Gotteslästerung, die unvergebbare Sünde

25. Januar 2020
Das Verbot der Gotteslästerung ist das einzige Gebot, auf das der Satz folgt: „denn der HERR lässt den nicht ungestraft, der seinen Namen missbraucht“ (2.Mose 20,7).
 
Die Juden zogen daraus den Schluss, dass Gotteslästerung die unvergebbare Sünde sei. Alle Gebote können übertreten werden, nur nicht die Abkehr vom Gott Israels.
 
Jesus hat dieses Gebot nicht abgeschafft, er hat es auf überraschende Weise erweitert.
 
Das Wirken des Heiligen Geist als teuflisch zu bezeichnen, ist laut Jesus eine unverzeihliche Gotteslästerung.
 
Dass Gotteslästerung nicht vergeben werden konnte, überrascht die jüdischen Gegner Jesu nicht. Die Überraschung ist, dass Jesus hier den Heiligen Geist mit Gott gleichsetzt.
 

Alt werden mit Vision

26. Dezember 2019
Alte reife Menschen sind etwas Kostbares. Drei Dinge zeichnen sie aus: Sie leben nicht in der Vergangenheit, haben einen aufmerksamen Blick für Mitmenschen und leben mit der Sehnsucht nach Jesus und verbreiten Hoffnung. Die Bibel berichtet von zwei alten Menschen, welche am Rande der Gesellschaft, aber mitten im Zentrum des Weltgeschehens, stehen (Lukas 2,22-40).
Simeon heißt „Erfüllung“. Der Heilige Geist ruht auf ihm. Das bedeutet, dass er im Einklang mit Gott lebt und vertraut, dass Gott seine Versprechen erfüllt. Gottes Anliegen sind auch die seinen. So sehnt er sich nach dem verheißenen Erlöser, dem Christus und Messias. Gott gab ihm die Gewissheit, dass er ihn noch vor seinem Tod sehen wird. Der Glaube des Simeon wird bis aufs Letzte strapaziert. Seine Kräfte lassen nach. Doch eines hat er nicht verlernt: auf die leisen Hinweise von Gottes Geist zu achten. So geht er zum Tempel, und als er Maria und Josef mit Jesus sieht, weiß er: Das ist das verheißene Kind.
Er preist Gott und dankt ihm, dass er Wort hält. Er sagt: „Meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Nichtjuden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“ Damit nimmt er Bezug auf Jesaja 49,6, wo steht: „Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten und die Verschonten Israels heimzuführen. Ich mache dich zum Licht der Nationen; damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht.“
Das ist eine kontrastreiche Situation. Simeon spricht vom hocherhabenen König und Retter, doch vor ihm steht ein armes Ehepaar, das nicht einmal das Geld für die ordentlichen jüdischen Opfer aufbringen kann. Nach 2.Mose 13,13-15musste für den Erstgeborenen ein Opfer gebracht werden, und nach 3.Mose 12 muss eine Frau nach der Geburt ein Opfer in den Tempel bringen. Wer konnte, sollte ein Schaf opfern. Die Eltern von Jesus hatten also zu diesem Zeitpunkt die Geschenke der Weisen noch nicht erhalten.
Simeon hat den besonderen Blick, der nicht das sieht, was vor Augen ist, sondern was auf dem Herzen Gottes liegt. Das Prinzip der Hoffnung ist, in einem Menschen schon das zu sehen, was Gott aus ihm machen kann.
Doch nicht nur für Jesus hat Simeon einen Segen. Er gibt Maria folgende Worte mit auf den Weg: „Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele zu Fall kommen und aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird, – und deine Seele wird ein Schwert durchdringen. So sollen die Gedanken vieler Herzen offenbar werden.“
Nach dem ersten Höhenflug kommt die nüchterne Landung: „Dein Kind wird zum Schicksal der Menschen werden.“ Entweder finden sie bei ihm Rettung(das ist die Bedeutung des Namens Jesus) oder sie zerschellen an ihrem eigenen Widerstand. „Du wirst großen Schmerz erfahren.“ Das ist eine Andeutung darauf, dass ihr Sohn vor ihr sterben wird. Am Kreuz offenbart sich das Denken der Menschen. Bis heute ärgern sich Leute am Kreuz oder sehen darin die aufopfernde Liebe Gottes für uns Menschen.
Die zweite Person, der die kleine Familie im Tempel begegnet, ist Hanna. Ihr Name bedeutet: Gott ist gnädig. Ihr Leben spricht jedoch eine andere Sprache. Nach nur sieben Jahren Ehe wird sie Witwe. Jetzt ist sie 84 Jahre alt. Anstatt am Leben zu verzweifeln und bitter zu werden, vertraut sie Gott und legt ihr Leben und ihre Zukunft in seine Hände. Ihr Leben ist geprägt von der Sehnsucht nach Jesus. Die Bibel verwendet dafür oft das Bild der Braut, die auf ihren Bräutigam wartet. Hanna stellt ihr Leben Gott zur Verfügung.
Sie richtet Menschen auf, indem sie Anteil nimmt, von Gott spricht und anderen hilft, den Blick von sich weg zu lenken, indem sie Gott dankt und ihn preist.
Maria und Josef werden immer wieder ermutigt. Zuerst durch den Engel, dann durch Elisabeth, dann durch die Hirten, nun durch Simeon und Hanna und später durch die Gelehrten aus dem Osten.
Gott schickt uns Menschen über den Weg oder gebraucht uns, um andere zu ermutigen.

Warum betete Jesus zu Gott, wenn er ja selbst Gott ist?

12. Dezember 2019

Das Entscheidende liegt daran, dass Jesus nie gesagt hat, er ist einer, sondern ich und der Vater sind e i n s.

Gott offenbart sich als Vater, Sohn und durch den Heiligen Geist. Was einer von ihnen tut, das würden auch die anderen tun, weil sie eins sind.

Wir Menschen können das nicht ganz nachvollziehen, weil wir immer wieder uneins sind und wir nicht göttlich sind, sondern Menschen.

Zum innersten Kreis gehören der Vater, Sohn und Heilige Geist. Es sind aber keine konkurenzierenden Götter, deshalb Monotheismus.

Vielleicht hilft es, dass Gott eine andere Liga ist als Mensch, Tier oder Engel.

Jesus hat sich während seiner Zeit auf der Erde freiwillig auf die menschlichen Möglichkeiten beschränkt und deshalb im Gebet Gemeinschaft gesucht und sich durch den Heiligen Geist leiten lassen.

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Wurde Gott Mensch?

10. Dezember 2019
Gibt es Hinweise im Tenach (Alten Testament, jüdische Bibel), dass Gott Mensch werden wollte?
 
In 1. Mose 18 erschien Gott dem Abraham als Mensch. Wenn das möglich war, warum sollte es Gott nicht möglich sein, Mensch zu werden?
 
Nach Psalm 2,7 wird der Messias von Gott gezeugt. Bei der Zeugung verschmelzen sich zwei zu einem. Das im Unterschied zu einer Schöpfung. Sollte der Messias also Mensch und Gott zugleich sein?
 
Die Titel in Jesaja 9,5 für das verheißene Kind sind ausschließlich Gott vorbehalten
 
Nach Jesaja 7,14 wird eine Jungfrau schwanger. Für die damaligen Gelehrten war scheinbar klar, dass es sich um eine Jungfrau handeln musste, um ein Zeichen Gottes zu sein.
 
Die verschiedenen Stellen in der Bibel lassen aber nur den Schluss zu, dass der Messias gleichzeitig Mensch und Gott ist. Im Menschen Jesus wurde Gott für uns Menschen erlebbar.
 

Schabbat ist Wiederherstellung

25. Oktober 2019

Jesus hält den Schabbat, indem er einen Mann heilt, weil der Schabbat dazu da ist, dass ein Mensch wiederhergestellt wird.

Jesus fragt seine Gastgeber: Darf man am Schabbat heilen oder nicht? Betroffenes Schweigen. Denn die Pharisäer sind der Ansicht, dass Heilen Arbeit ist und man es am Schabbat nicht tun soll. Anderseits steht in der Bibel nirgends, dass Heilen am Schabbat nicht erlaubt ist.

Auch in der später niedergeschriebenen jüdischen Tradition steht: „Nichts ist am Sabbat verboten, wenn es darum geht, ein Leben zu retten – außer Mord, Ehebruch und Götzendienst“ (Tosefta Sabbat 15,17).

Jesus weist auf den Kern des Schabbat hin: Der Mensch soll wiederhergestellt werden (Markus 2,27). Der Schabbat ist ein Zeichen der Gegenwart und Herrschaft Gottes (2.Mose 31,13). Das wird erfahrbar, wenn ein Mensch am Schabbat geheilt und heil wird. Jesus erfüllt damit den Schabbat (Matthäus 5,17).

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Keine Macht kann Gott daran hindern, seine Pläne auszuführen

4. Oktober 2019

Jesus ist unterwegs auf dem Weg nach Jerusalem (Lukas 13,22). Als er sich im Gebiet von Herodes Antipas befindet, wird er vor ihm gewarnt (Lukas 13,31-35). Herodes Antipas hat bereits Johannes den Täufer ermorden lassen (Lukas 9,9). Dass Jesus Herodes als „Fuchs“ bezeichnet, lässt erahnen, dass die Sorge der Pharisäer nicht echt ist, sondern sie Instrumente in der Hand von Herodes sind, was Jesus ihnen mit seiner Grußbotschaft an Herodes vor Augen führen will. Anstatt sich selbst wegschicken zu lassen, sendet er die Pharisäer zurück zu Herodes.

Jesus heilt und ist dennoch nicht willkommen. Doch das irritiert Jesus nicht. Er gibt klar zu verstehen, dass alles seine Zeit hat und keine Macht der Welt Gottes Plan behindert. Er wird nicht auf dem Land, sondern in Jerusalem sterben.

Gleichzeitig wird auch offenbar, dass Jesus die Menschen sammeln will, sie ihm aber nicht folgen wollen. Niemand wird bei Gott zu etwas gezwungen, auch nicht zu seinem eigenen Glück. Die Folge der Ablehnung ist: Gott zieht sich zurück. Das hat zum Exil des jüdischen Volkes geführt.

Doch Jesus schaut bereits auf den Tag, an dem ihn sein Volk nicht mehr ablehnen, sondern empfangen wird. Auch wenn Jesus in der Zwischenzeit nicht sichtbar ist, gibt uns dieses Ziel Kraft, den Widerstand auszuhalten. Ganz nah bei Jesus sind wir in allem Tumult dieser Welt geborgen wie Küken unter den Flügeln der Henne. Jesus vertraute seinem himmlischen Vater, dass alles seine Zeit hat und er sein Ziel erreichen wird.


Rettet Jesus Gutmenschen?

13. September 2019
Frage: Ich habe Ihren Artikel „Gescheitert und ausgeschlossen“ über Lukas 13,22-30 gelesen. Ich habe immer noch die Hoffnung für „Gutmenschen“, dass Gott ihnen gnädig ist. Spricht nicht Jesus davon in Matthäus 25, 34-40?
 
In Matthäus 25 geht es um die Menschen, die nichts von Jesus gewusst haben. So sagen sie in Vers 38 „wann haben wir dich fremd gesehen und aufgenommen oder nackt und dir Kleidung gegeben?“
 
Auch Paulus schreibt, dass die Menschen die nichts von Gott gewusst haben, aufgrund ihrer Reaktion beurteilt werden.
 
Römer 2,1 „Darum bist du unentschuldbar – wer du auch bist, o Mensch – , wenn du richtest. Denn worin du den andern richtest, darin verurteilst du dich selbst, weil du, der Richtende, dasselbe tust.“
 
Ein Mensch ist nie getrennt von Gott, weil er etwas nicht wusste, sondern aufgrund dessen, wie er auf das reagierte , was er wusste.
 
Wer Gott von tiefstem Herzen sucht, der wird ihn finden. Sobald so ein Mensch etwas von Jesus erfährt, wird er ihn aufnehmen. Auf jeden Fall wird er nicht eine Möglichkeit suchen ohne Jesus vor Gott zu bestehen.
 

Gescheitert und ausgeschlossen

12. September 2019
Eine aufschreckende Geschichte wird uns in Lukas 13,22-30 erzählt. Einer fragt Jesus: Herr sind es nur wenige, die gerettet werden? Insgeheim hofft er vielleicht auf die Antwort: Mach dir keine Sorge, Gott drückt ein Auge zu und nimmt alle an. Doch Jesus sagt: Viele versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen.
 
Warum sind sie gescheitert? Jesus kennt sie nicht. Sie haben zwar am Mahl teilgenommen und Predigten gehört, doch sie sind Zuhörer und Teilnehmer geblieben. Jesus sagt von sich: „Ich bin die Tür“ (Johannes 10,9). „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich“ (Johannes 14,6). Wer ihn nicht als Herrn seines Lebens angenommen hat, der gehört nicht zu den Seinen (Johannes 1,12). Sie werden nicht Teil und Täter – oder anders ausgedrückt: Repräsentanten Gottes. Sie haben es versäumt nach Gottes Willen zu leben. Es genügt nicht, ab und zu die Hilfe Gottes in Anspruch zu nehmen.
 
Es gibt auch einen Punkt, an dem das Zeitfenster der offenen Türe vorbei ist. Das kann persönlich oder allgemein gemeint sein. Es gibt ein zu spät. So wie es bei der Arche von Noah den Moment gab, an dem die Türe von Gott verschlossen wurde. Nicht alle kommen automatisch zum himmlischen Fest.
 
Der Eintritt ist mein Bekenntnis: „Ich brauche dich Jesus als meinen Herrn, komm in mein Leben und verändere du mich“. Jesus kennt all die Menschen, die ihn ansprechen, einladen und mit ihm reden. Dazu braucht es eine Entscheidung von uns. Die entscheidende Frage ist nicht, ob ich Jesus kenne, sondern er mich.
 
In Jeremia 21,8 steht: „Ich lege euch vor den Weg zum Leben und dem Weg zum Tode“. Entscheiden müssen wir uns selbst.
 
Herausfordernd ist auch noch der Hinweis, dass viele die hier einen großen Namen haben, dort unbekannt sein werden. Es geht nicht darum, dass ich mir etwas auf meine Meinung einbilde, sondern dass ich meine Hilfsbedürftigkeit sehe und mich Jesus anvertraue.
 

Gottes Reich beginnt mit einzelnen Menschen

6. September 2019
Jesus spricht davon, dass sich nicht das Umfeld verändern muss, sondern der einzelne Mensch. Er vergleicht Gottes Reich mit einem Senfkorn und dem Sauerteig (Lukas 13,18-21).
 
Der Glaube beginnt, indem jemand einen Samen annimmt und bei sich anpflanzt. Er fängt klein an und wächst. Es gibt nicht schnelle Erfolge. Es braucht Zeit, jeder hat sein eigenes Tempo.
 
Glaube beschränkt sich nicht nur auf einen Teil des Lebens, sondern durchdringt wie ein Sauerteig das tägliche Sein.
 
Die Leute erwarteten, dass Jesus Gottes Reich aufrichtet, indem er die Feinde vertreibt und ein äußerer Friede einkehrt. Jesus hat die Politik seiner Zeit nie bewertet. Es gab damals vier politische Systeme, zwei Herrscher, eine römische Verwaltung und demokratische Städte.
 
Jesus spricht davon, dass sich nicht das Umfeld verändern muss, sondern der einzelne Mensch. Das sogar die Feinde (Vögel) sich bei Menschen von Gottes Reich geborgen fühlen.
 

Wer ist würdig?

31. August 2019
In Offenbarung 5 ist die große Frage: Wer ist würdig und hat die Kompetenz, die Geheimnisse Gottes den Menschen zu offenbaren?
 
Das geschlachtete Lamm liegt nicht tot da, sondern es steht auferstanden vor dem Thron (Offenbarung 5,6). Es hat die göttlich vollendete Macht (sieben Hörner) und vollkommenen göttlichen Durchblick (sieben Augen). Der Tod hat es nicht geschwächt.
 
Die wahre Stärke (Bild des Löwen) von Jesus liegt in seiner freiwilligen Ohnmacht (Bild des Lammes) und der totalen Abhängigkeit vom himmlischen Vater.
 
Jesus empfängt Macht (königlich), Reichtum (finanziell), Weisheit (intellektuell), Kraft (physisch), Ehre (Beziehungen), Lob (Anerkennung) und Herrlichkeit (Schönheit) (Offenbarung 5,12).
 
Jesus ist der, der uns Gottes Gedanken offenbart (Offenbarung 5,7).
 
Die Gebete der Heiligen steigen vor Gott auf (Offenbarung 5,8).
 
In der größten Not (während seiner Verbannung auf der Insel Patmos) wird Johannes vom himmlischen Lobpreis gestärkt.
 
Jesus nimmt sich die Macht nicht mit Zwang. Vielmehr wird sie ihm von allen Geschöpfen gern gegeben.
 

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