! JHWH antwortete: Ich werde all weiterlesen →

Josef – Die Wiederannahme Israels

10. September 2017
(1.Mose 45,1- 50,26)
Gott hat in der Bibel schon lange voraussagen lassen, dass wenn das jüdische Volk sich von ihm abwendet, es unter alle Nationen verstreut wird. In 5.Mose 28,64-68 ist das beschrieben. Im Kapitel 30 spricht Gott davon, dass sein Volk nach einer Zeit unter den Nationen wieder in ihr Land zurückkehren wird. Dazu möchte ich 5.Mose 30,3b.5a.6 lesen: „Gott wird dich wieder sammeln aus all den Völkern, wohin der Herr, dein Gott, dich zerstreut hat“. „Und der Herr, dein Gott, wird dich in das Land bringen, das deine Väter in Besitz genommen haben, und du wirst es in Besitz nehmen“. „Und der Herr, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden, damit du den Herrn, deinen Gott liebst mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele.“
1948 wurde der Staat Israel gegründet. Etwas, was man zuvor für unmöglich hielt. Dieser Staat hat bis heute überlebt. Der zweite Teil der Prophezeiung, die Umkehr vom ganzen Volk Israel zu Gott, hat sich bis heute noch nicht erfüllt. Wir stehen sozusagen im Spannungsfeld zwischen weiterlesen →

Zeichen der Endzeit

7. September 2017
1 Falsche Lehrer predigen für Geld 2. Petrus 2,1-3
2 Böswillige ohne Selbstkontrolle 2.Timotheus 3,3
3 Anstieg von Erdbeben Matthäus 24,7
4 Der große Abfall 2.Timotheus 3,2
5 Krieg und Kriegsgerüchte Matthäus 24,6
6 Anstieg von Gesetzlosigkeit Matthäus 24,12
7 Religiosität ohne an die Kraft Gottes zu glauben
2.Timotheus 3,5
8 Unterstützung von Phantasie statt christlicher Wahrheit 2.
Timotheus 4,4
9 Tödliche Epidemien Offenbarung 6,8
10 Die Leute werden die Flut und die Arche Noah verleugnen
2. Petrus 3,5-6
11 Die Ehe wird in Frage gestellt 1. Timotheus 4,3
12 Anstieg von Hungersnöten Matthew 24,7
13 Anstieg von Vegetarismus 1.Timotheus 4,3-4
14 Schrei für Frieden und Sicherheit 1.Thessalonicher 5,3
15 Die Nationen werden sich gegen Jerusalem auflehnen
Sacharja 12.3
16 Das Wissen wird sich vermehren Daniel 12,4
17 Anstieg von Heuchelei in der Kirche Matthäus 13.25-30
18 Anstieg von religiösen Kulten und falschen Lehre
Matthäus 24,11
19 Angst vor der Zukunft Lukas 21,26
20 Die Menschen werden materialistisch 2.Timotheus 3,4
21 Das Evangelium wird auf der ganzen Welt gepredigt
Matthäus 24,14
22 Anstieg der Verfolgung von Christen Matthäus 24,9
23 Zeichen an der Sonne, Mond und Sternen Lukas 21,25
24 Die Menschen werden sich selbst lieben 2. Timotheus 3,2
25 Die Menschen wollen nicht wahrhaben, dass wir in der
letzten Zeit sind 2.Petrus 3,4
 
Jesus kommt bald, bist du bereit ihm zu begegnen?
Offenbarung 22,20
 

 

 


Josefs Leiden um Israel

3. September 2017
(1.Mose 42,1- 44,34)
 
Not treibt zum Erlöser
Die Hungersnot im Nahen Osten im 17. Jahrhundert vor Christus erreichte auch Jakob und seine Familie. Jakob sagte deshalb zu seinen Söhnen: „Was seht ihr einander an? Geht nach Ägypten und kauft uns Getreide, damit wir am Leben bleiben und nicht sterben“ (1.Mose 42,1-2). Es scheint, als ob die Söhne Jakobs ahnten, dass in Ägypten nichts Gutes auf sie wartete. Sie sahen einander nur fragend an. Hatten sie doch ihren Bruder dorthin verkauft, weil sie ihn nicht leiden mochten. Doch ihnen gingen die Lebensmittel aus und so mussten sie sich auf den Weg von Josef machen. Ich weiß nicht, was sie dachten. Doch auf ihrem Weg wurden sie sicher daran erinnert, was sie Josef angetan hatten. Das war zwar schon vor mehr als 20 Jahren geschehen. 20 lange Jahre, in denen sie geschwiegen hatten. Keiner von ihnen hatte je den Versuch unternommen, die Sache zu ordnen und zu bekennen. Und jetzt kam diese Hungersnot, die sie dazu trieb, sich mit ihrer Vergangenheit nochmals auseinanderzusetzen. Nein, freiwillig hätten sie sich nie auf den Weg gemacht.
 
Ist das nicht auch bei uns so? Wie oft muss Gott ganze Welten in Bewegung setzen, damit wir Dinge in unserem Leben nochmals angehen. Wie mancher ist nur zum Glauben gekommen, weil Gott sein Leben richtig auf den Kopf gestellt hat. Leider muss Gott oft zum Äußersten greifen, um uns zu erreichen. Darum möchte ich Gott lieber aus freien Stücken entgegen gehen.
 
Das Mitleiden
Nun trafen die zehn kaltblütigen Brüder in Ägypten ein. Da Josef Den Rest des Beitrags lesen »

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