Gott setzt die Grenzen

10. Mai 2022

Die Schlange ist im biblischen Zusammenhang stets ein Bild für das Böse. Das Böse hat allerdings nur so viel Macht, wie es Gott zulässt.

Auch wenn der Mensch Böses nachahmen kann, ist es von Gott begrenzt. Gott setzt ein Ende, wann er will.

Vom Stab des Mose wissen wir, dass auch die Schlange nur so lange wirken konnte, bis Mose sie wieder ergriff. In 2.Mose 7,15 sehen wir, dass das Gleiche auch mit dem Stab Aarons geschah und die Schlange wieder zum Stab wurde.

Die Botschaft, an den Pharao in 2. Mose 7,12 und alle die verstehen wollen, ist klar: Gott hat die Macht, Grenzen zu setzen. Gott greift ein, wenn es ihm zu bunt wird.


Die Struktur der 10 Plagen

8. Mai 2022

Es gibt eine interessante Beobachtung im Text. Dreimal steht, dass Mose frühmorgens zum Pharao gehen sollte. Bei der ersten (2.Mose 7,15), vierten (2.Mose 8,16) und siebten Plage (2.Mose 9,13) macht Gott stets einen neuen Anfang. In allen drei Fällen muss Mose frühmorgens vor den Pharao treten. Jeder Morgen weist auf einen neuen Anfang des Handelns Gottes mit Pharao und Ägypten hin.

Die ersten drei Plagen bilden eine besondere Einheit. Auch die Zauberer versuchen, die Plagen Gottes nachzuahmen. Die ersten drei Plagen werden auch durch den Stab von Aaron ausgelöst.

Ab der vierten Plage wird zwischen den Ägyptern und dem Volk Israel ein Unterschied gemacht. Die Israeliten werden von den Plagen verschont und sind ihnen nicht ausgesetzt.

Bei den letzten drei Plagen sehen wir, dass es sich um Gerichte handelt, die direkt aus dem Himmel über das Volk Ägyptens kommen. Dabei werden diese Gerichte durch Mose ausgelöst. Er handelt im Auftrag Gottes.

Bei den ersten drei Plagen geht es um Weltanschauungsfragen, bei den nächsten drei Plagen um existenzielle Fragen und bei den letzten drei Plagen geschehen apokalyptische Ereignisse.

Wie bei allen Ereignissen geht es stets um die Frage Deutung. Was geschieht, kann ein Zeichen Gottes sein oder einfach eine Plage, die aber nicht zu einem Umdenken führt.

Ich finde es sehr eindrücklich, dass in der Offenbarung 16,9 steht: „Sie lästerten den Namen Gottes, der die Macht über diese Plagen hat. Sie bekehrten sich nicht dazu, ihm die Ehre zu geben.

Der Mensch verharrt in seiner Auflehnung gegenüber Gott. Die Menschen ernten, was sie gesät haben.

Die Beschreibung der Plagen in der Offenbarung mit dem Lied von Mose“ (Offb 15,3) und die wachsame „Bereitschaft in Kleidern“ (Offb 16,15) erinnern an den Auszug aus Ägypten. Ebenso die Plagen mit Geschwüren (Offb 16,2), Blut (Offb 11,6), Frösche (Offb 16,13), Donner (Offb 16,18), Hagel (Offb 8,7) und Finsternis (Offb 16,10).

Mitten in all den Plagen bleibt die Hoffnung, dass die Menschen umkehren und sich aus ihrer Gebundenheit erlösen lassen. Nüchtern stellt Offenbarung 16,9 fest: „Sie bekehrten sich nicht dazu, ihm die Ehre zu geben.“ Und in Vers 11 steht: „Sie ließen nicht ab von ihrem Treiben.“

Je stärker Gott eingreift, desto mehr zeigt sich der tiefsitzende Hass der Menschen gegenüber Gott. Statt zu Einsicht und Umkehr zu kommen, verharrt der Mensch in seiner Auflehnung gegenüber Gott, lästert über ihn und weigert sich, seine Macht zu anerkennen und ihm die Ehre zu geben.


Mose – Rettung vor dem Gericht

1. Mai 2022

Montag, 2. Mai, 14 Uhr, Radio Maria Schweiz

Die zehnte Plage von Ägypten mündet in das Passahfest, das erste Fest im biblischen Kalender. Israel feiert mit Passah oder Pessach, den Anfang eines freien Lebens mit der Möglichkeit ihren Glauben an Gott zu gestalten. Der Schlüssel zu dieser Geschichte liegt im ersten und im vollkommenen Opfer.

Gott rettet nicht aufgrund der Volkszugehörigkeit, sondern aufgrund des umgesetzten Glaubens. Eine Botschaft, die auch mitten in unser Leben hineinspricht. Beim Glauben geht es nicht darum, dass wir unsere Vorstellungen über Gott entfalten, sondern dass wir auf das hören, was er sagt.

Der springende Punkt ist, dass die Ägypter auf andere Götter vertraut haben und den Gott Israels verachtet haben. Die Versuche Israel auszulöschen, trifft sie nun selber. In diesem Licht lässt Gott ihre eigene Saat aufgehen.

https://www.obrist-impulse.net/mose-rettung-vor-dem-gericht


Drei Ebenen in den 10 Plagen

30. April 2022

In den 10 Plagen von Ägypten gibt drei Ebenen. Einerseits sehen wir durch die Geschichte, wie der Mensch und wie Gott ist.

Dann ist die Geschichte auch ein Modell, das uns zeigt, wie Gott bei Völkern und bei einzelnen Menschen anklopft. Wir sehen, wie Gott Chancen zur Umkehr schenkt und wie er in seinem Reden immer deutlicher wird.

Aber es wird auch sichtbar, wie der Mensch sich immer mehr von Gott distanziert. Der Mensch geht nicht unter, weil er von Gott nichts weiß, sondern weil er ihn nicht wahrhaben möchte. Es gab auch Ägypter, die sich Israel anschlossen. In 2.Mose 12,38 steht: „Auch ein großer Haufen anderer Leute zog mit“.

Spannend ist auch, dass im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung, ähnliche Plagen erwähnt werden. Dort steht ebenfalls, dass die Menschen aber nicht zu Gott umkehren wollen.

Spannend ist auch der Gedanke, dass Gott nicht die Welt verändert, sondern die Menschen, die auf ihn vertrauen, aus der Not herausführt. Das sehen wir bei Noah, bei Lot aus Sodom, bei Mose und in der Offenbarung.


Sind die Ansagen Gottes für uns Zeichen oder Plage?

23. April 2022

Eine der bekanntesten Begebenheiten von Mose ist der Auszug aus Ägypten mit den 10 Plagen. Doch viele achten nicht auf die Details. Es ist aber höchst spannend, auf den Aufbau und die Symbole zu achten.

Gott schickt diese Plagen, damit das menschliche Herz offenbar wird. Der Weckruf Gottes führt zur Umkehr oder zur Verhärtung des Menschen gegenüber Gott.

In 2.Mose 9,16 steht: „Ich habe dich aber am Leben gelassen, um dir meine Macht zu zeigen und meinen Namen auf der ganzen Erde bekannt zu machen.“

Gott will, dass für alle klar wird, dass es Gott ist, der die Israeliten aus der Sklaverei führt und nicht Mose und sein Bruder Aaron. Gott ist der Handelnde. Gott kommt zum Ziel. Er erlöst sein Volk, trotz aller Anstrengungen des Feindes, seinen Plan zunichte zu machen. Gottes Macht wird immer offensichtlicher.

Der Mensch ohne Gott schließt sich selbst durch sein Handeln vom Segen Gottes aus. Er wendet sich Gott nicht zu, sondern von ihm ab. Zuerst will der Mensch sich nicht Gott zuwenden, dann kann er es nicht mehr, weil er sich schon so oft gegen Gott entschieden hat und seine Denkmuster nicht mehr durchbrechen kann.

Es stellt sich uns die Frage: Ist das Wirken Gottes für uns Zeichen und Wunder oder nehmen wir Anstoss daran?


Dem Wort vertrauen

8. April 2022

Da glaubte das Volk, und als sie hörten, dass der HERR sich der Israeliten angenommen und ihr Elend gesehen habe, verneigten sie sich und warfen sich vor ihm nieder.(2.Mose 4,31).

Ihr Elend hatten sie längst erkannt. Aber dass Gott sich über sie erbarmt, hatten sie noch nicht erfahren. Noch steckten sie mitten im Elend. Noch war nichts von Heil und Rettung zu sehen. Das einzig Neue war Gottes Wort. Und das war ihnen genug. Das ergriffen sie im Glauben. Das war ihnen die Bürgschaft für die Rettung. Das beugte sie nieder und ließ sie ihren Gott anbeten!

Ähnlich geht es uns auch heute. Als Menschen stecken wir tief im Elend. Doch dann kommt die gute Nachricht: Jesus will uns aus der Sklaverei befreien! Wir können uns Jesus anvertrauen. An der Lage selbst hat sich in diesem Moment noch nichts geändert. Doch Mose und Aaron haben den Israeliten versichert: Gott wird sie retten. Diese Versicherung genügt. Sie neigen sich in Anbetung.

Wer schon vor der Vollendung Gott preisen kann, erhält die Kraft und den Mut, sich auch in Schwierigkeiten an Gott festzuhalten. Wer Jesus in sein Leben einlädt, erhält auch die Gewissheit, dass er alles vollenden wird. In Philipper 1,6 schreibt Paulus: „Ich vertraue darauf, dass er, der bei euch das gute Werk begonnen hat, es auch vollenden wird bis zum Tag Christi Jesu.“


Die drei messianischen Zeichen von Gott an Mose

7. April 2022

(2.Mose 4,1-9)

Der Stab, der zur Schlange und wieder zum Stab wird, ist ein Bild dafür, dass das Böse nur so weit gehen kann, wie Gott den Teufel gewähren lässt. Jesus wird die Schlange, den Teufel, durch Liebe zu Gott besiegen. In 1. Mose 3,15 steht: „Er (Jesus) trifft dich am Kopf und du (Schlange) triffst ihn an der Ferse“. Als Jesus den stummen Besessenen heilte, wurde klar, dass er Macht über den Teufel und seine Dämonen hatte.

Der Heilung von Aussatz ist ein weiteres Zeichen des Messias. Als Jesus den Aussätzigen geheilt hatte, brach zum ersten Mal öffentlich die Frage auf, ob er der Messias sei. Ab diesem Zeitpunkt kamen die Schriftgelehrten zu Jesus und beobachteten ihn.

Auch die Verwandlung von Wasser zu Blut ist die Abfolge einer Symbolik, die sich bei Jesus findet. Bei seinem ersten Wunder an der Hochzeit zu Kana verwandelte er Wasser zu Wein. Beim Passahfest deutete er den Kelch der Erlösung auf sein stellvertretendes Sterben am Kreuz, bei dem sein Blut zur Vergebung aller Verfehlungen der Menschen vergossen wird. Dieser Opfertod wird für jeden wirksam, der das Vergebungsangebot von Jesus dankbar annimmt und nicht mehr auf die eigene Gerechtigkeit baut. Leben (Wasser) erhält man durch den Schutz des Blutes von stellvertretenden Lamm Gottes, ist die Botschaft von Passah. Jesus sagt es in Offenbarung 3,20 so: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn einer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten und Mahl mit ihm halten und er mit mir.“


Mose – Zehn Chancen zur Umkehr

4. April 2022

2.Mose, 5,1-10,29, Montag, 4. April, 14 Uhr, Radio Maria Schweiz

Eine der bekanntesten Begebenheiten von Mose ist der Auszug aus Ägypten mit den 10 Plagen. Doch viele achten nicht auf die Details. Es ist aber höchst spannend auf den Aufbau und die Symbole zu achten.

Gott schickt diese Plagen, damit das menschliche Herz offenbar wird. Der Weckruf Gottes führt zur Umkehr oder zur Verhärtung des Menschen gegenüber Gott.

In 2. Mose 9,16 steht: „Ich habe dich aber am Leben gelassen, um dir meine Macht zu zeigen und meinen Namen auf der ganzen Erde bekannt zu machen.“

Es stellt sich uns die Frage, ist das Wirken Gottes für uns Zeichen und Wunder oder werden sie uns zur Plage?

Die Beschreibung der Plagen in der Offenbarung mit dem Lied von Mose“ (Offb 15,3) und die wachsame „Bereitschaft in Kleidern“ (Offb 16,15) erinnern an den Auszug aus Ägypten. Ebenso die Plagen mit Geschwüren (Offb 16,2), Blut (Offb 11,6), Frösche (Offb 16,13), Donner (Offb 16,18), Hagel (Offb 8,7) und Finsternis (Offb 16,10).

Mitten in all den Plagen bleibt die Hoffnung, dass die Menschen umkehren und sich aus ihrer Gebundenheit erlösen lassen. Nüchtern stellt Offenbarung 16,9 fest: „Sie bekehrten sich nicht dazu, ihm die Ehre zu geben.“ Und in Vers 11 steht: „Sie ließen nicht ab von ihrem Treiben.“

Je stärker Gott eingreift, desto mehr zeigt sich der tiefsitzende Hass der Menschen gegenüber Gott. Statt zu Einsicht und Umkehr zu kommen, verharrt der Mensch in seiner Auflehnung gegen Gott.

Mose – Zehn Chancen zur Umkehr


Mose reagiert reserviert auf die Berufung Gottes

1. April 2022

Mose weiß, dass es kein einfacher Weg ist. Deshalb lehnt er Gottes Auftrag ab. Einst war er ein königlicher Prinz gewesen. Jetzt ist er nur noch ein armer Schafhirte. Das mag ihm peinlich gewesen sein. Denn es heißt in (1. Mose 46,34): „Den Ägyptern sind alle Schafhirten ein Gräuel.“ Er hat auch die allerbesten Jahre seines Lebens, von vierzig bis achtzig, im Niemandsland verbracht. Seine beste Manneskraft wurde mit Herumziehen dahingerafft. Nun ist er alt. Wer wird von einem 80-jährigen noch viel erwarten? Was für ein Abstieg aus stolzer Höhe!

Gott macht keine Fehler. Er schon Aaron auf den Weg geschickt. Mose sieht ein, dass nicht seine Kraft gefragt ist, sondern Gott in all dem handeln will. In Gottes Demutsschule lernt man seine Grenzen kennen und Gottes Möglichkeiten sehen. Mose ist nun bereit, nicht aus eigener Kraft zu handeln und auf Gott zu warten.

Gott braucht keinen Heerführer, sondern einen Propheten, der sagt, was Gott auf dem Herzen liegt. Bei Gott zählt die Verfügbarkeit. Nun hat er im Umgang mit den Schafen genug Geduld gelernt, um Leiter eines großen, ungeduldigen Volkes sein zu können. Wer sich selbst nicht überschätzt, hat die Demut, auf den göttlichen Zeitpunkt zu warten. Inmitten der Finsternis sieht er das göttliche Licht.

Es ist die Zusage Gottes, die Mose bereit macht, loszugehen. Über die Aufgabe von Mose wird wenig gesagt. Doch im Text sagt Gott: 2.Mose 3,8 „Ich bin herabgestiegen, um es der Hand der Ägypter zu entreißen und aus jenem Land hinaufzuführen.“ Und in Vers 20 steht: „Wenn ich meine Hand ausstrecke“. Nicht Mose muss etwas tun – nein, Gott handelt. Und in Vers 12 steht: „Ich bin mit deinem Mund und weise dich an, was du reden sollst.“ Gott braucht Menschen, die aussprechen, was ihm auf dem Herzen liegt.

Paulus sagt es in 2.Korinther 5,20 so: „Wir sind also Gesandte an Christi statt und Gott ist es, der durch uns mahnt. Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!“


Gott ist anders

30. März 2022

Gott stellt sich Mose vor, als der ICH-BIN. Nicht als der Schöpfer. Gott definiert sich im Sein, nicht durch die Tat. Das ist spannend. Wir im Westen sind geprägt von der Aktion. Im Osten definiert man sich im Sein. Da ist es wichtig, wessen Sohn oder Tochter ich bin und nicht, welche Auszeichnungen ich erhalten habe. Vielleicht sollten wir unsere Identität auch mehr im Sein festmachen. Wenn wir uns auf Jesus eingelassen haben, dann sind wir Kinder Gottes und das genügt. Wir sollen Gott lieben, weil er ist und nicht, weil er etwas für uns tut.

Als Zweites fällt auf, dass Gott sich nicht so offenbart, dass man über ihn verfügen kann, indem man ihm beim Namen ruft. Er lässt sich nicht in unsere Denk-Box stecken. Er definiert sich als ein Gott, der in Beziehung zu uns Menschen steht. Er ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Zu all diesen Urvätern hat er gesprochen. Allen hat er versprochen, dass er durch Israel alle Völker segnen wird. Gott hält sich an seine Versprechen. Gott hält Wort.

Es fällt auch auf, dass Gott sich in einem Dornenbusch offenbart. Eigentlich würde man etwas anderes erwarten. Etwa so wie bei den Hirten in Bethlehem. Der Himmel öffnet sich und die Herrlichkeit Gottes wird sichtbar. In der ganzen Bibel wird es immer wieder klar: Gott offenbart seine Liebe im Leid. Das sehen wir bei Hiob. Dann wenn alles versagt, dann ist Gott da. Nicht als verzehrendes Feuer, sondern als ein Licht in der Dunkelheit. So wie er auch an Pfingsten über die erste Gemeinde in Feuerzungen erschien und so aufzeigte: Inmitten all euer Not offenbare ich mich, indem ich bei jedem einzelnen von euch bin und euch erleuchte. Jesus erträgt unser Leid und trägt uns im Leid.

 

2.Mose 3,14 Da antwortete Gott dem Mose: Ich bin, der ich bin. Und er fuhr fort: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der Ich-bin hat mich zu euch gesandt. 15 Weiter sprach Gott zu Mose: So sag zu den Israeliten: Der HERR, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt.


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