Die Struktur der 10 Plagen

8. Mai 2022

Es gibt eine interessante Beobachtung im Text. Dreimal steht, dass Mose frühmorgens zum Pharao gehen sollte. Bei der ersten (2.Mose 7,15), vierten (2.Mose 8,16) und siebten Plage (2.Mose 9,13) macht Gott stets einen neuen Anfang. In allen drei Fällen muss Mose frühmorgens vor den Pharao treten. Jeder Morgen weist auf einen neuen Anfang des Handelns Gottes mit Pharao und Ägypten hin.

Die ersten drei Plagen bilden eine besondere Einheit. Auch die Zauberer versuchen, die Plagen Gottes nachzuahmen. Die ersten drei Plagen werden auch durch den Stab von Aaron ausgelöst.

Ab der vierten Plage wird zwischen den Ägyptern und dem Volk Israel ein Unterschied gemacht. Die Israeliten werden von den Plagen verschont und sind ihnen nicht ausgesetzt.

Bei den letzten drei Plagen sehen wir, dass es sich um Gerichte handelt, die direkt aus dem Himmel über das Volk Ägyptens kommen. Dabei werden diese Gerichte durch Mose ausgelöst. Er handelt im Auftrag Gottes.

Bei den ersten drei Plagen geht es um Weltanschauungsfragen, bei den nächsten drei Plagen um existenzielle Fragen und bei den letzten drei Plagen geschehen apokalyptische Ereignisse.

Wie bei allen Ereignissen geht es stets um die Frage Deutung. Was geschieht, kann ein Zeichen Gottes sein oder einfach eine Plage, die aber nicht zu einem Umdenken führt.

Ich finde es sehr eindrücklich, dass in der Offenbarung 16,9 steht: „Sie lästerten den Namen Gottes, der die Macht über diese Plagen hat. Sie bekehrten sich nicht dazu, ihm die Ehre zu geben.

Der Mensch verharrt in seiner Auflehnung gegenüber Gott. Die Menschen ernten, was sie gesät haben.

Die Beschreibung der Plagen in der Offenbarung mit dem Lied von Mose“ (Offb 15,3) und die wachsame „Bereitschaft in Kleidern“ (Offb 16,15) erinnern an den Auszug aus Ägypten. Ebenso die Plagen mit Geschwüren (Offb 16,2), Blut (Offb 11,6), Frösche (Offb 16,13), Donner (Offb 16,18), Hagel (Offb 8,7) und Finsternis (Offb 16,10).

Mitten in all den Plagen bleibt die Hoffnung, dass die Menschen umkehren und sich aus ihrer Gebundenheit erlösen lassen. Nüchtern stellt Offenbarung 16,9 fest: „Sie bekehrten sich nicht dazu, ihm die Ehre zu geben.“ Und in Vers 11 steht: „Sie ließen nicht ab von ihrem Treiben.“

Je stärker Gott eingreift, desto mehr zeigt sich der tiefsitzende Hass der Menschen gegenüber Gott. Statt zu Einsicht und Umkehr zu kommen, verharrt der Mensch in seiner Auflehnung gegenüber Gott, lästert über ihn und weigert sich, seine Macht zu anerkennen und ihm die Ehre zu geben.

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